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Im Oktober: Der herausragende Start von Leon Draisaitl im Schatten von McDavid

Eine Ausnahmesaison im Blick

Der Start von Leon Draisaitl in die Spielzeit 2026/27 könnte kaum besser sein. Der Angreifer der Edmonton Oilers liegt nach 13 Spielen bei 12 Toren und 12 Vorlagen und damit sowohl bei den Treffern als auch bei den Punkten auf dem zweiten Rang in der NHL. Er ist damit auf Kurs für eine Saison mit 151 Punkten, was seinen bisherigen Bestwert von 128 (2022/23) um 23 Zähler übertreffen würde.

Trotz der herausragenden Werte ist Draisaitl bei den Oilers nicht der Akteur im Zentrum des Scheinwerferlichts. Connor McDavid übertrumpft den deutschen Superstar noch deutlich und liegt nach 13 Partien bei 36 Punkten (8-28) und damit auf Kurs für eine Saison mit 227 Zählern. Sollte er dieses Tempo beibehalten, würde er den bisherigen Bestwert von Wayne Gretzky (215 – 1985/86) übertreffen.

Die Basis des Draisaitl-Starts

Mit seinen 48 Torschüssen gehört Draisaitl zum 99. Perzentil bei den Abschlüssen. Bemerkenswert ist dabei auch seine Schussquote von 25 Prozent, die den Ligadurchschnitt unter den Stürmern (13,2 Prozent) deutlich übertrifft. Bis zum 26. Oktober, als er gegen die Detroit Red Wings leer ausging, hatte Draisaitl sechs Spiele in Folge getroffen, insgesamt neunmal. Es war die drittlängste Erfolgsserie seiner NHL-Karriere.

TOR@EDM: Draisaitl erzielt gegen Toronto seine Tore Nummer elf und zwölf

Die Leistung von Draisaitl bleibt trotz McDavids Rekordjagd nicht unbemerkt. Er wurde zum NHL First Star of the Week gewählt. Ein Grund dafür waren sicher auch seine fünf Überzahltreffer, mit denen er in dieser Woche die Liga anführte und den nächsten Spieler um drei Powerplaytore distanzierte.

Der Slot als Schlüssel

Die Treffer von Draisaitl beruhen nicht auf Glück, sondern auf harte Arbeit und der Bereitschaft, in die Zonen zu gehen, in denen die gegnerischen Verteidiger keinen Spaß verstehen. Neben dem 99. Perzentil bei den Schüssen gehört er auch zu den zwei Prozent an Spielern mit den meisten Abschlüssen aus dem Slot und zu den besten drei Prozent bei Versuchen aus mittlerer Distanz.

Das zahlt sich in Form von sieben Treffern aus dem Slot und damit dem geteilten ersten Rang in dieser Kategorie aus. Neben Draisaitl konnten Artturi Lehkonen, Kirill Kaprizov, Auston Matthews und Beckett Sennecke ebenso oft aus der Nahdistanz einnetzen. Draisaitl bestätigt mit diesen Werten sein Erfolgsrezept aus der Saison 2024/25, als er mit 25 High-Danger-Toren den dritten Rang in der Liga erreichte.

Draisaitl garantiert Offensivzeit

Eine Statistik, die sehr deutlich den Wert von Draisaitl zeigt, ist die Verteilung der Zeit in den verschiedenen Zonen des Eises. Während 50,4 Prozent seiner Eiszeit befinden sich die Oilers in der Angriffszone und nur 33 Prozent in der Defensive. Beides bringt den Deutschen in das beste Prozent der Liga. In der NHL sorgen nur Jackson Blake (51,4 Prozent) und Shayne Gostisbehere (51,3 Prozent) von den Carolina Hurricanes für mehr Angriffszeit als Draisaitl.

Die Statistiken zeigen, dass Draisaitl es versteht, den Puck nicht nur zu kontrollieren und in der Offensivzone zu halten, sondern aus dieser Dominanz auch gefährliche Situationen zu generieren. Mit Draisaitl steht der Team-SAT-Prozentwert bei 61,6 (Bestwert der Oilers), und seine 14,99 Schussversuche pro 60 Minuten sind Angreifer-Bestwert in Edmonton.

Ein wichtiger Faktor dabei ist auch die Reihensituation in Edmonton. Seit Saisonbeginn laufen McDavid und Draisaitl in einer gemeinsamen Formation auf. Trainer Mike Babcock weicht auch in der aktuell angespannten Verletzungssituation nicht von diesem Plan ab und setzt Draisaitl weiter überwiegend als rechten Flügelstürmer ein.

CAR@EDM: Draisaitl und McDavid an allen fünf Toren der Oilers beteiligt

Durch das starke Zusammenspiel der beiden Superstars dominiert die Formation den Gegner in vielen Fällen klar und sorgt auch in Überzahl für viel Gefahr vor dem Tor der Kontrahenten.

Superstars und Teamerfolg

Die herausragenden Leistungen der beiden Top-Spieler der Oilers spiegeln sich auch in der Tabelle wider. Nach 13 Spielen rangieren sie mit einer 9-2-2-Bilanz und 20 Punkten auf dem zweiten Rang der NHL und führen die Western Conference, vor den punktgleichen Minnesota Wild, an.

Draisaitl ist dabei drauf und dran, seinen vier Spielzeiten mit mindestens 50 Toren eine weitere hinzuzufügen und schielt dabei auf die Maurice ‚Rocket‘ Richard Trophy für den Spieler mit den meisten Treffern in einer Saison. Und trotz der Top-Werte von Draisaitl bleibt das bisherige Kuriosum der Saison, dass er bei Kurs auf 151 Punkte im Schatten von McDavid steht.

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