Nico Hischier ist bei den New Jersey Devils der Mann für die entscheidenden Momente. Dies zeigte sich einmal mehr am Donnerstag, als er in der Verlängerung den Siegtreffer zum 3:2 gegen die Nashville Predators erzielte. Der Schweizer bekam den Puck an der eigenen blauen Linie von Dawson Mercer zugespielt, skatete in das gegnerische Drittel und zog einfach aus der Distanz ab. Er traf den Puck perfekt, sodass dieser in die obere Ecke einschlug.

„Ich habe einfach meine Chance genutzt. Wir hatten gerade den Puck zurückerobert. Das war sicherlich ein riskanter Schuss, aber ich habe gesehen, dass die Verteidiger keinen Druck auf mich ausübten. Zum Glück ist der Puck reingegangen“, sagte Hischier. „Wenn nicht, wäre der Trainer überhaupt nicht glücklich gewesen.“

So aber hatte Devils-Coach Sheldon Keefe allen Grund zur Freude. „Man liebt solche Schüsse aus der Distanz nicht, aber er kam in den Kreis und wusste, was er tat“, sagte der Trainer und fügte scherzhaft hinzu: „Ich meinte schon, dass mich das an ein Videospiel erinnert hat. Ich hatte das Gefühl, er hätte lange den Knopf gedrückt, um den Schuss richtig aufzuladen. Aber er hat auch etwas Wut hineingesteckt, was schön war.“

Hischier klettert in der Devils-Bestenliste

Hischier erzielte das 27. spielentscheidende Tor in seiner Karriere und überholte damit Brian Rolston und Scott Niedermayer (beide 26). Er zog mit Jesper Bratt auf Platz 10 der ewigen Bestenliste der Devils gleich. Damit nicht genug: Hischier erzielte auch sein achtes Overtime-Tor und teilt sich in der Devils-Historie den dritten Platz mit Niedermayer. Lediglich Patrik Elias (16) und Jack Hughes (9) hatten mehr Tore in einer Verlängerung verbucht.

Die Predators gingen im ersten Drittel durch einen Treffer von Michael McCarron (6.) in Führung. Im zweiten Spielabschnitt glich Dougie Hamilton (31.) aus. Im Schlussdrittel lag Nashville durch ein Tor von Filip Forsberg (42.) erneut vorne. Doch etwa neun Minuten später vollendete Jesper Bratt (51.) einen Turnover mit dem Ausgleich zum 2:2. In der Overtime folgte dann der große Moment von Hischier.

NSH@NJD: Hischier erzielt das Siegtor in der Verlängerung

Verletzung von Hughes

Die Devils mussten im Verlaufe des Spiels einen Rückschlag hinnehmen, weil der herausragende Center Jack Hughes das Spiel mit einer Unterkörperverletzung verlassen musste. Der Kader-Spieler des US-Teams für die Olympischen Winterspiele kam auf nur 2:27 Minuten Eiszeit, als er im ersten Drittel nach einem 56-sekündigen Einsatz vom Eis ging.

Die Untersuchung am Freitag soll Aufschluss über die Verletzung geben. „Wir glauben nicht, dass es etwas Ernstes ist“, sagte der Trainer. „Was die Dauer oder seine Verfügbarkeit für die Reise nach Ottawa betrifft, werden wir morgen weiterschauen.“

Devils „arbeiten hart und wurden belohnt“

Für die Devils war dies ein wichtiger Sieg, nachdem sie zuvor zwei Spiele hintereinander gegen die Seattle Kraken (2:4) und die Winnipeg Jets (3:4) verloren hatten. „Es war ein hart erkämpfter Sieg“, meinte Hischier. „Zweimal haben sie das Führungstor erzielt und wir sind beide Male zurückgekommen. Das zeigt, dass wir die richtigen Dinge tun. Wir arbeiten hart und wurden dafür belohnt. Das müssen wir auch weiterhin so machen. Es war ein sehr intensives Spiel.“

Wichtig sei gewesen, dass die Mannschaft einen großen Willen zeigte. „Als das Spiel vorüber war, wussten wir, dass wir bereits einen wichtigen Punkt errungen haben. Aber wir brauchten noch einen Punkt mehr. Jedes Spiel zählt für uns. Das ist die Realität. Das nächste Spiel wird wieder genauso wichtig sein“, so Hischier.

Die Devils bestreiten am Samstag auswärts bei den Ottawa Senators (7 p.m. ET; So. 1 Uhr MEZ) das letzte Spiel vor der Olympia-Pause. Ein weiterer Sieg wäre wichtig, um den Rückstand auf die Wildcard-Plätze zu reduzieren. Diese werden momentan von den Montreal Canadiens und den Boston Bruins belegt, die neun Punkte mehr auf dem Konto haben als die Devils.

Forsberg: Gute Momente, aber ein Punkt zu wenig

Und wie war die Gefühlslage der Predators? „Ich denke, wir hatten ein paar Momente im Spiel, in denen wir großartig gespielt haben, und dann Momente, in denen wir die andere Mannschaft wieder zurück ins Spiel gelassen haben“, erklärte Forsberg. „Es ist gut, dass wir zumindest einen Punkt bekommen haben, aber wir brauchen eigentlich zwei Punkte.“

Beeindruckend: Forsberg erzielte sein 20. Saisontor und wurde damit der sechste in Schweden geborene Spieler in der NHL-Geschichte mit mindestens zehn 20-Tore-Saisons in seiner Karriere.

Verwandte Inhalte