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New Jersey will wieder oben mitmischen

NHL.com/de 31 in 31: Teure Investitionen sollen die Devils wieder zu alter Stärke verhelfen

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Autor

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die New Jersey Devils

Kaum jemand verschwendet bei den New Jersey Devils Gedanken an die vergangene Saison. Nach der überraschenden Stanley-Cup-Playoff-Teilnahme in 2018 erlebten die Devils eine turbulente Saison, die in einem katastrophalen Abwärtsstrudel mündete. Angefeuert von verletzungsbedingten Ausfällen nahm die Talfahrt ihren Lauf. Am Ende landeten die Devils auf dem letzten Platz in der Metropolitan Division.

Folgerichtig nahm General Manager Ray Shero in diesem Sommer das Heft des Handelns in die Hand und lotste zahlreiche vielversprechende Kaderergänzungen nach New Jersey:

Jack Hughes, P.K. Subban, Wayne Simmonds und Nikita Gusev - die Liste der Neuzugänge der Devils ist lang und alle von den Genannten landeten mit nicht wenigen Vorschusslorbeeren im Gepäck in New Jersey. Sie sollen und wollen die Devils wieder zu alter Stärke verhelfen und tatsächlich wird das Wohl und Wehe zu einem großen Teil davon abhängen, wie die Integration verläuft.

Video: DAL@NSH, Sp1: Subban dreht sich und trifft

Bilanz 2018/19: 31-41-10, 15. Platz in der Eastern Conference
Playoffs 2019: Nicht teilgenommen
Trainer: John Hynes, seit 2015/16
Zugänge: Nikita Gusev, John Hayden, Jack Hughes, P.K. Subban, Wayne Simmonds
Abgänge: Kenny Agostino, Steven Santini  

Baustellen haben die Devils genug. Für mindestens eine davon könnte Subban die richtige Lösung sein. Am 22. Juni akquirierten ihn die Devils im Austausch für die Verteidiger Steven Santini und Jeremy Davies sowie Zweitrunden-Picks bei den NHL Drafts 2019 und 2020 von den Nashville Predators. Bis zum Ende der Saison 2021/22 wird Subbans Gehalt mit durchschnittlich 9 Mio. USD zu Buche schlagen.

Mit der Verpflichtung von Subban ging Shero All-In und tätigte eine große Investition, die sich auszahlen, aber auch gewaltig in die Hose gehen kann. In der abgelaufenen Spielzeit erzielte Subban 31 Punkte (neun Tore, 22 Assists) in 63 Hauptrundenspielen für die Predators und damit den niedrigsten Wert seit er im Jahr 2010 in die NHL kam.

"Wir waren der Meinung, dass wir noch einen Rechtsschützen für unsere Top-Verteidigungs-Paarung brauchen", erklärte Devils-Coach John Hynes. "Mit P.K. denken wir, dass wir einen großen, starken Spieler verpflichtet haben, der auf beiden Seiten sehr gut gegen die anderen Teams und ihre Topreihen spielen kann."

 

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Subban gilt als Top-2-Verteidiger der Devils gesetzt. Jetzt muss der 30-jährige Norris Trophy Gewinner von 2013 beweisen, dass er noch einige scharfe Pfeile im Köcher hat.

Doch auch wenn die Position für den Startransfer schon gefunden ist, steht das Aufgebot für den Saisonauftakt noch keinesfalls fest. Sicher ist: Rückkehrer Taylor Hall, der seine langwierige Knieverletzung überstanden hat, soll die Schlüsselposition in der ersten Sturmformation einnehmen. Ob das Trio aus Hall, Nico Hischier und Kyle Palmieri wieder zusammenfinden wird, ist offen.

 

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De Neuzugänge Hughes, Simmonds und Gusev könnten den Konkurrenzkampf um die Plätze in den beiden Top-Sturmreihen gewaltig anfachen. Hughes kann als erster Absolvent des United States Hockey Nachwuchsprogramms direkt den Sprung in die NHL schafften.
"Jack besitzt ein hochkarätiges Handwerkszeug", sagte Devils Coach Hynes. "Aber was ihn wirklich von den anderen Jungs unterscheidet ist seine Liebe und Hingabe für das Spiel. Der Wille, besser zu werden. Eben diese Aspekte machen seine Persönlichkeit aus."

Der Nummer 1 Pick vom NHL Draft 2019 sammelte in der Vorsaison beeindruckende 112 Punkte (34 Tore, 78 Assists) in 50 Spielen und will lieber heute als morgen Eindruck schinden.

 "Ich bin bereit für die NHL. Ich will erfolgreich sein", sagte der 18-Jährige.

Nicht weniger ambitioniert ist Gusev. Der 27 Jahre alte Russe stellte seine Qualitäten in der KHL nachhaltig unter Beweis und unterschrieb nach einem Trade mit den Vegas Golden Knights am 30. Juli ein über zwei Jahre insgesamt 9 Mio. USD teures Arbeitspapier bei den Devils.

Gusev sammelte in zehn KHL Saisons enorme 332 Punkte (119 Tore, 213 Assists), führte SKA St. Petersburg in 2017 zum Gagarin Cup und wurde in 2018 zum Liga-MVP gekürt.

"Die Devils haben mir gezeigt, wie sehr sie mich wollen", sagte Gusev. "Es ist sehr wichtig für mich und sagt viel aus. Ich habe die Devils verfolgt, weil mein Freund [Verteidiger Egor] Yakovlev bei ihnen gespielt hat, also weiß ich genau, was sie für ein Team haben."
Gusev erzählte bereits, dass er viel vorhat. Er möchte produktiv sein und den Devils mit vielen Punkten helfen. 

New Jerseys Chancen in der neuen Saison sieht er optimistisch: "Mit den vielen neuen Spielern glaube ich, dass wir gut spielen und gewinnen können."

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