In Chicago trifft der Stürmer, der in 255 DEL-Hauptrundenspielen für die Iserlohn Roosters und den EHC Red Bull München insgesamt 183 Punkte (94 Tore, 89 Assists) erzielt hatte, wie am laufenden Fließband.
So auch am Freitag, als er mit den Wolves bei den Manitoba Moose gastierte. Sechs Minuten vor Spielende verwertete er ein Zuspiel vom NHL-erfahrenen Brandon Pirri. Doch Maceks Treffer kam zu spät. Chicago lag zu diesem Zeitpunkt bereits mit 2:5-Toren zurück und kam dank der Schlussoffensive nur noch auf ein undankbares 4:5 heran.
Dass er sich im ersten Monat der neuen Spielzeit der American Hockey League deutlich besser zurechtfindet als Ehliz (4 Spiele, 0 Punkte für Stockton Heat) und Kammerer (9 Spiele, 4 Assists für die Hershey Bears), die in DEL nicht wesentlich unproduktiver waren, kommt nicht von ungefähr. Immerhin hat der in Winnipeg, Manitoba, gebürtige Kanadier Macek deutlich mehr Erfahrung mit der nordamerikanischen Spielweise und der kleineren Eisfläche als seine deutschen Mitstreiter.
Diese Erfahrung aus fünf Saisons in der kanadischen Top-Juniorenliga WHL machte sich schon bei seinem dritten Pflichtspiel-Einsatz im Trikot der Wolves bezahlt. Am 13. Oktober schoss er die Grand Rapids Griffins, eines der erfolgreichsten Teams der Liga, fast im Alleingang ab. Beim 5:1-Sieg schnürte Macek einen Hattrick. Diese blieb jedoch nicht die einzige Multiple-Point-Leistung des 26-Jährigen. Am 24. Oktober scorte Macek beim 6:2-Heimsieg gegen die Cleveland Monsters gleich vier Mal. Die Divisions-Kontrahenten wurden von Macek und seinem Sturmkollegen Gage Quinney regelrecht auseinandergenommen.
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"Wir haben diese Reihe neu zusammengestellt und sie hat wirklich eingeschlagen", freute sich Wolves-Headcoach Rocky Thompson gegenüber dem Daily Herald. "Sie spielen einfach unglaublich gut zusammen, können ein gefährliches Spiel aufziehen und richtig gut schießen."
Angesichts seiner famosen Leistungen und der Lobeshymnen seines Trainers bei den Wolves steigen Maceks Chancen auf einen weiteren Versuch bei den Golden Knights. Sein Vertrag beim NHL-Club ist bis zum Ende der laufenden Spielzeit gültig. Nach nur einem Vorbereitungsspiel am 25. September wurde Macek aus dem Trainings-Camp der Golden Knights entlassen und in das Farmteam geschickt.
Nichtsdestotrotz hat er bei den Wolves eine beträchtliche Konkurrenz. Neben besagtem Pirri, der schon 228 NHL-Spiele für die Golden Knights, die Anaheim Ducks, die Chicago Blackhawks, die Florida Panthers und die New York Rangers bestritten und dabei 101 Punkte (60 Tore, 41 Assists) erzielt hat, dürfen sich unter anderem auch Quinney oder Tomas Hyka berechtigte Hoffnungen auf zeitweise Einsätze in der Eliteliga machen.