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Blues Erfolgsduo Schwartz und Stastny

Die beiden Stürmer der Blues sind kaum zu stoppen, wenn sie gemeinsam auf dem Eis stehen

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Im Sommer 2016 gestalteten sich für St. Louis Blues General Manager Doug Armstrong die Vertragsverhandlungen mit Linksaußen Jaden Schwartz als äußerst schwierig. Der 24-Jährige, der aufgrund eines Bruchs am linken Knöchel in der Saison 2015/16 49 Partien verpasst hatte, musste sich von Ende Oktober bis Mitte Februar mit der Zuschauerrolle begnügen. Als sich das Ende der regulären Saison näherte, hatte Blues Draft Pick der ersten Runde beim NHL Draft 2010 (Nr. 14) auch noch Ladehemmung. In den letzten neun Saisonspielen war ihm nur noch ein Treffer gelungen. In den folgenden 20 Stanley Cup Playoffpartien kam Schwartz wiederum auf vier Tore sowie zehn Assists und konnte beweisen, dass er durchaus eine wichtige Rolle im Konzept von Trainer Ken Hitchcock spielen kann.

Was also tun? Soll man es auf einen Schlichterspruch ankommen lassen? Die Verhandlung war für den 20. Juli anberaumt gewesen. Fünf Tage vor dem Termin konnte Armstrong die Einigung auf einen 5-Jahres Vertrag über US$ 26,75 Millionen verkünden. Eine Investiton in einen jungen Spieler, die sich zu rechnen scheint. Schwartz fiel zwar die ersten vier Saisonpartien aufgrund einer Ellenbogenverletzung aus und hatte zunächst Anlaufschwierigkeiten, erweist sich aber seit Anfang November als flexibel einsetzbarer Erfolgsgarant der Blues. Vor allem in einer Reihe mit Paul Stastny kann er immer wieder sein ganzes Können und seine Torgefährlichkeit zeigen.

Von ihren letzten zehn Partien gewannen die Blues acht, nur einmal mussten sie sich in der regulären Spielzeit geschlagen geben. Diese überragende Bilanz hängt unmittelbar mit den Namen Schwartz und Stastny zusammen. Eines deutlicheren Beweises als den vom Dienstag bedarf es nicht. Hitchcock hatte sich vor der Begegnung gegen die Montreal Canadiens dazu entschieden Schwartz an die Seite von Center Alexander Steen zu stellen - mit der Folge, dass die Blues in der Offensive kaum Akzente setzen konnten und nach zwei Durchgängen mit 0-2 in Rückstand lagen.

Gut wenn man wie Blues Chefcoach noch einen, besser gesagt zwei Joker in der Hinterhand hat. Im Schlussabschnitt durfte Schwartz wieder zusammen mit Stastny aufs Eis, und mit ihrem Doppelschlag innerhalb von 151 Sekunden glichen sie die Partie aus, als noch knapp zehn Minuten auf der Uhr standen. Die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen. Wer anders als Schwartz sollte hierfür verantwortlich sein.

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"Es ist immer klasse, wenn du ein Spiel gewinnen kannst, bei dem du hinten gelegen bist. Man muss das die ganze Saison über können. Wir müssen das gesamte Jahr einen guten Job verrichten und an uns glauben. Wir müssen unser System durchziehen und dürfen nichts erzwingen wollen. Wir laufen gut damit, wenn wir uns viel im gegnerischen Drittel aufhalten. Auch unser Powerplay muss Durchschlagskraft entwickeln." beschrieb der zweifache Torschütze das Erfolgsrezept.

Zieht man nur die letzten zehn Spiele der Blues in Betracht, dann ist Schwartz mit sieben Toren und fünf Vorlagen nicht nur St. Louis' punktbester Stürmer, sondern zusammen mit Vladimir Tarasenko auch ihr erfolgreichster Torschütze.

Hitchcock gab zu, dass er während dieser Partie einiges ausprobierte, bis er den Schlüssel zum Erfolg gefunden hatte. "Vieles hat nicht funktioniert, doch dann gab es im zweiten Drittel auch Spielszenen die mir gefallen haben. In der fünften Minute des dritten Drittels hatten sie einen tollen Shift, also ließ ich die Reihen so stehen."
Schwartz ist mittlerweile auf dem Weg seine Bestmarke aus der Spielzeit 2014-15 (75 Sp, 28 T, 35A) zu knacken.

Stellt sich nur noch die Frage, ob Hitchcock auch am kommenden Donnerstag, wenn die Blues zum Auftakt ihrer Auswärtstour bei den New York Islanders, 7 p.m. ET, antreten, von Beginn an seine besten Karten ziehen wird.

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