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In einer neuen Serie präsentiert NHL.com/de die aktuell zehn Besten der Liga auf jeder Position. In dieser Ausgabe geht allerdings nicht um die Profis auf dem Eis, sondern um die Verantwortlichen im Front Office: Die Top 10 der General Manager.

10. Chuck Fletcher (Philadelphia Flyers)
Der Lebenslauf von Fletcher ist bemerkenswert. Erst war er Vertriebs- und Merchandising-Koordinator bei Hockey Canada, dann arbeitete er als Spielerberater bei Newport Sports Management, ehe er in der NHL Verantwortung übernahm. Seit zwei Jahren ist Fletcher der General Manager der Philadelphia Flyers. Nachdem 2018/19 die Stanley Cup Playoffs verpasst wurden, tauschte er den Trainer aus und setzte auf Alain Vigneault. Die Folge war eine starke Hauptrunde und der Einzug in die zweite Playoff-Runde.
9. Brian MacLellan (Washington Capitals)
Der Erfolg von MacLellan mit den Washington Capitals ist beachtlich. 2016 und 2017 gewann sein Team die Presidents' Trophy, 2018 den Stanley Cup. In den vergangenen beiden Spielzeiten blieb das Team zwar hinter den Ansprüchen zurück und scheiterte jeweils in der ersten Playoff-Runde. Was aber zählt ist: In den sechs Jahren unter seiner Führung verpassten die Capitals nie die Postseason. Mit den Verpflichtungen von Goalie-Routinier Henrik Lundqvist und Verteidiger Justin Schultz hat er die Mannschaft auch in der laufenden Free Agency gut verstärkt.
8. Doug Armstrong (St. Louis Blues)
Bereits seit 2010 ist Doug Armstrong als General Manager für die sportliche Entwicklung der St. Louis Blues zuständig. In all diesen Jahren verpasste das Franchise nur zwei Mal die Playoffs. 2012 wurde er als General Manager des Jahres ausgezeichnet. Der Triumph im Stanley Cup 2019 war der größte Erfolg. Vergangene Saison scheiterten die Blues nach einer starken regulären Saison in der ersten Runde der Playoffs an den Vancouver Canucks.
7. Don Sweeney (Boston Bruins)
Nach der Saison 2018/2019 wurde Don Sweeney noch mit dem General Manager oft he Year Award geehrt, weil er aus den Bruins eine Erfolgsmannschaft geformt hatte, die bis ins Stanley Cup Finale gelangte. Diesmal scheiterte sein Team in der zweiten Playoff-Runde am späteren Champion Tampa Bay Lightning, war in der regulären Saison aber mit 44 Siegen die beste Mannschaft der gesamten Liga. Seit 2015 steht Sweeney bei den Bruins in der Verantwortung. Abgesehen von der ersten Spielzeit stand Boston seitdem stets in den Playoffs.
6. Don Waddell (Carolina Hurricanes)
Die Hurricanes zählen zu den jüngeren Teams der NHL, haben mit der 458.000-Einwohner-Stadt Raleigh einen eher kleineren Standort und durchlebten eine lange sportliche Krise. Von der Saison 2009/10 an verpassten die Hurricanes neun Mal in Folge die Playoffs. Dann übernahm Waddell neben der Präsidentschaft auch noch die Funktion des General Managers. Seitdem geht es bergauf: 2018/19 gelangte das Team bis ins Conference Finale im Osten. Vergangene Saison setzten sich die Hurricanes in der Qualifizierungsrunde gegen die New York Rangers durch und scheiterten dann (wie im Vorjahr) an den Bruins.
