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Die Nashville Predators haben ihre Playoff-Ambitionen am Samstag in der Bridgestone Arena mit einem 6:3-Heimsieg gegen die Toronto Maple Leafs untermauert. Unter den Torschützen war einmal mehr Filip Forsberg, unter den Scorern wie selbstverständlich die Schweizer Punkte-Maschine Roman Josi. Der 31-jährige Verteidiger ist voll auf Kurs für eine 100-Punkte-Saison.

Forsberg überholt Legwand
Flügelstürmer Forsberg und Blueliner Josi ragten auch im richtungsweisenden Spiel gegen Toronto, eines der Top-Teams in der Eastern Conference, heraus: Forsberg (1-1-2) zeichnete für den Game Winner verantwortlich, baute seine Scoring-Serie auf sechs Spiele aus (6-6-12) und ist mit seinem 211. Karriere-Treffer für Nashville nun der beste Torjäger in der Franchise-Geschichte. Er löste David Legwand ab
"Das ist großartig", freute sich Forsberg. "Es war bislang ein toller Ritt. Ich habe auch noch mit Legwand zusammengespielt. Mein erster Scorerpunkt war damals bei seinem 100. Tor. Seitdem sind wir weit gekommen."

NSH@MIN: Josis 2-Tore-Spiel hilft Predators zum Sieg

Josi punktet und punktet und punktet
Josi (0-3-3) steuerte gegen die Maple Leafs wiederum drei Secondary Assists bei, gab damit in drei Partien in Folge jeweils drei Vorlagen und verlängerte seine persönliche Scoring-Serie auf neun Spiele (3-19-22). Allein in seinen letzten vier Einsätzen kam der Predators-Kapitän auf 13 Scorerpunkte (2-11-13), was in dieser Zeitspanne einen Schnitt von 3,25 Punkten pro Partie ergibt. Er ist damit der zweite Verteidiger in der NHL-Geschichte, der mindestens drei Punkte in vier aufeinanderfolgenden Spielen sammeln konnte. Der andere Akteur heißt Bobby Orr, dem dieses Kunststück in der Saison 1970/71 sogar in sechs Partien in Serie gelang.
Josi ist nach 60 Spielen und einer 17-58-75-Ausbeute der punktbeste Blueliner in der laufenden Saison 2021/22. Behält der Berner diese Pace bei, käme er zum Ende der regulären Spielzeit hochgerechnet auf 100 Punkte (23-77-100). Es wäre bei weitem seine beste NHL-Saison aller Zeiten. Diese spielt der 1,87 Meter große und 91 Kilogramm schwere Linksschütze ohnehin schon und hat seinen bisherigen Rekord von 16-49-65 aus der Spielzeit 2019/20 regelrecht pulverisiert.

DAL@NSH: Josi und Fabbro im Zusammenspiel

Duchene und Saros liefern zuverlässig ab
Nicht zu vergessen sind zwei weitere Leistungsträger bei den Predators: Center Matt Duchene (1-1-2) schraubte seine Scoring-Serie auf neun Spiele (9-8-17), womit er seinen persönlichen NHL-Rekord einstellte. Torwart Juuse Saros (38 Saves, 92,7 Prozent Fangquote) bremste Torontos Offensive und bleibt ein heißer Kandidat für die Vezina Trophy für den besten Goalie der Saison.
Eine der großen Überraschungen in Nashville ist Tanner Jeannot, der das Spiel gegen die Maple Leafs mit seinem 21. Saisontreffer eröffnete (14.). Eeli Tolvanen fälschte daraufhin zum 2:0 ab (22.). Torontos Mitch Marner verkürzte per Direktabnahme im Slot auf einem Knie auf 1:2 (29.). Mattias Ekholm stellte den alten Abstand mit einer fulminanten Direktabnahme vom rechten Flügel wieder her (31.).
Auch im Schlussdrittel blieb die Partie unterhaltsam und torreich: Maple-Leafs-Goalgetter Auston Matthews staubte auf seinen eigenen Schuss zum 2:3 ab (44., 46. Saisontor), doch die Antwort der Predators hatte es erneut in sich: Im Powerplay kehrte Forsberg den Puck aus der Nahdistanz mit der Rückhand über die Linie (53.), Duchene vollendete einen schnell vorgetragenen Konter per Rebound zum 5:2 (55.). Toronto durfte noch einmal jubeln, als ein Querpass von Marner durch den Torkreis unglücklich von Josi ins eigene Gehäuse gelenkt wurde (56.). Aber das letzte Wort hatte erneut Nashville: Yakov Trenin besorgte mit einem Empty-Net-Goal den 6:3-Endstand (60.).

NSH@FLA: Duchene bedient Josi

"Auf Situationen, in denen wir nicht unsere Identität gezeigt haben, haben wir eine richtige gute Antwort gegeben. Heute war ein weiteres Beispiel dafür", war Predators-Trainer John Hynes mit der Reaktion seiner Mannschaft auf die 4:5-Niederlage am Donnerstag bei den Philadelphia Flyers zufrieden. "Ich denke, dass wir auch in Philadelphia ein paar Probleme hatten, doch heute haben wir einen anderen Weg gefunden, was die Bereitschaft und Hingabe und den Kampf ohne Puck angeht. Ich finde, in der Defensive haben wir richtig solide gespielt."
Nashville voll auf Playoff-Kurs
Die Predators konnten sechs ihrer letzten acht Spiele gewinnen und befinden sich dadurch voll auf Playoff-Kurs. Aktuell belegt Nashville (36-22-4) Rang vier in der Central Division und den ersten Wildcard-Platz in der Western Conference vor den Vegas Golden Knights (34-26-4). Auch der Anschluss nach oben ist hergestellt: Die Colorado Avalanche (44-13-5) sind als Spitzenreiter der gesamten Liga zwar enteilt, die St. Louis Blues (34-18-9) als Zweiter der Divison sowie die Minnesota Wild (36-20-4) als Dritter befinden sich dagegen in Schlagdistanz.
Nashville startet nun einen Drei-Spiele-Roadtrip mit Stationen bei den Anaheim Ducks, Los Angeles Kings und Vegas Golden Knights.