Von den Top-Spielern verfügen fast alle über NHL-Erfahrung. Zu ihnen zählt Torhüter Anders Lindback, der es zwischen 2010 und 2016 für die Nashville Predators, die Tampa Bay Lightning, die Dallas Stars, Buffalo Sabres und die Arizona Coyotes auf 130 Auftritte in der regulären Saison und fünf in den Playoffs brachte. Er ist die unumstrittene Nummer eins im Tor von Jokerit. In der laufenden Spielzeit hat er 28 Begegnungen absolviert und dabei eine Fangquote von 91,3 Prozent und einen Gegentorschnitt von 2,15 vorzuweisen.
Eine NHL-Vergangenheit besitzen zudem die Blueliner Philip Holm (Vancouver Canucks) und Otto Leskinen (Montreal Canadiens) sowie die Top-Stürmer Brian O´Neill (New Jersey Devils), Niklas Jensen (Canucks), Alex Grant (Anaheim Ducks, Coyotes) und Jordan Schroeder (Canucks, Minnesota Wild). Holm ist mit 25 Zählern (zehn Tore, 15 Assists) der mit Abstand punktbeste Verteidiger von Jokerit. Nach ihm folgen Niklas Friman (16) und Leskinen (15). Die teaminterne Scorerwertung führt O'Neill mit 42 Punkten (neun Tore, 33 Assists) vor Jensen (34) und Schroeder (29) an.
Kapitän von Jokerit ist Marko Anttila. Der mittlerweile 36 Jahre alte Haudegen machte Finnland 2019 zum Weltmeister. Beim 3:1 im Finale gegen Kanada schnürte der Flügelstürmer einen Doppelpack. Obwohl er beim NHL Draft 2004 von den Chicago Blackhawks ausgewählt wurde, blieb ihm eine Karriere in Nordamerika verwehrt.
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General Manager Kurri, seit Mai 2019 zugleich alleiniger Besitzer von Jokerit, hält große Stücke auf Anttila. Nach seinen Worten ist er aus der Mannschaft nicht wegzudenken. "Er leistet jeden Tag hervorragende Arbeit für das Team, auf und abseits des Eises. Dass er dieser Tage ins Aufgebot der Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele in Peking berufen worden ist, beweist seinen nach wie vor hohen Stellenwert fürs finnische Eishockey", sagte er.
Bei Jokerit wird Anttila mindestens bis Ende der kommenden Saison auf Torejagd gehen. Der Klub und der Stürmer einigten sich vor Kurzem darauf, vorzeitig von der vertraglich fixierten Option auf eine Verlängerung des Arbeitsverhältnisses über die Spielzeit 2021/22 hinaus Gebrauch zu machen.
Vielleicht, so zumindest die leise Hoffnung aller Beteiligten, gelingt Anttila im Dress von Jokerit ja noch einmal so ein Coup wie vor zweieinhalb Jahren mit Finnland bei der Weltmeisterschaft.