Am fünften Tag der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaften 2023 waren die Teams aus Österreich und der Schweiz erneut gefordert, während die DEB-Auswahl sich etwas von den jüngsten Anstrengungen erholen durfte und spielfrei hatte. Nachmittags traf die Auswahl Österreichs auf Dänemark und kassierte den nächsten sportlichen Rückschlag. Am Abend hatte die Schweiz mit der Vertretung Kasachstans keine Mühe und siegte mit 5:0.
Österreich kassiert bei der Eishockey-WM 2023 den nächsten Rückschlag
Gegen Dänemark unterliegt das Team mit 2:6 - Die Schweiz hat beim 5:0 gegen Kasachstan keine Mühe

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Dänemark - Österreich 6:2 (1:0/1:1/4:1)
Niklas Andersen hatte mit einem Tor und zwei Vorlagen am 6:2-Sieg Dänemarks gegen Österreich einen erheblichen Anteil und sorgte durch seine starke Leistung mit dafür, dass sein Team in Tampere ungeschlagen blieb. Dänemark hat zum ersten Mal in der Geschichte der IIHF Weltmeisterschaft drei Spiele in Folge gewonnen.

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Nikolaj Ehlers, der in dieser Saison bei den Winnipeg Jets in der NHL mit Verletzungen zu kämpfen hatte, verlängerte seine Torserie auf drei Spiele und steuerte zudem eine Vorlage bei. Auf der anderen Seite gelang Peter Schneider ein Tor und eine Vorlage für Österreich. Der dänische Torwart Frederik Dichow zeigte erneut eine gute Leistung. David Kickert wurde im Tor der Österreicher hingegen gegen Spielende regelrecht von den gegnerischen Angreifern überrannt.
Ehlers sorgte mit seinem vierten Turniertreffer in der 10. Minute für den ersten Treffer des Nachmittags, als er einen missglückten Klärungsversuch der Österreicher im Slot abfing und an Kickerts rechtem Schlittschuh vorbei schoss. Dominique Heinrich hätte in der Folgezeit beinahe den Ausgleich erzielt, als er einen Schuss vom Punkt an den linken Pfosten von Dichow setzte. Österreich glich den Spielstand kurz darauf in der 28. Minute im Powerplay aus, als Heinrichs Flachschuss vom rechten Schlittschuh von Kapitän Thomas Raffl unhaltbar in den Knick abgefälscht wurde.
Andersen stellte die dänische Führung in der 34. Minute wieder her. Felix Scheel gab die Scheibe in dieser Szene gekonnt an Mikkell Aagard weiter. Dieser passte sie weiter zu Andersen, dessen schneller Schuss Kickert über den Handschuh flog. In der 47. Minute erzielte Kapitän Jesper Jensen Aabo mit einem Heber das 3:1 für Dänemark. Schneider antwortete zwei Minuten später für Österreich, als er eine schöne Rückhandvorlage von Marco Rossi ins Netz beförderte. Doch Nicklas Jensen sorgte mit seinem fünften Powerplay-Tor im Turnier für die 4:2-Führung der Dänen (52., pp). Mattias Lassen und Patrick Russell sorgten in den letzten sieben Minuten mit weiteren Treffern der Dänen für den Endstand. Österreich musste ohne Verteidiger David Reinbacher auskommen, der sich im Spiel gegen Schweden verletzt hatte.
Schweiz - Kasachstan 5:0 (1:0/2:0/2:0)
Mit einem beeindruckenden und dominanten 5:0-Sieg über Kasachstan in Riga setzte die Schweiz ihre Siegesserie bei diesem Turnier fort. Der Sieg bringt den Eidgenossen neun Punkte bei drei regulären Siegen, was für den ersten Platz in der Gruppe B reicht. Durch die Niederlage kommen die Kasachen auf eine Bilanz von 0-1-0-2.
