Marc Michaelis

International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de, in der über Spieler mit NHL-Bezug aus den wichtigen europäischen Ligen berichtet wird. Dabei richtet sich der Fokus auf Akteure aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

In den Playoffs der PENNY DEL und der Schweizer National League haben sich in den vergangenen Tagen mehrere ehemalige NHL-Profis als Torschützen und Scorer hervorgetan. Einer von ihnen hat bereits das Finale erreicht. Christoph Bertschy von Fribourg-Gottéron kämpft ab Samstag gegen den HC Davos um den Meistertitel in der Schweiz.

Michaelis und Kühnhackl scoren bei Mannheim

Die Adler Mannheim benötigen nur noch einen Sieg zum Einzug ins Playoff-Finale der PENNY DEL. Den ersten von drei aufeinanderfolgenden Matchpucks in der Halbfinalserie gegen den EHC Red Bull München vergaben sie am Dienstag durch eine 1:5-Auswärtsniederlage in Spiel 4. Zuvor hatten sich die Mannheimer mit zwei Siegen in eine hervorragende Ausgangsposition gebracht. Spiel 2 am Freitag in München entschieden sie wie schon das Auftaktduell mit 3:2 n.V. für sich. Und wieder spielte Kapitän Marc Michaelis eine wichtige Rolle. Er lieferte die Vorlage zum Overtime-Winner. Im ersten Match hatte er in der Zusatzschicht selbst den entscheidenden Punch gesetzt.

Michaelis

Am Sonntag in Spiel 3 vor eigenem Publikum ließen die Adler ein 4:1 folgen. Die Partie stand lange auf des Messers Schneide. Michaelis legte das 2:1 auf und Tom Kühnhackl besorgte per Empty-Net-Goal das 4:1. Es war sein erster Treffer in den laufenden Playoffs. „Wir haben ein super Spiel gemacht und uns vor allem mit den Toren zum richtigen Zeitpunkt belohnt“, sagte Kühnhackl nach dem Triumph.

Michaelis nannte die geschlossene Mannschaftsleistung als zentralen Faktor für den Sieg. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Am Ende haben wir genug Druck gemacht und den Gegner zu Fehlern gezwungen. Unsere Defensive ist aktuell ein großer Schlüssel zum Erfolg, denn wir stehen kompakt und blocken viele Schüsse. Das zahlt sich jetzt in den Playoffs aus“, erläuterte er.

Punktestreak von Rieder endet nach acht Spielen

In den ersten acht Playoff-Auftritten gehörte Tobias Rieder jedes Mal zu den Scorern der Red Bulls. Beim hart umkämpften Spiel 2 in München schoss er die zwischenzeitliche 2:0-Führung heraus. In den folgenden zwei Partien konnte er sein Punktekonto nicht weiter aufstocken. Nach zehn Einsätzen sind für ihn elf Zähler (sieben Tore, vier Assists) registriert.

Bergmann zieht sich schwere Beinverletzung zu

Für Lean Bergmann von den Eisbären Berlin sind die Playoffs vorzeitig beendet. Der Angreifer zog sich am Sonntag beim 4:2-Heimsieg in Spiel 3 der Halbfinalserie gegen die Kölner Haie eine schwere Beinverletzung zu. Gestützt von Teamkollegen musste er im Mitteldrittel vom Eis gebracht werden. Nach Angaben des Klubs fällt Bergmann mehrere Monate aus. Er wird deshalb auch den Start in die Saison 2026/27 verpassen.

Vor und nach dem Heimsieg mussten die Berliner jeweils eine Niederlage quittieren. Am Freitag in Spiel 2 verloren sie mit 1:5 in Köln und am Mittwoch in Spiel 4 zogen sie dort mit 3:4 n.V. den Kürzeren. Für den Siegtreffer der Haie zeichnete Dominik Bokk verantwortlich. Ihn hatten die St. Louis Blues beim NHL Draft 2018 in der ersten Runden an Position 25 ausgewählt. Der Sprung in die NHL blieb ihm allerdings verwehrt. Sowohl die Eisbären als auch die Haie brauchen noch zwei Siege zum Weiterkommen.

Lean Bergmann

Bertschy trifft dreimal in zwei Spielen

Fribourg-Gottéron steht im Finale der Playoffs in der National League. In der zurückliegenden Woche brachten sie die zwei noch notwendigen Siege in der Vorschlussrunde unter Dach und Fach. Großen Anteil daran hatte Christoph Bertschy. Am Freitag beim 4:3 n.V. in Spiel 4 beim Genève-Servette HC schnürte er einen Doppelpack. Zwei Tage später in eigener Halle traf er einmal ins Schwarze. 6:2 lautete das Endergebnis in Spiel 5. Die Serie endete somit 4:1 für Fribourg. Mit acht Punkten (sechs Tore, zwei Assists) avancierte Bertschy zum Topscorer des Halbfinales.

ZSC Lions scheiden aus

Titelverteidiger ZSC Lions ist nach zwei weiteren Niederlagen gegen den HC Davos ausgeschieden. Am Freitag kassierten sie zu Hause ein 2:5 in Spiel 4. Dean Kukan hatte die Zürcher mit 1:0 nach vorne gebracht. In der Folge erwies sich der HCD jedoch als das stärkere Team. Nach dem 1:2 n.V. am Sonntag in Spiel 5 in Graubünden waren die Serie (1:4) und die Playoffs für die ZSC Lions zu Ende.

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