Dies verschaffte den Kings die Oberhand im Playoff-Rennen. Es gelang Nashville nicht, ausreichend Druck auf den Konkurrenten zu machen. Nur zwei der darauffolgenden vier Spiele wurden gewonnen. „Wir hätten gerne unsere Chance bis zum letzten Spiel aufrechterhalten, aber jetzt sind wir leider aus dem Rennen“, bedauerte Josi.
Das größte Problem für Nashville war der schwache Saisonstart. Nach 22 Partien hatten sie lediglich sechs Siege und 16 Punkte auf dem Konto. Am 24. November belegten sie den letzten Platz in der NHL. Dies ließ sich nicht kompensieren, weil auch im weiteren Saisonverlauf die Defensive eine Schwachstelle blieb. Durchschnittlich 3,23 Gegentore pro Spiel sind der achthöchste Wert der Liga. Selbst brachten sie im Schnitt nur 2,94 Tore (Platz 21) zustande.
„Wir haben bekommen, was wir verdient haben“, sagte der stellvertretende Kapitän Ryan O'Reilly ehrlich. „Wir sind nicht so gestartet, wie wir mussten. Wir waren abgeschlagen und fanden einfach keinen Weg zurück. Das ist brutal.“ Auch Trainer Andrew Brunette schmerzt, „wie viel wir durchgemacht haben, wie viel Glaube wir hatten und wie wir in all den schwierigen Zeiten zusammengehalten haben, ohne dass es am Ende gereicht hat.“
Was für die Zukunft optimistisch stimmt
Wäre der schlechte Saisonstart nicht gewesen, hätten die Predators eine ordentliche Saison gespielt. In den zurückliegenden 59 Spielen haben sie eine starke Bilanz von 32-21-6 vorzuweisen. Dies macht es so kompliziert, die richtigen Schlüsse aus der Saison zu ziehen.
Sollte man auf den starken Saisonendspurt aufbauen oder einen Umbruch einleiten? Und überhaupt: Wer könnte diesen Umbruch einleiten? Die Predators müssen zunächst einen neuen General Manager einstellen, da Barry Trotz seinen Rücktritt angekündigt hatte. Der neue Verantwortliche wird dann entscheiden, wie es mit dem restlichen Front Office, dem Trainerstab und dem Kader weitergeht.
Mehrheitseigentümer Bill Haslam hat sich vorgenommen, spätestens bis Ende Juni einen neuen General Manager gefunden zu haben – idealerweise aber früher. Der NHL Scouting Combine (31. Mai bis 6. Juni) und der NHL Draft (26. bis 27. Juni) sind die nächsten wichtigen Termine.
Die absoluten Schlüsselspieler wie Top-Scorer Filip Forsberg (2030), Steven Stamkos, Josi (beide 2028) und O'Reilly (2027) stehen noch unter Vertrag. Dafür aber endet unter anderem das Vertragsverhältnis mit Flügelstürmer Erik Haula, der mit 38 Punkten (14 Tore, 24 Assists) auf Platz 6 der teaminternen Scorerliste steht.