Ohne Artemi Panarin in der Aufstellung haben die New York Rangers das Lokal-Derby bei den New York Islanders am Mittwoch in der UBS Arena auf Long Island mit 2:5 verloren. „Ein komisches Gefühl“ sei es laut Rangers-Stürmer Mika Zibanejad gewesen, ohne Panarin auflaufen zu müssen. Eines, an das er sich gewöhnen muss, denn der Russe soll aus „Kader-Management-Gründen“ auch in den letzten drei Partien vor der Olympia-Pause nicht mehr zum Einsatz kommen.

Panarin hinterlässt eine Lücke

Chris Drury, der General Manager der Rangers, hatte schon zuvor in einem offenen Brief angekündigt, einen „Retooling“-Prozess einzuleiten. Dieser Umbau wird wohl auch Superstar Panarin treffen, der anscheinend kurz vor einem Wechsel steht. Um einen Trade nicht wegen einer Verletzung zu gefährden, taucht der 34-jährige Rechtsschütze wohl nicht mehr in der Aufstellung auf.

Ähnliches: Panarin aus der Rangers-Aufstellung genommen

„Panarin ist ein überragender Spieler und großartiger Teamkollege. Er ist ein bester Freund für viele in dieser Kabine“, sagte Rangers-Trainer Mike Sullivan. „Das macht etwas mit unseren Jungs. Sie haben trotzdem einen guten Job gemacht, die Dinge zu kontrollieren, die sie kontrollieren können. Natürlich ist er einer der besten Rangers-Spieler seiner Generation. Er ist nicht einfach zu ersetzen, auch nicht in der Aufstellung, was aber jeder versteht.“

Besonders hart war es für Zibanejad. „Ich habe sieben Jahre mit ihm zusammengespielt“, sagte der Center. „Wenn du so lange mit jemanden zusammengespielt hast und er ist für welchen Grund auch immer nicht in der Aufstellung, dann ist das ein komisches Gefühl. Am Ende sind wir alle nur Menschen. Vor dem Spiel hatte ich keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen. Das ist eine Umstellung, aber wir müssen weiterspielen.“

Auch Verteidiger Braden Schneider rang um Worte. „Ihr wisst dasselbe wie wir. Er ist ein besonderer Spieler, der in unserer Aufstellung fehlt. Vielmehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

NYR@NYI: Barzal trifft nach einer feinen Passstafette im Powerplay per Direktabnahme

Der Knackpunkt: Drei Strafen in einem Wechsel

Auf dem Eis zeigte Islanders-Stürmer Ondrej Palat die schönen Seiten eines Trades und erzielte in seinem ersten Spiel für seinen neuen Klub das 1:0 per Direktabnahme im Slot (15., im Powerplay). Kurz darauf fälschte Simon Holmstrom einen Schuss mit dem Schlittschuh zum 2:0 ab (17.). Kurz vor der ersten Pause brachte ausgerechnet Zibanejad bdie Rangers auf die Anzeigetafel (19.).

„Wir haben hart gespielt, unsere Jungs hatten die richtigen Absichten und einen guten Start ins Spiel“, befand Sullivan.

Im zweiten Drittel wurden Sam Carrick (2 Minuten wegen Beinstellens plus 2 Minuten wegen eines Stockchecks) und Matt Rempe (2 Minuten wegen eines Bandenchecks) gleichzeitig auf die Strafbank geschickt. Das 3-gegen-5 überstanden die Rangers zwar noch unbeschadet, dann aber schlug Mathew Barzal bei einfacher Überzahl (34.) sowie 47 Sekunden später Jean-Gabriel Pageau bei Gleichzahl (34.) zu: 1:4 - der Genickbruch.

„Der Wendepunkt des Spiels war, als wir drei Strafen in einem Wechsel kassiert haben. Das habe ich auch noch nie gesehen“, war Sullivan komplett bedient. „Die Jungs, die da draußen waren, haben einen tollen Job gemacht, aber wenn du so lange da draußen bist, dann wird es schwer. Bis dahin haben wir gut gespielt, Momentum aufgebaut, im dritten Drittel haben wir dann unseren Schwung verloren.“

NYR@NYI: Palat trifft bei seinem Islanders-Debüt mit einer Direktabnahme im Powerplay

Direktes Rückspiel

Die Chance auf direkte Wiedergutmachung haben die Rangers in einem „Home-and-Home“, also einem Back-to-Back-Spiel mit getauschtem Heimrecht, wenn am Donnerstag (7 p.m. ET; Freitag, 1 Uhr MEZ) die Islanders in den Madison Square Garden kommen.

„Wir haben auch ein paar gute Dinge gezeigt, die wir in das morgige Spiel mitnehmen werden“, versucht Zibanejad positiv zu bleiben.

Gleiches gilt für Sullivan im Angesicht des eingeleiteten Retooling-Prozesses in seiner Mannschaft: „Es ist eine Herausforderung. Jeder ist gezwungen, in den Spiegel zu schauen und herauszufinden, wie man es besser macht. Das gilt auch für mich, ich möchte den bestmöglichen Job als Trainer abliefern. Es fängt damit an, jeden Tag mit der richtigen Einstellung ranzugehen und sicherzustellen, mit einer gewissen Begeisterung an die Sache ranzugehen und seine Erfahrungen einzubringen. Wir wollen das nächste Spiel gewinnen.“

Verwandte Inhalte