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Traumpaar Pageau und Ryan bereit für Spiel 2

Jean-Gabriel Pageau ist der Toptorschütze der Senators und soll sie mit Bobby Ryan zum Sieg führen

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Zu Beginn der Playoffs waren sie die Außenseiter. Die Ottawa Senators hatten noch vor wenigen Wochen nur wenige auf dem Zettel, doch sie sorgten für eine kleine Überraschung. Nach den Erfolgen gegen die Boston Bruins und die New York Rangers konnten sie nun auch das erste Spiel des Eastern Conference Finales für sich entscheiden und führen damit 1-0 gegen keinen geringeren als den amtierenden Meister, die Pittsburgh Penguins.

Sie zeigten eine starke Leistung und viele einzelne, positive Faktoren, die sie für weitere Erfolge beibehalten müssen und auf die sie aufbauen können. Gegen die sonst so offensivstarken Penguins kamen sie am Ende überraschenderweise auf ein Torschussverhältnis von 35-28 zu ihren Gunsten, was unter anderem dem blinden Verständnis zwischen ihrem Star Bobby Ryan und dem jungen Jean-Gabriel Pageau zu verdanken ist.

"Wir haben eine gewisse Chemie gefunden. Es ist leicht mit ihm zu spielen", lobte Ryan seinen Mitspieler. "Er arbeitet hart. Er geht gern in die Ecken. Er geht auch gerne vor das Tor. Und im Moment, hat er einen echten Lauf. Ich denke wir werden einfach weiter versuchen, ihn in Szene zu setzen."

Pageau spielte sich mit vier Toren in Spiel zwei der Serie gegen die New York Rangers ins Rampenlicht der Eishockeywelt. Seitdem erzielte er in fünf Spielen noch drei weitere Treffer, darunter auch das 1-0 gegen die Pens am Samstag. Es war das Ergebnis des traumhaften Zusammenspiels von Pageau und Ryan. Ryan erkämpfte sich die Scheibe hinter dem Tor der Penguins und spielte einen Rückhandpass hinter dem Rücken vor das Tor, wo Pageau ankam und direkt verwertete. Ein praktisch identisches Tor hatten sie auch schon gegen die Rangers aufs Eis gezaubert.

Video: OTT@PIT, Sp1: Pageau schließt Ryans Vorlage ab

Neben seinem achten Tor der Playoffs, machte der in Ottawa geborene Center auch seinen ersten Assist der Endrunde. Er bereitete in der Verlängerung das Siegtor von, wer könnte es auch sonst sein, Bobby Ryan vor. Mit neun Punkten liegt er damit auf Rang drei des Teams. Nur Ryan (11) und Erik Karlsson (13) haben mehr Punkte.

Auch Teamkollege Zach Smith weiß um den Wert Pageaus: "Er ist ein Schlüsselspieler in unserer Offensive. Er ist ein großartiger Mitspieler. Man sieht, dass er zur Zeit mehr Selbstvertrauen auf dem Eis hat, als je zuvor. Es ist schön zu sehen, dass ein Spieler wie Pageau mit einigen Toren und Punkten belohnt wird, weil er auch in der Verteidigung so gut ist."  

Schlüsselspieler ist ein gutes Stichwort. Das erste Spiel gewannen die Sens 2-1, doch es ist unwahrscheinlich, dass die berüchtigte Offensive der Penguins weiterhin so wenig Tore erzielen wird, selbst bei der soliden Abwehrarbeit der Senators. Kanadier müssen mehr als zwei Tore erzielen, wenn sie auch in Spiel zwei erfolgreich sein wollen. Dabei dürften neben Karlsson gerade Ryan und Pageau, besonders ihre gemeinsamen Geniestreiche im Zusammenspiel, entscheidend sein.

Mit Marc-Andre Fleury steht natürlich auch eine harte Nuss im Kasten ihrer Gegner, doch das Sturmduo hat bereits bewiesen, dass sie ihn knacken können. So müssen sie weitermachen, wenn dann noch die restlichen Spieler beginnen zu treffen, dürfte es schwierig für Crosby und Co werden. Zwar waren die beiden "nur" für sieben der 35 Torschüsse verantwortlich, doch sie waren die einzigen, die Fleury überwinden konnten.

In der Abwehr und im Penaltykilling zeigten sie bereits überragende Leistungen, Craig Anderson hält im Tor alles, was zu halten ist und sie haben einen Weg gefunden die großen Stars im Angriff der Pens über weite Strecken aus dem Spiel zu nehmen. Damit sind sie auf jeden Fall wieder ein harter Gegner, wenn am Montag Spiel zwei der Serie ansteht.

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