5. Kelly McCrimmon (Vegas Golden Knights)
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Nach seinen Erfolgen bei den Brandon Wheat Kings in der WHL stieg McCrimmon zeitglich mit der Teamgründung bei den Vegas Golden Knights ein. Zuerst war er noch Assistent von General Manager George McPhee. Im Mai 2019, als McPhee Präsident der Franchise wurde, übernahm McCrimmon den Posten des General Managers. Der 60-Jährige musste keinen Umbruch vornehmen, weil der Kern der Mannschaft zusammenblieb und die Reihen eingespielt sind. Die Verpflichtung von Torwart Robin Lehner bei der NHL Trade Deadline im Februar war ein Volltreffer. Mit Verteidiger Alex Pietrangelo wurde in der laufenden Free Agency ein weiterer potenzieller Schlüsselspieler geholt.
4. Joe Sakic (Colorado Avalanche)
Als Spieler war Sakic eine Legende. Er verbrachte seine gesamte Karriere bei den Colorado Avalanche bzw. dem Vorgängerteam Quebec Nordiques und gewann zwei Mal den Stanley Cup. Als General Manager steht dieser Erfolg noch aus. Gleichwohl befindet sich der 51-Jährige auf dem besten Wege dorthin. Seit 2013 ist er für das Franchise aus Denver verantwortlich. Verpasste das Team zwischen 2014 und 2017 noch drei Mal in Folge die Playoffs, ist seitdem eine positive Entwicklung festzustellen. Dieses Jahr schied man in der zweiten Playoff-Runde unglücklich gegen die Dallas Stars aus. Im Juni 2019 verstärkte Sakic die Mannschaft per Trade unter anderem mit Nazem Kadri und Andre Burakovsky, die nicht zuletzt in den Playoffs ordentlich aufdrehten. Colorado dürfte auch zukünftig für Furore sorgen.
3. Jim Nill (Dallas Stars)
Der Stanley Cup für die Stars war dieses Jahr zum Greifen nahe: Sie scheiterten erst in der Finalserie an den Tampa Bay Lightning. Dennoch blickte Dallas auf die erfolgreichste Saison seit dem Jahr 2000 zurück. Jim Nill steht seit 2013 als General Manager in der Verantwortung. Zu dem Zeitpunkt hatten die Texaner fünf Mal in Folge die Playoffs verpasst. Seitdem wurde das Team kontinuierlich weiterentwickelt. Zu seinen besten Verpflichtungen der letzten Spielzeit zählt Joe Pavelski, der in den zurückliegenden Playoffs mit 13 Toren der zweitbeste Torschütze war.
2. Julien BriseBois (Tampa Bay Lightning)
BriseBois ist der Mann hinter dem Stanley-Cup-Sieg der Tampa Bay Lightning. Seit 2010 im Klub aktiv, wurde er im September 2018 zum General Manager ernannt. In der ersten Spielzeit unter seiner Verantwortung war Tampa Bay die beste Mannschaft der regulären Saison und gewann die Presidents' Trophy, scheiterte dann aber in der ersten Playoff-Runde an den Columbus Blue Jackets. Nun feierte die Mannschaft den Gewinn des Stanley Cups. Der Großteil des Teams bleibt zusammen, sodass es auch kommende Saison zu den Titelanwärtern zählen dürfte.
1. Lou Lamoriello (New York Islanders)
Lamoriello gewann in diesem Jahr den Jim Gregory General Manager of the Year Award und ist somit auch die Nummer 1 im Ranking von NHL.com/de. Der 78-Jährige wurde im Mai 2018 zunächst als Präsident angeworben und nahm kurz darauf radikale Maßnahmen vor: Trainer Doug Weight und General Manager Garth Snow wurden entlassen. Als neuen Übungsleiter verpflichtete er den frischgebackenen Stanley-Cup-Sieger Barry Trotz. Die Funktion des General Managers übernahm er selbst. Mit Erfolg: Gelangten die Islanders 2018/19 immerhin bis in die zweite Playoff-Runde, schafften sie es diesmal sogar bis ins Conference Finale im Osten. Dies war dem Team seit der Spielzeit 1992/93 nicht mehr gelungen. Mit Verpflichtungen wie zum Beispiel Torwart Semyon Varlamov oder Center Derick Brassard (jetzt Free Agent) bewies Lamoriello ein gutes Händchen.