Tim Stutzle #18 of the Ottawa Senators skates against the Florida Panthers on April 9, 2026, at Canadian Tire Centre in Ottawa, ON, Canada. (Photo by Richard A. Whittaker/Icon Sportswire via Getty Images)

In der NHL spitzt sich das Rennen um die Stanley Cup Playoffs weiter zu. Diesem Druck halten die Ottawa Senators in den letzten Wochen beeindruckend gut stand. Am Donnerstag landeten die kanadischen Hauptstädter im heimischen Canadian Tire Centre einen 5:1-Erfolg gegen die Florida Panthers. Für Ottawa war es der dritte Sieg in Serie sowie der vierte aus den letzten fünf Spielen.

„Unser Ziel ist immer noch dasselbe. Solange es nicht erreicht ist, wollen wir weiter drücken und uns auf jedes einzelne Spiel fokussieren“, sagte Senators-Verteidiger Thomas Chabot, der sein Comeback gab.

Ottawa zeigt keine Nerven und startet stark

Wie wichtig der Sieg gegen Florida war, zeigte sich beim Blick auf die Ergebnisse aus den Parallelspielen: Mit den Detroit Red Wings (6:3 gegen die Philadelphia Flyers) und den New York Islanders (5:3 gegen die Toronto Maple Leafs) fuhren zwei direkte Konkurrenten Punkte ein. Ottawa aber erledigte seine Hausaufgaben gegen die Panthers.

„Es war nicht immer schön, aber wir sind drangeblieben und haben uns durchgekämpft“, sagte Abwehrmann Jake Sanderson. „Wir spielen zwar gegen Teams, die aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden sind, aber viele Jungs dort spielen für ihren eigenen Erfolg und dadurch hart. Man kommt also nicht an diesen Spielen vorbei.“

Genau dies gelang durch einen guten Start: Drake Batherson im Powerplay nach 6:49 Minuten und Fabian Zetterlund nach 17:00 Minuten sorgten für eine leistungsgerechte 2:0-Führung.

„Nun, wir haben viel darüber gesprochen, wie wir in Führung liegend spielen wollen, nicht passiv zu sein, sondern aggressiv. Ich glaube, wir haben das sehr gut verstanden, schon seit der letzten Saison“, lobte Senators-Trainer Travis Green. „Mir hat unser erstes Drittel wirklich gut gefallen. Im zweiten haben wir den Fuß ein wenig vom Gas genommen, es im dritten Drittel aber wieder voll durchgedrückt.“

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Ottawa Senators und den Florida Panthers

Vollgas im dritten Drittel: Zetterlund wird zum Doppelpacker

Nach einem torlosen Mittelabschnitt baute Artem Zub 3:03 Minuten nach Wiederbeginn den Vorsprung auf 3:0 aus.  

„Unser erstes Drittel war gut, im zweiten Drittel haben wir nicht mehr so hart gespielt. Im dritten Drittel haben wir wieder die Kontrolle übernommen“, erzählte Chabot den Verlauf der Partie in Kürze nach. „Sie haben zwar noch einmal spät getroffen, ansonsten haben wir aber nichts zugelassen.“

Jesper Boqvist erzielte diesen späten Ehrentreffer für Florida (55.). Ottawa hingegen hatte noch nicht genug: Claude Giroux erhöhte per Empty-Net-Treffer auf 4:1 (57.), Zetterlund avancierte zum Doppelpacker und besorgte den Endstand (58.).

„Ich will die einfachen Dinge richtig machen, hart um die Pucks kämpfen und meinen Schuss nutzen. Das hat funktioniert“, befand Zetterlund (2-0-2, +2, zwei Torschüsse, ein Check, zwei Blocks), dessen vierte Reihe zusammen mit Lars Eller (0-1-1, +2, ein Check) und Warren Foegele (0-0-0, +2, ein Schuss, drei Checks, ein Block) einen guten Eindruck hinterließ. 

„Wir müssen 82 Spiele spielen plus Playoffs. Da brauchst du jeden Einzelnen und alle vier Reihen. Wir haben hart gearbeitet, den Puck tief gespielt und sind an die Arbeit gegangen. Das hat sich ausgezahlt“, sagte Zetterlund. „Es ist großartig und immer schön, wenn man belohnt wird. Es waren zwei wichtige Punkte für die Mannschaft. Das ist ein tolles Gefühl.“

Stützles Punkteserie endet - Comeback von Chabot

Der deutsche Nummer-1-Center Tim Stützle blieb bei 16:49 Minuten Eiszeit ohne Scorerpunkt (vier Torschüsse, ein Block, 50 Prozent gewonnene Faceoffs), weshalb seine persönliche Scoring-Serie zu Ende ging. In den vorausgegangenen drei Partien hatte der 24-Jährige aus Viersen sechs Punkte markiert (2-4-6; 2,0 Punkte/Spiel).

Stabilisierend auf die Defensive wirkte Abwehrchef Chabot, der in seinem ersten Spiel seit dem 23. März gleich 21:16 Minuten Eiszeit abspulte.

„Die Mannschaft hat auch ohne mich gut gespielt, also willst du nichts kaputt machen. Es ist schön, zurück zu sein und das Spiel gewonnen zu haben“, atmete Chabot durch. „Der Sieg ist alles, was zu diesem Zeitpunkt der Saison zählt.“

TBL@OTT: Tim Stützle trifft und liefert zwei Assists beim 6:2-Erfolg der Senators

Gute Karten im Herzschlagfinale

Die Senators (42-27-10) sind Fünfter in der Atlantic Division und belegen den zweiten und damit letzten Wildcard-Platz in der Eastern Conference. Der Rückstand auf die Boston Bruins (43-26-10) beträgt zwei Punkte, der Vorsprung auf die Detroit Red Wings (41-29-9) und New York Islanders (43-31-5) je drei sowie auf die Columbus Blue Jackets (39-28-12) vier Zähler. 

Für Ottawa spricht sowohl der „Tiebreaker“ durch starke 36 Siege nach regulärer Spielzeit (bei Punktgleichheit zählt als nächstes der in der Tabelle mit „RW“ gekennzeichnete Wert für „Regulation Wins“) als auch die Form: Seit dem 25. Januar zählen die Senators zu den drei besten NHL-Teams (28 Spiele, 19-6-3, 73,2 Punktprozent, 102:67 Tore, 24,7 Prozent im Powerplay, 82,4 Prozent im Penalty Killing).

„Es ist schön, gewonnen zu haben, aber auch so gespielt zu haben, wie wir uns das vorgenommen hatten“, findet Sanderson das perfekte Schlusswort. „Wir wollen natürlich die Punkte haben, aber auf der Zielgerade der Saison wollen es auf die richtige Weise machen.“

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