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In den Stanley Cup Playoffs 2026 wird noch der zweite Finalteilnehmer neben den Vegas Golden Knights gesucht. Die beiden Anwärter dafür sind die Carolina Hurricanes und die Montreal Canadiens. Die beiden Kontrahenten stehen sich am heutigen Mittwoch (8 p.m. ET; Donnerstag, 2 Uhr MESZ) im Bell Centre von Montreal in Spiel 4 des Eastern Conference Finales gegenüber. In der Gesamtwertung hat Carolina die Nase mit 2:1 knapp vorne.

Lange nicht mehr gekannte Empfindung

Die Canadiens müssen mit einem lange nicht mehr gekannten Gefühl klarkommen und entsprechend darauf reagieren. Die beiden aufeinanderfolgenden Niederlagen in Spiel 2 und Spiel 3 gegen die Hurricanes waren die ersten zwei Pleiten hintereinander seit dem 14. und 15. März. „Wir liegen zwar zurück, sind aber noch nicht tot. Wir machen weiter“, reagierte Montreals Trainer Martin St. Louis lakonisch auf die aktuelle Lage.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Montreal Canadiens und den Carolina Hurricanes

Der Coach und die Mannschaft sind sich bewusst, dass sie mehr Offensivkraft benötigen, um wieder in die Erfolgsspur zu finden. Zwölf Torschüsse in Spiel 2 und 13 in Spiel 3, davon nur einer in der Verlängerung und zwei in den letzten 37:40 Minuten, sind nicht dazu angetan, einem starken Kontrahenten wie den Hurricanes das Fürchten zu lehren.

Darüber hinaus sind die Canadiens auf der Suche nach einem wirksamen Mittel gegen das aggressive Forechecking von Carolina. Enger zusammenstehen und den Puck schneller bewegen, lautet diesbezüglich der Vorschlag von Verteidiger Kaiden Guhle.

Overtime ist Hurricanes-Zeit

In der Overtime fühlen sich die Hurricanes pudelwohl. Zuletzt behielten sie sechsmal in Folge in den Playoffs die Oberhand, wenn eine Partie in die Verlängerung ging. Die Siegesserie nahm in Spiel 5 der Ersten Runde 2025 ihren Anfang und setzte sich in der laufenden K.o.-Phase mit Siegen in der Zusatzschicht gegen die Ottawa Senators (einmal), Philadelphia Flyers (zweimal) und die Canadiens (bisher zweimal) fort. Damit stellte Carolina den Franchise-Rekord mit sechs Erfolgen in OT in den Playoffs zwischen Spiel 5 der Ersten Runde 2021 und Spiel 5 der Zweiten Runde 2023 ein.

Durch das 3:2 n.V. in Spiel 3 des Eastern Conference Finales gegen die Canadiens avancierten die Hurricanes zum fünften Team in der Playoff-Geschichte, das seine ersten fünf Begegnungen nach Verlängerung in einer einzigen Postseason für sich entschied. Bei den anderen Klubs handelte es sich um die Florida Panthers (2023), die San Jose Sharks (2011) und die Mighty Ducks of Anaheim (2003).

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In der Ruhe liegt die Kraft

Obwohl er nicht gerade Schwerstarbeit in Spiel 3 gegen die Canadiens verrichten musste, heimste Hurricanes-Torwart Frederik Andersen ein dickes Lob von seinem Trainer Rod Brind’Amour ein. „Er ist in jeder Hinsicht genau der Richtige für uns, weil er eine enorme Ruhe ausstrahlt. Ganz gleich, ob wir 30 Schüsse am Abend zulassen oder nur 13. Er bleibt stets derselbe. Genau das ist es, was man sich von ihm wünscht“, ließ der Coach über den Schlussmann verlauten. Nach elf Einsätzen in den diesjährigen Playoffs stehen für Andersen ein Gegentorschnitt von 1,56 pro Match, eine Fangquote von 92,3 Prozent und zwei Shutouts zu Buche.

Vegas wartet auf den Finalgegner

Während die Hurricanes und die Canadiens um den Einzug ins Stanley Cup Finale ringen, kann sich die Belegschaft der Golden Knights für ein paar Tage zurücklehnen und dem Treiben entspannt zuschauen. Sie haben die Teilnahme an der Endspielserie durch den Sweep im Western Conference Finale gegen die Colorado Avalanche am Dienstag klargemacht.

Sollte Vegas auf Carolina treffen, käme es zum zweiten Mal seit 2012 zu einem Finale mit zwei Divisionssiegern der regulären Saison. 2018 hatten sich die Golden Knights als Gewinner der Pacific Division und die Washington Capitals als Tabellenerster der Metropolitan Division für die alles entscheidende Runde qualifiziert. Das Rennen machte am Ende die Vertretung aus der US-Hauptstadt.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Vegas Golden Knights und den Colorado Avalanche

Nach 22 Jahren wieder in den Endspielen

Für John Tortorella, den Trainer der Golden Knights, hat eine lange Wartezeit ein Ende gefunden. Sage und schreibe 22 Jahre nach seinem Triumph als verantwortlicher Mann an der Bande der Tampa Bay Lightning in den Playoffs 2004 hat er zum zweiten Mal die Chance, den Stanley Cup zu holen. Er ist erst der zweite Coach in der Historie der Liga, dessen Finalteilnahmen mehr als 20 Jahre auseinanderliegen. Bei Paul Maurice dauerte es 21 Jahre, ehe er nach seiner Premiere 2002 als Coach der Hurricanes einen zweiten Anlauf auf den Titel nahm. Der ging jedoch genauso schief. 2023 verlor er mit den Florida Panthers gegen Vegas. 2024 durfte Maurice endlich jubeln. Die Vertretung aus Sunrise bezwang die Edmonton Oilers und wiederholte das Ganze im Jahr darauf.

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