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Kevin Fiala war am Donnerstag der gefeierte Held der Los Angeles Kings in der Crypto.com Arena. Ganze 1,4 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung erzielte der Schweizer den umjubelten 2:1-Siegtreffer der Hausherren gegen die Chicago Blackhawks. Groß war der Aufschrei der Erleichterung in der Arena und auch bei Fiala selbst brach Freude heraus. Dieses Erfolgserlebnis dürfte sowohl Fiala als auch den Kings insgesamt eine gehörige Portion frisches Selbstvertrauen gegeben haben, nachdem die vergangenen Wochen nicht wunschgemäß verlaufen waren.

"Das war ein enges Spiel von beiden Mannschaften. Beide Torhüter haben unglaublich gut gespielt. Es fühlte sich an wie ein Playoff-Spiel, und es ist schön, dass wir am Ende gewonnen haben", zeigte sich Fiala zufrieden. Insbesondere mit der Defensivleistung des Teams war er zufrieden, wie er hinterher betonte. "In der Abwehr so zu agieren war sicherlich unser Ziel in den letzten Wochen. Wir sind mit vielen Gegentoren in die Saison gestartet. Wir versuchen seither einfach, diese erstklassigen Chancen für die andere Mannschaft bestmöglich zu verhindern. Ich habe das Gefühl, dass wir in den letzten Spielen hier gute Arbeit geleistet haben."
Fiala, der als die spektakulärste Neuverpflichtung im vergangenen Sommer von den Minnesota Wild zu den Kings gewechselt war, ist im bisherigen Saisonverlauf persönlich noch etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Siegtreffer gegen Chicago war im 16. Saisonspiel erst das vierte Tor des 26-Jährigen. Zusammen mit seinen elf Assists kommt Fiala damit auf 15 Scorerpunkte, was sich aus seiner Sicht schon positiver liest.

CHI@LAK: Fiala schießt OT-Tor 1,4 Sek, vor Ende

Auch wenn er in den vergangenen zwölf NHL-Spielen lediglich zwei Erfolgserlebnisse als Torjäger verzeichnen konnte, liegen seine Statistiken in 2022/23 gar nicht so weit entfernt von dem, was er in Minnesota zuletzt abgeliefert hatte.
An alter Wirkungsstätte konnte der Stürmer im Vorjahr in 82 Spielen 85 Punkte (33 Tore, 52 Assists) zu Karriere-Bestleistungen vorweisen. Auch mit den Wild starte Fiala damals vergleichsweise ruhig in die Hauptrunde, konnte in den ersten 17 Begegnungen nur zwei Treffer vorweisen. Beflügelt wurden seine persönlichen Statistiken von einer regelrechten Leistungsexplosion ab Ende Dezember, bei der er in den finalen 53 Begegnungen der regulären Saison 29 Tore und 67 Punkte zum Teamerfolg beisteuern konnte.
Die bisher erreichten 15 Punkte in den ersten 16 Auftritten an neuer Wirkungsstätte liegen somit durchaus im Rahmen der von ihm erwartbaren Statistiken. Zu berücksichtigen gilt in seinem Falle eine gewisse Eingewöhnungszeit in neuer Umgebung, die jedem Spieler im Mannschaftssport zugestanden werden muss.

LAK 2, CHI 1 - F/OT

Sollte Fiala, ähnlich wie im Vorjahr, im Laufe der Spielzeit produktiver werden, könnte das späte Erfolgserlebnis gegen die Blackhawks eine Art Initialzündung für ihn und seine neuen Mannschaftskameraden gewesen sein.
Trainer Todd McLellan lobte das Zustandekommen des spielentscheidenden Tores nach der Schlusssirene explizit: "Ich denke, das ist gutes Spielmanagement gewesen. Das ist ein gutes Maß an Aufmerksamkeit. Die Spieler wussten auch, wie viel Zeit noch auf der Uhr war, also wurde nicht herumgealbert. Sobald der Puck zu Kevin kam, wusste er, dass er ihn schießen musste, und er hat es geschafft."
Mit der Gesamtleistung des Kaders zeigte sich der Coach zufrieden: "Es war ein intensiver Abend. Die Jungs haben hart gespielt, wieder viele Schüsse geblockt, sie haben das Tor leidenschaftlich verteidigt. Es waren zwei gut und hart erkämpfte Punkte für unser Team. Das war wahrscheinlich nicht unser bestes Spiel, aber manchmal muss man auch auf diese Weise gewinnen. Das gehört einfach mit dazu, wenn man sich als Team weiterentwickeln will. Hin und wieder gilt es einfach einen Weg zu finden, um am Ende zu gewinnen, und das haben wir heute getan", befand McLellan.
Dabei galt es für die Hausherren einen unglücklichen Start zu überwinden. Taylor Raddysh hatte die Gäste in der 19. Minute in Überzahl mit 1:0 in Führung gebracht. Nachdem Phillip Danault im Mitteldrittel der Ausgleich für die Kalifornier gelang, hielten beide Abwehrformationen dicht, so dass es mit dem Spielstand von 1:1 nach dem Ablauf der regulären 60 Minuten in die Verlängerung ging. Hier wurde Fiala dann zum späten Matchwinner für seine Farben.
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Los Angeles darf sich nach dem Erfolg über eine Statistik von 9-6-1 freuen. Zudem gelang der Mannschaft zum zweiten Mal in dieser Saison ein dritter Sieg in Serie. Dennoch rangieren die Kings mit einem absolvierten Spiel mehr, sieben Zähler hinter den Vegas Golden Knights (13-2-0) auf Platz zwei in der Pacific Division.
Weiter geht es für die Kings am Samstag (10:30 p.m. ET; NHL.tv; So. 4:30 Uhr MEZ), wenn Moritz Seider, Pius Suter und die restlichen Detroit Red Wings ihre Visitenkarte in Los Angeles abgeben werden.