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Senators trübe Stimmung vor der großen Party

Ottawa enttäuschte zuletzt zu häufig um dem Freiluftspektakel am Wochenende entspannt entgegenzusehen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die Ottawa Senators haben in Kürze die große Ehre Gastgeber des mit Spannung erwarteten Scotiabank NHL100 Classic 2017 zu sein, das am 16. Dezember in der kanadischen Hauptstadt stattfinden wird. Das ungeduldig erwartete Freiluftspiel zwischen den Montreal Canadiens und den 'Sens bildet den Höhepunkt der ausgiebigen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der NHL in diesem Jahr.

Ein unvergessliches Highlight ihrer Karriere steht allen Aktiven und auch den Millionen von Beobachtern am Wochenende ins Haus, wenn unter freiem Himmel der runde Ligageburtstag in würdigem und wahrhaft ungewöhnlich großem Rahmen gefeiert wird.

Das ist eigentlich Grund genug zu uneingeschränkter Freude für alle Beteiligten, doch rund um das Franchise aus Ottawa sammelten sich zuletzt bedrohliche dunkle Wolken. Sportlich agiert das Team schon seit Wochen weit unter den Erwartungen, nachdem sie im Frühjahr erst im Eastern Conference Finale gegen den späteren Titelträger, die Pittsburgh Penguins, denkbar knapp, in sieben Spielen mit 3:4 Siegen, unterlagen.

Aktuell sieht es für die Senators nicht nach einer Playoffqualifikation aus, auch wenn das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Ungetrübte Vorfreude auf die große Show vor den Augen der Weltöffentlichkeit dürfte in Ottawa derzeit nicht vorherrschen.

Etwas versüßt wird die trübe Gedankenwelt der Sens durch den mühsamen 3:2-Erfolg vom Mittwoch gegen die New York Rangers. Bobby Ryan durfte sich dabei über einen Treffer und einen Assist freuen und Goalie Craig Anderson überzeugte mit 27 Saves. Im heimischen Canadian Tire Centre endete für die Sens eine fünf Spiele andauernde Niederlagenserie (0-4-1). Es war zudem erst ihr zweiter Sieg aus den vergangenen 14 Begegnungen (2-10-2).

Ryan äußerte sich nach dem Spiel bereits im Hinblick auf das am Wochenende anstehende Eishockeyfest. Er gab sich optimistisch, dass dieser Erfolg die Zweifel, die während des langen, sieben Partien umfassenden Roadtrips, angesichts einer Bilanz von 1-5-1, aufgekommen waren, ein Stück weit weggewischt wurden - auf den letzten Drücker sozusagen.

"Wir haben zuletzt mehr von uns erwartet, verschenkten auf dieser Auswärtstour einige Punkte. Dementsprechend mussten wir nach 15 Tagen in der Fremde unbedingt unser Heimspiel gewinnen. Das hat zum Glück geklappt und war sehr, sehr wichtig. Nach der Schlusssirene war ich, wie viele andere hier, sehr erleichtert. Dieser Sieg gibt uns jetzt neues Selbstvertrauen."

Endlich können sich alle auf das große Fest am Wochenende konzentrieren. Spieler und Fans erwartet dort ein spektakulär hergerichtetes Stadion, das von der Größe her sogar für das Guiness Buch der Rekorde geeignet wäre.

Ottawas Teamkapitän Erik Karlsson ließ gegenüber NHL.com schon einmal seiner Vorfreude freien Lauf.

"Ich bin jetzt schon neun Jahre dabei, aber so etwas habe ich bisher nie mitmachen dürfen. Ich freue mich darauf in Kürze endlich auch einmal unter freiem Himmel Eishockey spielen zu dürfen."

"Ich war zwar schon einmal auf einem zugefrorenen Teich Schlittschuhlaufen, doch ernsthaft Eishockey habe ich unter solchen Freiluftbedingungen noch nicht gespielt. Deshalb freue ich mich sehr, dass ich diese Möglichkeit bekommen werde. Und dann auch noch ausgerechnet vor unseren eigenen Fans gegen die Canadiens."

Austragungsort wird der lokale Lansdowne Park in Ottawa sein.

Die 'original' Senators und die Canadiens bestritten am 19. Dezember 1917 das Eröffnungsspiel der neu gegründeten NHL.

Am kommenden Samstag wird gleich an drei Ereignisse aus der Eishockeygeschichte erinnert: Der 100. Geburtstag der Liga, der 125. Geburtstag des Stanley Cups und das 25-jährige Jubiläum des Franchise der Senators.

Drei gute Gründe für die Sens, sich mit positiven und durchwegs optimistischen Gedanken auf die Veranstaltung zu freuen und die sportlich zuletzt schwierigen Tage erst einmal mit beruhigtem Gewissen in den Hinterkopf zu verbannen. Der Sieg gegen die Blueshirts kam zur rechten Zeit, um ihnen dies zu ermöglichen.

Jedoch sollten sich die Verantwortlichen jederzeit darüber im Klaren sein, dass es nicht nur am Samstag, um wichtige zwei Punkte für die notwendige Endrundenqualifikation geht, sondern dass auch nach der Party unverändert viel Arbeit den Beteiligten bevorsteht, so sie nicht nur Zaungast bei der nächsten großen Sause, dem Kampf um den Stanley Cup, sein möchten.

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