Mit 6:0-Toren entführten die Maple Leafs beide Punkte aus der Motor City. Waren das wirklich jene Maple Leafs, die zwischen dem 9. und 19. November sechs Spiele in Folge verloren und in der Summe nur 15 Mal das gegnerische Tor getroffen hatten? Ja, die Protagonisten dort unten auf dem Eis waren die gleichen, neu hinzugekommen ist lediglich der Verantwortliche an der Bande. Er heißt seit Mittwoch vor einer Woche Sheldon Keefe und nicht mehr Mike Babcock. Eine Veränderung, die schneller fruchtet als in den kühnsten Träumen erwartet wurde.
Es kommt nicht zum ersten Mal vor, dass durch einen Trainerwechsel eine Mannschaft frische Impulse bekommt und bei ihr zusätzliche Kräfte freigesetzt werden, so dass sich nach und nach Erfolge einstellen. Dass ein neuer Coach jedoch direkt so einschlägt wie nun Keefe, das ist selbst für eine Traditionsfranchise neu. Keefe ist der 43. Trainer in der 102-jährigen Historie der Maple Leafs und der erste von ihnen, der zum Auftakt seiner NHL-Karriere das Team zu drei Siegen am Stück führte. Umgehend nach Amtsantritt mit Toronto dreimal zu gewinnen, schaffte vor Keefe nur Pat Quinn in der Saison 1997/98. Quinn verfügte allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits über eine 20-jährige NHL-Erfahrung.
Gewinnen ist das eine, doch die Art und Weise, wie stark und mit welcher Selbstverständlichkeit sich das Team die Punkte unter der Regie von Keefe sichert, lässt einen doch verwundert zurück.