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Es könnte der wichtigste Sieg der Saison für die Oilers gewesen sein. Edmonton, das sechs der letzten neun Spiele verloren hatte, gewann ein hart umkämpftes 4:3 gegen das beste Team der NHL, die Colorado Avalanche. 

Der Unterschiedsspieler war Connor McDavid, der in der 10. Minute des Schlussdrittels den Siegtreffer erzielte. Im Powerplay gelangte der Puck über Evan Bouchard und Leon Draisaitl zu McDavid, der aus kurzer Distanz ins Tor traf.

EDM@COL: McDavid spielt einen schnellen Doppelpass mit Draisaitl und trifft im Powerplay

McDavid fehlt noch ein Punkt auf Gretzky 

McDavid war bereits zum 398. Mal in seiner Karriere an einem Führungstreffer beteiligt. Ihm fehlt nur noch ein Punkt, um mit Wayne Gretzky (399) als Franchise-Rekordhalter gleichzuziehen. 

Ebenfalls bemerkenswert: McDavid hat in 19 Auswärtsspielen hintereinander gepunktet. Die Auswärts-Serie reicht bis zum 22. November zurück. Mit seinen zwei Punkten (ein Tor, ein Assist) gegen Colorado kommt er in dieser Auswärts-Serie auf 35 Punkte (12 Tore, 23 Assists). 

Die einzigen anderen Spieler mit einer ähnlich langen Auswärtspunkte-Serie in den letzten 40 Jahren waren Wayne Gretzky (29 Spiele in der Saison 1986/87), Pat LaFontaine (22 Spiele in 1989/90), Gretzky (22 Spiele in 1985/86), Mario Lemieux (21 Spiele in 1989/90) und Patrick Kane (19 Spiele in 2018/19).

Oilers egalisieren zweimal einen Rückstand

Der Sieg gegen die Avalanche, die zuvor fünf Spiele in Serie gewonnen hatten, war hart erkämpft. Bereits im ersten Drittel gerieten sie zweimal durch die Treffer von Ross Colton (1.) und Martin Necas (16., PPG) in Rückstand. Doch die Oilers glichen beide Male durch Ryan Nugent-Hopkins (9., PPG) und Jack Roslovic (20.) aus. 

„Sie haben direkt mit dem ersten Shift ein Tor erzielt, aber wir haben gut reagiert“, lobte Trainer Kris Knoblauch. „Das war eines unserer besseren Spiele heute Abend. Wir haben sehr einfach gespielt. Und die Jungs haben richtig gut gearbeitet.“

„Es wäre leicht gewesen, aufzugeben“

Im zweiten Spielabschnitt brachte Ryan Nugent-Hopkins (25.) Edmonton in Führung. Die Avalanche konnten im Schlussdrittel durch Valeri Nichushkin (47.) zwar ausgleichen, doch McDavid sorgte für den Siegtreffer. 

„Wir sind mit der Einstellung ins Spiel gegangen, alles eng zu halten und ihnen keine einfachen Chancen zu geben. Selbst nachdem wir in Rückstand geraten sind, haben wir das ziemlich gut durchgezogen. Das hat sich für uns ausgezahlt“, sagte Nugent-Hopkins. „Es gab heute Abend viele Widrigkeiten, und es wäre leicht gewesen, einfach aufzugeben. Aber wir haben einen großartigen Job gemacht, indem wir drangeblieben sind und einander vertraut haben.“

Erfolgsfaktor Powerplay

Zwei der vier Tore von Edmonton wurden im Powerplay erzielt. Dies unterstreicht noch einmal, dass die Oilers mit einer Erfolgsquote von 33,1 Prozent über das effektivste Überzahlspiel der NHL verfügen. Selbst die Avalanche, mit einer Penalty-Killing-Quote von 82,4 Prozent das fünftbeste Unterzahl-Team der NHL, geriet an ihre Grenzen. Nur zwei der vier Powerplays von Edmonton überstanden sie schadlos. 

„Ich habe schon viele gute Penalty Killings in dieser Saison gesehen, aber meine Mannschaft hat normalerweise immer eine Antwort darauf“, lobte Knoblauch. „Ob nun Bouchard einen Schuss abgibt, Draisaitl und McDavid einen guten Spielzug kreieren oder Nugent-Hopkins und Hyman einen Weg finden, um Tore zu erzielen.“

Draisaitl nähert sich Messier

Neben McDavid und Nugent-Hopkins erwies sich Draisaitl mit seinen beiden Assists wieder als Erfolgsfaktor. In den letzten sechs Spielen hat der Kölner stets gepunktet und in dieser Zeitspanne fünf Tore sowie neun Assists verbucht. Sein Assist im ersten Drittel war sein 666. Scorerpunkt in bei Gleichzahl. Damit fehlen ihm nur noch fünf Punkte, um Mark Messier auf Platz vier der ewigen Oilers-Bestenliste zu überholen. 

Zudem absolvierte Draisaitl sein 852. Karrierespiel und überholte damit Messier in der ewigen Bestenliste der Franchise - nur Kevin Lowe (1037), Ryan Nugent-Hopkins (1015) und Ryan Smyth (971) haben mehr Spiele absolviert.

Ein Sieg, der Selbstvertrauen gibt

Die Oilers hatten bereits zwei Tage zuvor mit dem 4:2-Auswärtssieg bei den Vegas Golden Knights ein Top-Team der NHL besiegt. Dies dürfte Selbstvertrauen für den weiteren Saisonverlauf geben. „In den letzten beiden Spielen haben wir verstanden, wo wir stehen und wie wichtig diese Punkte sind, egal gegen wen man spielt“, sagte Nugent-Hopkins. 

„Wir haben heute gegen das beste Team der Liga gespielt und alles gegeben. Wir haben einen großartigen Job gemacht. Das sind Spiele, auf die du in den nächsten Monaten zurückblicken kannst, um zu verstehen, dass wir jedes Team der Liga schlagen können, wenn wir so spielen wie heute.“

Neue Serie soll gegen Dallas ausgebaut werden

Und doch stellt sich die Frage, wie gefestigt die Oilers wirklich sind. Sie haben lediglich vier der vergangenen zehn Spiele gewonnen. Mit den Siegen gegen die Golden Knights und die Avalanche haben sie erstmals seit Ende Januar wieder zwei Spiele in Serie für sich entschieden. Über die gesamte Saison gewannen sie nie mehr als drei Spiele in Folge. Und selbst drei Siege in Serie bekamen sie lediglich einmal hin - und zwar Ende Januar. 

Das Auswärtsspiel am Donnerstag (7 p.m. ET, Freitag, 1 Uhr MEZ) bei den Dallas Stars bietet die nächste Gelegenheit zur Drei-Spiele-Serie.

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