de intl 10-29

International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de, in der schwerpunktmäßig über Spieler mit NHL-Bezug aus den wichtigen europäischen Ligen berichtet wird. Dabei richtet sich der Fokus auf Akteure aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Dank einer überragenden Vorstellung ihres Kapitäns Marc Michaelis haben die Adler Mannheim in der PENNY DEL einen spektakulären Auswärtserfolg gegen die Kölner Haie gelandet. Er schnürte einen Doppelpack und hatte auch in der entscheidenden Szene des Matches seine Finger im Spiel. In der Schweizer National League feierte der lange verletzte Philipp Kurashev vom Lausanne HC seine Torpremiere in dieser Saison.

Michaelis legt Drei-Punkte-Spiel für die Adler hin

Mit seinen zwei Toren und einem Assist besaß Marc Michaelis großen Anteil am Auswärtssieg der Adler Mannheim gegen die Kölner Haie am Dienstag. 6:5 n.V. lautete das Endergebnis. Zum Siegtor in der Overtime lieferte der Kapitän die Vorlage. Zuvor hatte er den Ausgleich zum 3:3 und 4:4 erzielt.

„Das war ein wildes Spiel und fürs Publikum natürlich schön anzuschauen wegen der vielen Tore. Leider sind uns einige Fehler unterlaufen, die nicht passieren sollten. Aber letztendlich sind wir glücklich, dass wir das Spiel noch für uns entschieden haben“, sagte Michaelis nach Spielschluss im Interview mit den vereinseigenen Medien. Dass sein Name erstmals in der aktuellen Saison in der Torschützenliste auftauchte, freute ihn. „Die Chancen waren ja schon in den Spielen davor da. Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten platzt“, kommentierte er den Doppelpack gegen die Haie.

Bereits am Freitag beim 3:0-Heimerfolg gegen die Schwenninger Wild Wings zählte Michaelis zu den Scorern der Adler. Er steuerte die Vorlage zum 1:0-Führungstreffer bei. Nach sieben Einsätzen sind für ihn fünf Punkte (zwei Tore, drei Assists) verzeichnet.

Tom Kühnhackl fehlte in der Partie gegen Schwenningen. In Köln ging er leer aus, was Scorerpunkte anbelangte.

Michaelis_01

Rieder gelingen zwei Assists

Zwei Siege nach 60 Minuten fuhr in der vergangenen Woche der EHC Red Bull München ein. Am Freitag gab es ein 3:2 vor eigenem Publikum gegen die Iserlohn Roosters. Zwei Tage später folgte ein 4:2 bei den Krefeld Pinguinen. In dieser Begegnung trug sich Tobias Rieder mit zwei Assists in den Spielberichtsbogen ein. Bei seinen drei vorangegangenen Auftritten hatte er nicht gepunktet. Nach zwölf Auftritten sind für ihn acht Zähler (vier Tore, vier Assists) registriert.

Derweil ist die Verletztenliste bei den Red Bulls um einen prominenten Namen länger worden. Torwart Mathias Niederberger fällt wegen einer Unterkörperverletzung voraussichtlich bis Jahresende aus. Im Lazarett befinden sich zudem mit Dominik Kahun und Chris DeSousa zwei der besten Stürmer.

Defensive der Eisbären kaum zu überwinden

Die Eisbären Berlin bestechen weiterhin durch ihre herausragende Defensivarbeit. Bei den zwei Erfolgen zu Hause gegen die Augsburger Panther (2:1) und in Schwenningen (4:1) zeigten die beiden Torleute Jonas Neffin und Jack LaFontaine wiederum starke Leistungen. Neffin stand gegen Augsburg zwischen den Pfosten und feierte seinen siebten Sieg in seinem achten Saisonspiel. Fünfmal gelang ihm dabei ein Shutout. Alles in allem musste er bis dato nur sechsmal hinter sich greifen. Seine Fangquote beläuft sich auf 97,09 Prozent.

Lean Bergmann arbeitet nach seiner schweren Verletzung aus der Vorsaison weiter am Comeback. Tobias Krestan blieb zuletzt zweimal ohne Punkte, er durfte sich aber über die Nominierung für drei Testspiele mit der U20-Nationalmannschaft in der kommenden Woche in Finnland freuen.

ZSC Lions ziehen unbeirrt ihre Kreise

Um die ZSC Lions zu erspähen, brauchen die anderen Teams der National League mittlerweile ein Fernglas. Nach 16 Spielen und 15 Siegen haben die Zürcher 42 von 48 möglichen Punkten gesammelt. Der Vorsprung auf die Teams an zweiter und dritter Stelle beträgt bereits satte 13 Zähler. In den zurückliegenden Tagen gewann der Spitzenreiter seine drei Partien in der regulären Spielzeit. Alle fünf früheren Schweizer NHL-Spieler in Reihen der ZSC Lions erschienen in unterschiedlicher Konstellation auf dem Scoresheet.

Los ging es am Freitag mit einem 3:2 gegen die SCL Tigers. Im Duell Erster gegen Zweiter verbuchten Tim Berni, Denis Malgin und Sven Andrighetto jeweils einen Assist. Am Sonntag folgte ein souveräner 5:1-Auswärtstriumph gegen den Genève-Servette HC mit einem Tor von Andrighetto, zwei Assists von Malgin und einem von Dean Kukan. Am Dienstag beim 4:1 beim SC Bern traf Yannick Weber einmal ins Schwarze. Es war das erste Saisontor des Verteidigers.

Malgin führt die teaminterne Scorerwertung mit 22 Punkten (5 Tore, 17 Assists) an. Andrighetto folgt unmittelbar dahinter mit 18 Zählern (4 Tore, 14 Assists).

Erster Treffer für Kurashev

Seine Torpremiere in der laufenden Saison erlebte auch Philipp Kurashev vom Lausanne HC. Er markierte am Samstag beim 2:0-Heimsieg gegen Fribourg-Gottéron mit dem 1:0 zugleich den Game Winner. Ansonsten hatten die Westschweizer wenig Grund zur Freude. Beim EV Zug (1:4) am Freitag und am Dienstag daheim gegen die SCL Tigers (3:9) setzte es zwei Niederlagen.

Zwei Tore von Rohrer, drei Punkte von Hofmann

Mit Vinzenz Rohrer und Grégory Hofmann machten zwei Stürmer des EV Zug mit je einem Mehrfachpunktespiel auf sich aufmerksam. Der von den Montreal Canadiens an den EVZ ausgeliehene Rohrer traf beim 4:1 gegen Lausanne zweifach und stockte sein Scorerkonto auf 13 Punkte (sieben Tore, sechs Assists) auf. Hofmann glänzte am Dienstag beim 7:2 zu Hause gegen den HC Lugano mit einem Tor und zwei Vorlagen. Für ihn sind nunmehr insgesamt sieben Punkte (fünf Tore, zwei Assists) verzeichnet. Zwischen den beiden Erfolgen der Zuger lag die 0:5-Schlappe am Samstag beim EHC Biel-Bienne.

Bertschy trifft ins verwaiste Tor

Beim 3:1-Sieg gegen den HC Davos am Dienstag stellte Christoph Bertschy von Fribourg-Gottéron per Empty-Netter den Endstand her. Es war sein neuntes Saisontor. Mit dieser Ausbeute ist er der erfolgreichste Torjäger seiner Mannschaft zum aktuellen Zeitpunkt.

Verwandte Inhalte