Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New York Rangers und den Los Angeles Kings

Die Anhänger der Los Angeles Kings mussten sich in dieser Saison etwas gedulden, bis sie den ersten Sieg bejubeln konnten. Doch seit Beginn des aktuellen Roadtrips läuft es besser für die Kings. Nach vier Spielen dieser fünf Partien umfassenden Auswärtsserie lautet die Bilanz mittlerweile 3-1-0. Das jüngste Erfolgserlebnis war ein 6:3-Sieg bei den New York Rangers am Montagabend.

Die Mannschaft von Trainer Peter Laviolette verlor die ersten sechs Partien (0-4-2), holte dabei lediglich zwei Pünktchen. Sehr bitter: Vor allem auf eigenem Eis enttäuschten die Kings bislang, gaben alle drei Partien ab und schossen dabei nie mehr als ein Tor: 1:2 gegen die Florida Panthers, 1:4 gegen die Edmonton Oilers und 1:4 gegen die Boston Bruins.

Den ersten doppelten Punktgewinn dieser noch jungen Spielzeit verbuchte die Mannschaft aus Kalifornien am 20. Oktober beim 5:2-Erfolg bei den Washington Capitals. Dieses Erfolgserlebnis zum Start der aktuellen und fünf Spiele dauernden Auswärtsserie scheint den Knoten beim Team gelöst und auch Selbstvertrauen gegeben zu haben. Jedenfalls klappt es bei dieser Serie auf fremdem Eis auf einmal nicht nur mit den Ergebnissen, die Kings tun sich auf einmal auch leichter, was das Toreschießen angeht. Sechs Treffer waren es gegen die Rangers.

Laviolettes Lob

Wie wichtig dieser Erfolg für das Team war, zeigt die Ansprache, die der Coach direkt nach der Schlusssirene in der Kabine hielt. „Behaltet das im Gedächtnis. Das war schnell. Das war genau auf den Punkt. Und das war richtig gut über die gesamten 60 Minuten“, lobte Laviolette sein Team in dem Video, das die Kings bei X veröffentlichten.

Taylor Ward gelang bei seinem ersten Wechsel in dieser Saison nach 75 Sekunden das wichtige frühe erste Tor. „Das war einfach ein guter Angriff von Trevor Moore und Drew. Ich habe nur versucht, mitzukommen. Dann hat Drew diesen großartigen Pass gespielt. Aber alles hat mit der guten Befreiung aus der Verteidigungszone begonnen“, erinnerte Ward die Szene. „Er ist ein cooler junge. Er arbeitet hart und ist ein großartiger Spieler. Ich freue mich für ihn, dass er getroffen hat“, sagte Passgeber Drew Doughty hernach im TV-Interview.

LAK@NYR: Ward haut die Scheibe rein

Schneller Doppelschlag

Brandt Clarke legte nach, noch ehe fünf Minuten verstrichen waren. Die Kings trafen zum ersten Mal seit 7. Februar 2021 mit ihren ersten beiden Schüssen. Gleichzeitig war der Doppelschlag ihr schnellster auswärts seit 6. Dezember 2022. Damals brauchten sie 2:15 Minuten bei den Ottawa Senators.

Nach dem zwischenzeitlichen 1:2 durch J.T. Miller stellte Doughty noch vor dem ersten Wechsel den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Für den Verteidiger war es der erste Saisontreffer. Im Mittelabschnitt erhöhten Artemi Panarin in Überzahl und Mikey Anderson auf 5:1 aus Sicht der Gäste, ehe Adam Fox im Powerplay mit seinem ersten Saisontor auf 2:5 verkürzte. Für Panarin war es bereits der siebte Saisontreffer. Er führt damit deutlich die interne Torjägerliste an. Kein anderer seiner Teamkameraden hat bislang mehr als drei Tore auf dem Konto. Knapp vier Minuten vor dem Ende schöpften die Rangers nach dem 3:5 von Tye Kartye noch einmal Hoffnung. Doch wenige Sekunden später machte Joel Edmundson mit dem 3:6 ins leere Tor den Deckel auf die Partie. Auch für ihn war es das Premierentor in dieser Saison.

Beim Toreschießen im Madison Square Garden war bei den Kings vor allem auf die Verteidigung Verlass. Mit Clarke, Doughty, Anderson und Edmundson trugen sich gleich vier Abwehrspieler in die Torschützenliste ein. Doughty, der als bester Spieler der Partie ausgezeichnet wurde, bereitete auch noch zwei Treffer vor, was ihm die erste Partie mit drei Scorerpunkten seit 22. Februar 2025 bescherte. „Ja, das war toll. Ich hatte schon lange nicht mehr so ein Spiel“, freute sich der Verteidiger. „Wir sind super zufrieden, freuen uns, dass wir über 60 Minuten eine gute Leistung gezeigt haben“, meinte Doughty im Fernsehinterview nach dem Spiel.

LAK@NYR: Doughty mit seinem ersten Saisontreffer

Erst zum dritten Mal in der Geschichte des Franchise trugen sich vier Abwehrspieler in einer Partie in die Torschützenliste ein. Vorher gelang das den Kings am 17. März 2007 und am 17. Januar 1986. Bei keinem NHL-Team konnten sich fünf Verteidiger in einem Spiel als Torschützen hervortun. 

Drei Scorerpunkte für die Historie

Mit seinen drei Scorerpunkten zog Doughty gleichzeitig in der ewigen Scorerliste der Kings an Dustin Brown vorbei auf Platz sieben. Doughty hat nun 713 Punkte, Brown 712. „Das wusste ich gar nicht. Das ist echt verrückt“, sagte Doughty. Auch Platz sechs ist noch in Reichweite. Dort steht Bernie Nicholls mit 758 Scorerpunkten. Es war zudem das 17. Spiel in Doughtys Karriere mit drei Zählern, wodurch der Kapitän der Kings mit Rob Blake gleichzog für die meisten Spiele eines Verteidigers der Kings mit mindestens drei Scorerpunkten. Steve Duchesne führt diese Statistik mit 19 Spielen an.

Mit dem bisher Erreichten bei diesem Roadtrip wollen sich die Kings selbstverständlich nicht zufriedengeben. Am Dienstag müssen sie gleich wieder ran – diesmal bei den Chicago Blackhawks. „Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns. Wir können die Auswärtsserie mit einer Bilanz von 4-1 abschließen und damit auch das jüngste Zehn-Spiele-Segment freundlicher gestalten in Anbetracht der Tatsache des Starts, den wir hatten. Es geht um ganz schön viel, und ich denke, die Jungs wissen das“, betonte Laviolette im Hinblick auf die Partie in Chicago.

„Das ist der Plan. Wir wollen unsere Bilanz endlich ausgleichen. Chicago hat viele gute Stürmer. Also müssen wir in der Abwehr eine gute Leistung zeigen. Aber wenn wir alles zusammenbringen, bin ich zuversichtlich, dass wir wieder gewinnen können“, sagte Doughty.

Ein Sieg dort würde nicht nur einen guten Abschluss unter diese Auswärtsfahrt setzen. Es wäre gleichzeitig auch ein Zeichen an die Fans, die Mannschaft bei der kommenden Heimserie zu unterstützen. Diese startet am Donnerstag mit einem Spiel gegen die Ottawa Senators, erstreckt sich bis Mitte November und umfasst sieben Partien.

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