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Ovechkin zeigt erstmals seine Paradedisziplin

Der Kapitän der Washington Capitals erzielte gegen die Nashville Predators seine ersten beiden Powerplaytore der Saison

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Ovechkins Handgelenkschuss

WSH@STL: Ovechkin trifft gleich zum Saisonauftakt

Capitals Alex Ovechkin täuscht einen Schuss an und läuft um einen Verteidiger herum, ehe den Puck an Jordan Binnington vorbei einschießt

  • 00:56 •

Schlechte Nachrichten für den Rest der NHL. Der gefährlichste Powerplay-Spieler der Welt ist erneut auf der Jagd nach Toren. Alex Ovechkin erzielte bei der 5:6-Auswärtsniederlage seiner Washington Capitals gegen die Nashville Predators seine ersten beiden Überzahltore der Saison.

Der 34-jährige Stürmer ist der mit Abstand beste Torschütze unter allen aktiven Spielern. Zu Beginn seiner 15. NHL-Saison kommt er in 1089 Spielen auf 661Tore, 108 mehr als der zweitplatzierte Patrick Marleau. 

In über 100 Jahren NHL-Geschichte erzielten nur zwölf Spieler mehr Tore. Von diesen sind bis zu sieben Spieler noch in dieser Saison für ihn in Reichweite. 

Seine Spezialität ist aber ohne jeden Zweifel das Powerplay. Haben die Capitals wenigstens einen Mann mehr auf dem Eis, positioniert er sich meist für den Direktschuss hoch am linken Bullykreis. 

 

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Haben die Capitals diese Position gefunden, ist es für die verteidigende Mannschaft oft schon zu spät. Aus dieser Situation heraus traf der Russe bereits so oft, dass die Position nur noch als Ovi's Office, Ovechkins Büro, bekannt ist. 

Dabei hilft ihm sein überragender Schlagschuss, mit dem er 2018 die NHL Skills Competition um den härtesten Schuss mit 101,3 Meilen pro Stunde (163 km/h) gewann. Besonders beeindruckend ist aber, dass keine Abwehr und kein Torhüter ein Mittel gegen ihn zu finden scheinen, so dass er immer wieder trifft.

Die Capitals haderten vor dem Spiel gegen die Predators mit ihrem Powerplay. Bei 16 Chancen trafen sie zwei Mal, eine Quote von 12,5 Prozent und Platz 22 im ligaweiten Vergleich. Das liegt weit unter dem Anspruch der Capitals. Seit der Saison 2011/12 beendeten sie eine Saison nie mit einer Quote von weniger als 20 Prozent.

"Da müssen wir uns auf jeden Fall verbessern, kein Zweifel", so Trainer Todd Reirden. "Gegen Dallas und Carolina waren wir näher dran. Aber bei vier gegen drei und fünf gegen drei müssen wir die Chancen einfach verwerten."

Das war Ovechkins Stichwort. Seine Effizienz brachte ihm in jeder der vergangenen sechs Spielzeiten mindestens 17 Powerplaytore ein. Eine konstante Ausbeute, von der jeder andere Spieler nur träumen kann. Außer ihm traf in dieser Zeit niemand in mehr als einer Saison 17 Mal oder öfter.

"Wir wissen alle, wen wir als Schützen haben wollen", erklärte Teamkollege John Carlson. "Er ist vielleicht der beste Torjäger aller Zeiten."

Wie gefährlich Ovechkin ist, ist natürlich längst bekannt, was seinen Job sicherlich nicht einfacher macht. Ob bei gleicher Spielerzahl oder im Powerplay, er ist stets das Ziel Nummer eins der gegnerischen Verteidiger, was wohl auch erklärt, warum er fünf Spiele bis zu seinem ersten Powerplaytor brauchte. Das war zuletzt in der Saison 2015/16 der Fall. 

"Diese Saison haben die Gegner Ovi aggressiver verteidigt", erklärte Reirden. "Es ist kein Geheimnis, dass die anderen Mannschaften ihn in diesen Situationen aus dem Spiel nehmen wollen." 

Sie versuchen es seit Jahren und sie scheitern immer wieder mit diesem Ansinnen. Dadurch sammelte Ovechkin bereits 249 Tore im Powerplay und steht nicht nur ein Tor vor dem Meilenstein von 250 Toren, er ist auch nur noch sechs Treffer davon entfernt Teemu Selanne als drittbesten Powerplay-Torschützen aller Zeiten einzuholen. 

 

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Sollte der Russe diese Saison 18 Tore sammeln, würde er mit Brett Hull auf Platz zwei gleichziehen und wäre nur noch neun Treffer hinter Dave Andreychuk, der mit 274 Toren den Rekord hält. 

Mit seinen insgesamt drei Erfolgserlebnissen und zwei Powerplay-Toren führt der Russe die Capitals in beiden Kategorien an, ein gewohntes Bild. Sein eines Tor aus den ersten vier Spielen war für ihn vielleicht noch nicht seine typische Ausbeute, doch jetzt zeigte er, dass er auch mit 34 Jahren immer noch über die gleichen Qualitäten verfügt, die ihn zu einer lebenden Legende machten und ihm die Wahl unter die 100 besten Spieler aller Zeiten einbrachten.
 

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