"Das Tor in Unterzahl war eine Erlösung für uns. Wir haben alles gegeben, um das Spiel zu gewinnen. Es wäre wirklich ärgerlich gewesen, wenn wir auf irgendeine Weise doch noch verloren hätten", sagte Hischier nach dem Auswärtserfolg in der PPG Paints Arena. "Wir haben so hart gekämpft, wie nur möglich und sind zweimal zurückgekommen. Das war auf jeden Fall ein Charaktersieg. Außerdem hatten wir diesmal auch das nötige Glück. So wie heute müssen wir weitermachen."
Die Devils machten zweimal einen Rückstand wett, bevor sie auf die Siegerstraße einbogen. Jack Hughes egalisierte im Powerplay das 0:1 von Evgeni Malkin und Dougie Hamilton besorgte den 2:2-Ausgleich, nachdem Jeff Carter die Penguins erneut nach vorne gebracht hatte. Danach traf Hischier im Penalty Killing, bevor Hughes mit seinem zweiten Treffer fünf Sekunden vor Schluss den Sack mit einem Empty-Net-Goal zumachte.
Hischier war gegen die Penguins in allen Situationen gefordert. Er stand insgesamt 23:13 Minuten auf dem Eis, davon 6:03 im Powerplay und 6:51 im Penalty Killing. "Heute war eines der Spiele, bei dem wir ihn sogar in Unterzahl einsetzen mussten. Er hat alles in die Waagschale geworfen und ein wichtiges Tor geschossen", würdigte Trainer Lindy Ruff den Mannschaftsführer.
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Bei seinem Shorthander hatte sich Hischier auf der rechten Seite davongestohlen und vom Bullykreis aus eiskalt vollstreckt. Es war sein 15. Tor in der laufenden Saison und sein zweiter Treffer hintereinander.
Im Duell der beiden Kontrahenten aus der Metropolitan Division ging es intensiv zur Sache. Alles in allem verhängten die Referees 30 Strafminuten, davon 18 gegen die Devils und zwölf gegen die Penguins. Einmal musste auch Hischier auf die Strafbank, was in der Regel äußerst selten vorkommt. Er hatte einen Gegenspieler behindert. Es war erst die zweite Hinausstellung des Wallisers in der laufenden Saison.
"Das Spiel verlief ziemlich hektisch", räumte Hischier ein. "Wir mussten etliche Strafzeiten überstehen. Diesmal ist es gutgegangen, aber jeden Abend sollten wir es nicht darauf ankommen lassen. Sonst wird es irgendwann schwer zu gewinnen."
Die Devils haben in dieser Spielzeit schon vier Tore im Penalty Killing erzielt. Kurioser Fakt am Rande: In jeder Begegnung, in der sie in Unterzahl erfolgreich waren, gelang ihnen auch ein Treffer im Powerplay und mindestens einer bei gleicher Teamstärke.
Der meistbeschäftigte Akteur von New Jersey im Match gegen die Penguins war Verteidiger Damon Severson. Er brachte es auf eine Präsenz von 30:41 Minuten und verpasste damit seine persönliche NHL-Bestmarke von 30:56 nur um 15 Sekunden. "Man denkt nicht groß darüber nach, sondern spielt einfach. Heute hatte ich mit den Special Teams viel zu tun und es ist schön, dass wir gewonnen haben", gab der Blueliner zu Protokoll.
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Jonas Siegenthaler verrichtete mit 26:53 Minuten Eiszeit ebenfalls Schwerstarbeit in Reihen der Devils. Der Zürcher fiel aber nicht nur durch seine Defensivleistung auf. Am Ausgleichstor von Hamilton war er mit dem Secondary Assist beteiligt.
Devils-Coach Ruff zeigte sich angetan von den Darbietungen der Leistungsträger im Team. "Die Jungs haben richtig gut gespielt und uns damit zum Erfolg geführt", betonte er.
Nach dem Erfolg beim Divisionsrivalen haben die Devils nunmehr 48 Punkte (23-11-2) aus 36 Spielen auf dem Konto. Damit gehen sie sicher als Tabellenzweiter ihrer Gruppe ins Jahr 2023. An Silvester ist New Jersey spielfrei. Der nächste Einsatz steht am Neujahrstag auf dem Programm. Der Gegner hat es in sich. Mit den Carolina Hurricanes gibt der Spitzenreiter der Metropolitan Divison seine Visitenkarte im Prudential Center von Newark ab (So. 7 p.m. ET; NHL.tv; Mo. 1 Uhr MEZ). Das Team aus Raleigh feierte zuletzt zehn Siege hintereinander und hat darüber hinaus eine Punkteserie von 16 Partien am Laufen.