Kurashev atmete nach seinem Auftritt gegen Colorado ebenfalls erleichtert durch. Mit seinem zweiten Saisontor beendete er eine Flaute von fünf Partien hintereinander ohne Treffer. Überhaupt war es für den Münsinger erst der zweite Zähler in neun Begegnungen, nach seinem Tor beim 5:2-Auswärtssieg gegen die Edmonton Oilers am 12. Oktober.
Ausschlaggebend für den doppelten Punktgewinn der Blackhawks in Denver war nach Worten von Rechtsaußen Ryan Donato eine offene Aussprache der Mannschaft, die noch unter dem Eindruck des späten Gegentores von Nathan MacKinnon zum 2:3 bei einem Powerplay in der Schlussminute des mittleren Abschnitts stand.
„Wir sind in die Kabine gekommen, haben uns angeschaut und deutlich gemacht, dass die Leistung im zweiten Drittel nicht gut genug gewesen ist und wir stärker dagegenhalten müssen“, gab Donato preis. Er hatte noch im ersten Durchgang für einen Zwei-Tore-Vorsprung der Blackhawks gesorgt (17.), der den Gästen ein trügerisches Gefühl der Sicherheit vermittelte. Sie ließen sich in der zweiten Periode von Colorado zu sehr in die Defensive drängen. Folgerichtig erzielte MacKinnon den Anschlusstreffer.
Doch Chicago setzte diesem Negativerlebnis etwas entgegen. „Zuletzt haben wir oft gut gespielt, aber unsere Gegner mit fünf schlechten Minuten zurück ins Spiel kommen lassen. Das ist heute anders gelaufen. Wir haben uns eingeschworen und gesagt, dass wir den Job diesmal erledigen werden. Genau das ist letzten Endes passiert“, gab Donato zu Protokoll.
Er höchstpersönlich beseitigte 58 Sekunden vor Ablauf der Uhr mit einem Empty-Net-Goal zum 4:2 alle Restzweifel am Sieg der Blackhawks. Wenig später fügte Donato seinem Doppelpack noch einen Assist hinzu. Mit einem Pass aus der eigenen Zone bediente er Ilya Mikheyev, der den Puck von der Mittellinie aus ins zu diesem Zeitpunkt erneut verwaiste Avalanche-Gehäuse beförderte.
„Wir waren es leid, in den letzten Wochen häufig nur als moralischer Sieger betrachtet worden zu sein. Deshalb war es gut, endlich einen ‚echten‘ Erfolg eingefahren zu haben. Den haben wir uns redlich verdient“, fasste Trainer Richardson seinen Gemütszustand in Worte.
Trotz des Sieges belegen die Blackhawks mit sieben Punkten (3-6-1) aus zehn Spielen den achten und damit letzten Platz in der Central Division. Am Donnerstag setzt Chicago seinen aktuellen, insgesamt vier Stationen umfassenden Roadtrip mit einem Gastspiel bei den San Jose Sharks im SAP Center fort (10:30 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 3:30 Uhr MEZ). Es folgen Duelle mit den Los Angeles Kings am Samstag und den Anaheim Ducks am Sonntag.