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New Jersey Devils wollen wieder oben mitspielen

NHL.com/de 31 in 31: Teure Investitionen sollen das Sorgenkind der Vorsaison zu neuen Bestleistungen verhelfen

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Autor

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die New Jersey Devils

Die zurückliegende Spielzeit der New Jersey Devils verleitete deren Fans kaum zu Luftsprüngen. Das Metropolitan-Division-Team war meilenweit davon entfernt, den nächsten Schritt zu machen. Es erlitt zahlreiche Rückschläge und beendete die Hauptrunde auf dem letzten Platz der Division und dem vorletzten der Eastern Conference.

Mund abwischen und nach vorne schauen dachte sich General Manager Ray Shero und drehte mächtig am Transferkarussell. 

Die Schlüsselspieler

Viel Zeit und Geld investierten die Devils in dier Offseason auf dem Transfermarkt. Mit Verteidiger P.K. Subban und den Stürmern Wayne Simmonds und Nikita Gusev lockten sie namhafte aber auch teure Verstärkung in den Big Apple. Zusätzlich konnten sie mit Nummer 1 Pick Jack Hughes den wohl talentiertesten Nachwuchsspieler seines Jahrgangs unter Vertrag nehmen.

Dennoch kommt der wohl entscheidende Neuzugang aus den eigenen Reihen: Taylor Hall war seit Dezember 2018 verletzungsbedingt außer Gefecht gesetzt und wird nach überstandener Knieverletzung zum Saisonauftakt wieder eingreifen. In der vergangenen Spielzeit kam der 27 Jahre alte Linksaußen auf 37 Punkte (elf Tore, 26 Assists) in 33 Spielen. 

Das Arbeitspapier des Hart Trophy Gewinners der Saison 2017/18 läuft zum Ende der kommenden Spielzeit aus. Sein Vertragskampf könnte Grund genug sein, zu neuen Höhenflügen anzusetzen und seine alte Sturmformation um Center Nico Hischier und Kyle Palmieri zu den dringend benötigten Bestleistungen zu verhelfen.

Video: NJD@MIN: Hischier verwertet den Rebound zum Sieg

Ambitioniertes Trio aus der Schweiz

Hischier entwickelte sich in der zurückliegenden Saison langsam aber sicher zu einem soliden Leistungsträger. Er erhielt wichtige Eiszeit im Powerplay und übernahm mehr und mehr Verantwortung. Halls Rückkehr könnte ihn weiter beflügeln und seine Punkteausbeute (47 Punkte aus 69 Spielen) anfeuern.

Weiterhin darf sich der Linksschütze auf deutsche Kabinengespräche freuen. Am 22. Juli verlängerten die Devils den Vertrag von Mirco Müller um ein weiteres Jahr. 1,4 Mio. USD lassen sich die Devils seine Dienste kosten. In der abgelaufenen Saison bekam Müller bei 53 Einsätzen durchschnittlich 18:04 Minuten Eiszeit.

Neu in der Devils-Organisation ist Torhüter Gilles Senn. Der 23-Jährige Fünftrundendraftpick von 2017 (Nummer 129) wechselt vom HC Davos zum AHL-Farmteam, den Binghamton Devils.

 

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Sie könnten nachrücken

Nummer-1-Pick Jack Hughes verkörpert die ganz großen Hoffnungen im Devils-Lager. Der Center ist zweifellos der beste Schlittschuhläufer und dynamischste Spieler seines Jahrgangs und soll die Saison direkt im NHL-Team beginnen.

In der abgelaufenen Saison gelangen dem 179 cm großen und 77 kg schweren 18-Jährigen 112 Punkte (34 Tore, 78 Assists) in 50 Spielen für das U18-Team des United States National Development Programms. 

Hughes selbst lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er gewillt ist, die in ihn gesteckten Erwartungen zu erfüllen: "Ich bin fokussiert und bereit, in der NHL zu spielen", sagte er. "Ich will erfolgreich sein und ich habe keine Bedenken, dass mir das nicht gelingt."
Stärken

Getreu dem Motto "from zero to hero" will New Jersey in die neue Saison starten. An die verkorkste Vorsaison denkt im Lager der Devils niemand mehr. Längst sind die Münder abgewischt. Und tatsächlich stehen die Vorzeichen für die Devils nicht schlecht: 

Mit Subban haben sie einen neuen Mann für die erste Verteidigungsreihe akquiriert. Hughes könnte hinter Hischier die Rolle als zweiter Center übernehmen. Simmonds, der in der Vorsaison 30 Punkte (17 Tore, 13 Assists) in 79 Spielen für die Nashville Predators und Philadelphia Flyers erzielt hat, ist mit 91 Powerplay-Toren seit 2011/12 hinter Alex Ovechkin (149) und Steven Stamkos (95) ligaweit der dritterfolgreichste Überzahltorjäger.

Video: DAL@NSH, Sp1: Subban dreht sich und trifft

Zusätzlich haben die Verantwortlichen mit Nikita Gusev einen Mann geholt, der nachweislich einen Riecher für Schlüsselsituationen hat. Der KHL-MVP des vergangenen Jahres sammelte 82 Punkte (17 Tore, 65 Assists) in 62 Spielen für SKA St. Petersburg. 

Entwicklungspotenzial

Große Fragezeichen kreisen in New Jersey um das Torhütergespann. Die etatmäßige Nummer Eins Cory Schneider hat eine lange Verletzungshistorie und durchlebte schon oft lange Durststrecken. Zum Auftakt in die vergangene Saison erreichte er eine magere 0-7-2-Bilanz, um dann in den letzten 14 Spielen der Hauptrunde eine 6-6-2-Bilanz einzustreichen. 

Der 33-Jährige wird sich in seinem Karriereabend kaum noch zum Mr. Konstanz entwickeln. Große Hoffnungen stecken folglich in Youngster Mackenzie Blackwood. Mit einer Fangquote von 91,8 Prozent war er hinter Jordan Binnington von den St. Louis Blues der zweitbeste Rookie-Torhüter der Liga. 

Viel spricht dafür, dass Blackwood in der kommenden Saison mehr Eiszeit erhalten wird. Sollte er seinen nächsten Karriereschritt machen, könnte er zusammen mit Schneider ein wertvolles Duo bilden.

Playoff-Chancen

Auf dem Papier haben die Devils einen Kader mit viel Qualität, der ein deutlich besseres Abschneiden als in 2018/19 erwarten lässt. Viele neue Spieler bedeuten aber immer auch viele Anpassungsschwierigkeiten und oft auch einen holprigen Saisonstart. Gelingt es Coach John Hynes, die neuen Bausteine schnell zu integrieren, könnten die Devils ein ernstes Wörtchen um die Topplätze in der Metropolitan Division mitreden. 

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