Wenn die Boston Bruins am Donnerstag (7 p.m. ET; Freitag, 1 Uhr MEZ) die San Jose Sharks im TD Garden empfangen, dann ist es für ihren Trainer kein Spiel wie jedes andere: Marco Sturm wurde im NHL Draft 1996 in der 1. Runde an 21. Stelle von den Sharks ausgewählt und schnürte von 1997 bis 2005 die Schlittschuhe für San Jose. Im November 2005 wurde er in einem Blockbuster-Trade zusammen mit Brad Stuart und Wayne Primeau gegen Joe Thornton zu den Bruins getauscht.
„Als ich damals getradet wurde, war ich ganz schön traurig, denn ich wollte eigentlich nicht weg, so sehr hat es mir dort gefallen“, sagte Sturm am Mittwoch. „Bis heute ist es weniger geworden, denn es ist viel Zeit vergangen. Ich bin in eine Stadt wie Boston gekommen, die dann zu meinem Lieblingsort wurde. Schon letztes Jahr sind diese Gefühle zurückgekommen, weil ich dort ein Vorstellungsgespräch hatte. Es hatte sich komfortabel und gut angefühlt, wieder dort zu sein, aufgrund der guten Erinnerungen. Ich kann nur gute Dinge über diese Organisation sagen. Als ich meine Karriere beendet hatte wurde ich immer, wenn ich dorthin zurückgekommen bin, willkommen geheißen. Immer. Als ehemaliger Spieler kann ich bestätigen, dass das nicht überall so ist.“
Sein letztes Spiel für die Sharks absolvierte Sturm am 26. November 2025. Bis zum Aufeinandertreffen am Donnerstag werden 7411 Tage - also über 20 Jahre - vergangen sein.
„Ich habe viele gute Erinnerungen. Ich denke nach wie vor, dass das einer der besseren Orte in dieser Liga ist. Wenn du erfolgreich bist, das sieht man gerade auch, dann kommen die Fans zurück und es macht Spaß, dort zu spielen. Ich hatte eine gute Zeit dort“, erzählt Sturm. „Erst heute hat mir der Chef-Equipment-Manager eine Nachricht geschrieben. Er ist noch immer dort. Überhaupt sind noch viele Leute da, die ich noch kenne. Das ist schön zu sehen. Ich habe zwei, drei Nachrichten von Jungs bekommen, die sich mit mir treffen möchten.“
Diese Freundschaften aber müssen zumindest für die Dauer des Spiels ruhen, denn sowohl Boston als auch San Jose brauchen dringend Punkte.
Die Bruins (36-22-6) wollen den zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference verteidigen. Bostons Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz beträgt zwei Punkte. Die Sharks (30-26-6) wiederum schicken sich an, den zweiten Wildcard-Rang in der Western Conference zu erobern. San Joses Rückstand beträgt einen Zähler. Als entscheidender Vorteil könnte sich der Heimvorteil erweisen, denn die Bruins gewannen 13 Heimspiel in Serie.



















