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Vegas mit viel neuem Schwung ausgestattet

Wie sie hierher gelangt sind: Ein Trainerwechsel und Trades beflügelten die Golden Knights und lassen sie vom Stanley Cup träumen

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Freier Autor

Top 10: Golden Knights Spielszene

Top-10-Spielszenen der Golden Knights ... bis jetzt

Ein Rückblick auf die Top-10-Spielszenen der Vegas Golden Knights … bis jetzt

  • 05:44 •

Seit dem 12. März pausiert die NHL wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Liga verkündete am 26. Mai den Neustart mit 24 Mannschaften, die in einem neuen Format den Stanley-Cup-Sieger 2020 bestimmen werden. Die vier besten Teams der beiden Conferences sind für die Stanley Cup Playoffs qualifiziert und spielen in einer Vorrunde ihre Platzierungen aus, während die jeweils weiteren acht in einer Qualifikationsrunde im Best-of-5-Modus die restlichen vier Teilnehmer pro Conference an den Playoffs ermitteln. In der heutigen Ausgabe: Vegas Golden Knights - wie sie hierher gelangt sind.

Als drittbestes Team der Western Conference bekommen es die Vegas Golden Knights (86 Punkte, Durchschnitt 60,6 Prozent) in der anstehenden Vorrunde mit den St. Louis Blues (94 Pkt.; 66,2 Prozent), Colorado Avalanche (92 Pkt.; 65,7 Prozent) und den Dallas Stars (82 Pkt.; 59,4 Prozent) zu tun.

Zum zweiten Mal in drei Jahren sicherte sich das junge Franchise den Titel in der Pacific Division, darf also demnächst ein weiteres Banner unter das Dach der heimischen T-Mobile Arena ziehen.

 

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Doch das Team hat deutlich mehr im Sinn als den Divisionstitel. Nach dem verlorenen Stanley Cup Finale 2018 (1:4-Siege in der Serie gegen die Washington Capitals) soll diesmal der ganz große Wurf gelingen.

Nachdem die Golden Knights in der Saison 2018/19 hinter den Calgary Flames und den San Jose Sharks nur auf Rang drei der Division einliefen, konnte in diesem Jahr der erste Platz zurückerobert werden, den sie in ihrer NHL-Premierensaison 2017/18 ergattert hatten. 

Vor der Spielunterbrechung aufgrund der Bedenken bezüglich des Coronavirus konnte die Vertretung aus Las Vegas von zehn Duellen acht gewinnen. Am Ende lautete ihre Bilanz 39-24-8. 

Vegas erzielte 227 Tore und ließ nur deren 211 zu. Vor den eigenen Fans lautete ihre Bilanz 22-11-4, in den Hallen der Gegner belief sie sich auf 17-13-4. Im Shootout entschieden sie drei von fünf Spielen für sich.

Video: VGK@CGY: Pacioretty trifft bei Überzahl

Der entscheidende Wendepunkt im Saisonverlauf der Golden Knights war der überraschend vorgenommene Trainerwechsel von Gerard Gallant zu Peter DeBoer am 15. Januar 2020. Obwohl das Team zu diesem Zeitpunkt mit 24-19-6 nur auf Rang fünf in der Pacific Division lag, war es doch punktgleich mit dem zweiten Wildcard-Platz in der Western Conference.

General Manager Kelly McCrimmon begründete mit einer ehrgeizig klingenden Zielvorgabe, warum sie sich, trotz der erheblichen Erfolge von Gallant in den ersten gut zweieinhalb Spielzeiten für eine Trennung entschieden, und statt seiner den am 11. Dezember 2019 in San Jose entlassenen DeBoer verpflichteten: "Wir wollen, dass unsere Mannschaft ihr volles Leistungsvermögen ausschöpft." McCrimmon präzisierte kurz darauf sogar seine Aussage: "Er soll uns dabei helfen das ultimative Ziel zu erreichen!"

Das bedeutete im Klartext nichts Anderes als, dass der Stanley Cup nach Nevada geholt werden soll. Und zwar möglichst in Kürze.

Und der Trainerwechsel trug schnell erste Früchte. Unter Gallant hatte Vegas vier Spiele am Stück verloren, nach der Amtsübernahme von DeBoer kam sie in den ersten neun Begegnungen auf eine Bilanz von 4-3-2. Darauf folgte ein Lauf von 11-2-0. 

Die Organisation verpflichtete am 19. Februar den routinierten Verteidiger Alec Martinez von den Los Angeles Kings und am 24. Februar Torhüter Robin Lehner in einem Drei-Team-Trade mit den Chicago Blackhawks und den Toronto Maple Leafs. Die Transfers sollten dem Kader mehr Tiefe geben.

Max Pacioretty, den Vegas im September 2018 von den Montreal Canadiens geholt hatte, und Mark Stone, der im Februar 2019 von den Ottawa Senators zum Team stieß, sind die Top-Scorer der Golden Knights in 2019/20.

Video: VGK@BOS: Stone bezwingt Halak mit der Rückhand

Pacioretty führt die teaminterne Scorerliste mit 66 Punkten (32 Tore, 34 Assists) in 71 Spielen an, Stone folgt mit 63 Punkten (21 Tore, 42 Assists) in 65 Spielen.

Hinter den beiden Stürmern erwiesen sich auch Reilly Smith (54 Punkte, 27 Tore, 27 Assists), Jonathan Marchessault (47 Punkte, 22 Treffer, 25 Assists) und William Karlsson (46 Punkte, 15 Tore, 31 Assists) als zuverlässige Punktelieferanten.

Besonders zu gefallen wusste zudem Shea Theodore. Der 24-jährige Verteidiger erlebte seinen großen Durchbruch in Vegas. Mit neuen Rekordwerten in Sachen Eiszeit (22:14 Minuten), Toren (13), Assists (33) und Punkten (46) hob er sein Spiel in den vergangenen Monaten auf ein neues Level. Sein Plus/Minus-Wert verbesserte sich von -4 in der Saison 2018/19 auf +12. Vom 13. Dezember 2019 bis zur Saisonunterbrechung Mitte März gelangen ihm 34 Punkte (zehn Tore, 24 Vorlagen) in 37 Spielen. Tolle Zahlen für einen Defensivmann!

Im Tor der Golden Knights lieferte Routinier Marc-Andre Fleury eine weitere solide Saison ab. Von seinen 49 Auftritten gewann er 27. Seine Fangquote lag bei 90,5 Prozent. Hinter ihm gibt Neuzugang Lehner weiteren Grund zur Beruhigung. Nach seinem Wechsel im Februar kam er bis zur Spielpause noch drei Mal für Vegas zum Einsatz. Alle Spiele mit ihm im Kasten wurden gewonnen, dabei glänzte er mit einer Fangquote von 94,0 Prozent. 

Alles in allem legten die Golden Knights während des Saisonverlaufs zu, auch beflügelt durch den Trainerwechsel im Januar. Sie eroberten nicht nur mit drei Punkten Vorsprung auf die Edmonton Oilers den Divisionstitel, sondern sie könnten, sofern sie ihre Form durch die Pause retten, ein gewichtiges Wort im Titelkampf mitsprechen. Und im Gegensatz zum Jahr 2018, könnte man diesmal nicht behaupten, dass das Ganze überraschend gekommen sei. 

Mit dieser Mannschaft muss nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs gerechnet werden!

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