Gestärkt durch zwei Shutout-Siege und die Neuzugänge Kevin Fiala und Damien Riat legten die Schweizer schwungvoll los. Alleine im ersten Drittel lautete das Torschussverhältnis 17:4. Ein frühes Tor nach 4:48 Minuten verlieh dem Team zusätzlichen Schwung. Gaetan Haas schoss von der blauen Linie, und Andrey Shutov holte einen Abpraller heraus, den Tobias Geisser problemlos in den Kasten beförderte.
Die Schweizer blieben auch danach am Drücker, hatten das einzige Powerplay des Drittels und hielten den Puck von Leonardo Genoni fern, womit sie ihre Shutout-Serie zu Beginn des Turniers auf sieben Drittel ausbauten. Kurz nach dem Beginn des zweiten Spielabschnitts parierte Shutov gekonnt einen Schuss von Enzo Corvi aus nächster Nähe.
Die Schweizer erzielten in der 28. Minute das 2:0, welches mit einem Weitschuss eingeleitet wurde, der von Fabrice Herzog nach vorne abgefälscht wurde. Drei Minuten später stand es 3:0, und die Schweizer bewegten den Puck mit steigendem Selbstvertrauen und Tempo. Diesmal war es ein schneller Steal von Herzog hinter dem kasachischen Tor, der den Spielzug einleitete. Tanner Richard eroberte den Puck und spielte einen Pass in den Slot, wo Riat mit einem gekonnten Schuss Shutov überwand.
44 Sekunden nach Beginn des dritten Drittels erzielten die Favoriten in einem Powerplay den nächsten Treffer. Nino Niedereiter zog zunächst eine Strafe und schoss dann selber das Tor zum 4:0. Er nahm in dieser Szene einen Pass von der Seite von Denis Malgin an und zirkelte einen One-Timer erfolgreich in die Maschen. Das fünfte Tor erzielten sie durch ein sehenswertes Zusammenspiel. Diesmal schoss Sven Senteler auf den Kasten der Kasachen und Romain Loeffel verwertete den Abpraller erfolgreich zum Endstand.
\[Komplette Berichterstattung von NHL.com/de von der IIHF Weltmeisterschaft 2023 aus Riga, und Tampere\]
Die weiteren Spiele am Dienstag:
Gruppe A
Frankreich - Ungarn 2:3 n.V. (1:1/1:1/0:0/0:1)
Ungarn hat mit einem Sieg nach Verlängerung gegen Frankreich die Tabelle in der Gruppe A noch spannender gemacht. Der Erfolg vom Dienstag bringt die Magyaren auf zwei Punkte und auf den sechsten Tabellenplatz. Die ersten beiden Spiele des Turniers waren für die Ungarn vielversprechend, aber ohne Punktgewinne geblieben. Am Dienstag haben sie das dank der Tore von Bence Stipsicz, Vilmos Gallo und dem Siegtreffer von Istvan Bartalis in der Verlängerung korrigiert. Es war Ungarns ersten Sieg in diesem Turnier - und erst der zweite in der höchsten Spielklasse der Weltmeisterschaft seit den 1930er Jahren. Der Erfolg könnte auch für die Chancen der Mannschaft auf den Verbleib in dieser Spielklasse von großer Bedeutung sein, da sie in der Tabelle nun vor Österreich (1 Punkt) und Deutschland (0 Punkte) liegt
Gruppe B
Slowenien - Norwegen 0:1 (0:1/0:0/0:0)
Nachdem die Norweger einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt und ihr Auftaktspiel gegen Kasachstan im Shootout verloren hatten und anschließend eine Niederlage nach regulärer Spielzeit gegen die Schweiz hinnehmen mussten, war ihnen klar, dass sie das dritte Spiel gegen Aufsteiger Slowenien unbedingt gewinnen mussten. Dieses Ansinnen setzten sie am Dienstagnachmittag auch erfolgreich in die Tat um. Thomas Berg-Paulsen erzielte in der 15. Minute das einzige Tor des Spiels, und Torhüter Henrik Haukeland wehrte alle 18 Schüsse der Slowenen ab. Auf der anderen Seite wehrte Goslie Gasper Kroselj 28 von 29 norwegischen Schüssen auf seinen Kasten erfolgreich ab.

















