Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Winnipeg Jets und den Florida Panthers

Trotz aller Verletzungssorgen halten sich die Florida Panthers beeindruckend gut. Ohne drei Schlüsselspieler fuhren sie am Dienstag im Canada Life Centre einen 5:1-Auswärtssieg gegen die Winnipeg Jets ein. Es war ihr fünfter Erfolg in den vergangenen sieben Partien (5-2-0). Einer der Spieler, die ihren Teil leisten, um die Verletzungskrise durchzustehen, ist der Schweizer Torhüter Akira Schmid.

„Das war eine sehr konzentrierte Mannschaft“, lobte Trainer Paul Maurice. „Wir haben viel Zeit auswärts verbracht, da macht man sich um den Fokus sorgen, aber dazu gab es offensichtlich keinen Grund. In unseren letzten beiden Spielen hatten wir einen wirklich guten Start.“

Schmid liefert stabilen Rückhalt

Nach den Verletzungen von Kapitän Aleksander Barkov und Veteran Brad Marchand in der Offensive, erreichte das Pech am vergangenen Dienstag auch den Torhüter der Panthers. Jacob Markstrom verletzte sich im Training. Laut seiner Diagnose soll er für ein bis zwei Wochen ausfallen. Es war klar, dass Schmid in seiner Abwesenheit den Löwenanteil der Arbeit zwischen den Pfosten übernehmen würde.

Schmid hatte vor Markstroms Verletzung bereits vier Spiele bestritten. Dabei kam er auf eine Bilanz von 2-1-1 bei 87,7 Prozent Fangquote und 3,25 Gegentoren pro Spiel. Um als Nummer eins einzuspringen, musste der gebürtige Berner sich steigern. Genau das ist ihm in den vergangenen drei Spielen kontinuierlich gelungen. Es ging holprig mit einer 1:5-Niederlage gegen die Ottawa Senators los, während der er 25 von 30 Schüssen hielt. Schon im nächsten Spiel kam mit 19 Saves bei 21 Schüssen eine deutliche Verbesserung, die zu einem 3:2-Sieg gegen die Chicago Blackhawks führte.

Florida Panthers v Winnipeg Jets

„Er spielt super“, sagte Stürmer Carter Verhaeghe. „Er arbeitet im Training so hart, da ist es keine große Überraschung, dass er im Spiel Erfolg hat. Er ist unser Fels im Tor. Das gibt der Mannschaft viel Selbstvertrauen.“

Am Dienstag lieferte Schmid nun sein bestes Spiel der Saison. Er war von Beginn an auf Zack und parierte jeden Puck, den die Jets in seine Richtung schickten. Seinen einzigen Fehler leistete er sich beim Stand von 3:0 im zweiten Drittel. Schmid kam aus dem Tor, um den Puck an der Bande zu spielen, verlor ihn aber an Jets-Kapitän Adam Lowry, der das einzige Tor der Jets in diesem Spiel erzielte. Zunächst sah es sogar so aus, als hätte Schmid den Puck noch von der Linie gekratzt, doch wenig später ertönte die Torsirene.

„Da habe ich natürlich die Kontrolle verloren und den Puck direkt dem Gegner gegeben“, gab Schmid zu. „In dem Moment dachte ich noch, dass ich es geschafft hätte. Dann ging die Sirene los und da war ich verwirrt. Ich wusste nicht, was los war, aber dann ist es mir schnell klar geworden.“

Der Torhüter ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und hielt alle weiteren Torschüsse. Mit insgesamt 24 Saves bei 25 Schüssen erreichte er eine Fangquote von 96 Prozent.

„Er war wirklich gut, bei dem Gegentor hatte er Pech“, lobte Maurice. „Aber mir haben seine Saves danach gefallen. Er war von Anfang an in Form, er hat gute Saves geliefert und schwierige Paraden leicht aussehen lassen. Ich fand es gut, dass dieses unglückliche Tor passiert ist, da kann man etwas über seinen Torhüter lernen, und er war danach genial.“

FLA@WPG: Verhaeghe trifft mit einer Direktabanahme im Powerplay

Special Teams kommen in Fahrt

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Panthers in letzter Zeit ist die Leistung ihrer Special Teams. Noch vor zwei Wochen stand ihr Powerplay mit einer Erfolgsquote von 9,4 Prozent auf Platz 28 der NHL, ihre Unterzahl mit 74,1 Prozent auf Rang 24. Seitdem wuchs Florida aber sowohl in Überzahl als auch in Unterzahl über sich hinaus.

In Winnipeg überstanden sie ihre beiden Unterzahlsituationen schadlos, während sie durch zwei Tore von Carter Verhaeghe zum 1:0 (8.) und 3:0 (11.) sowie einen Treffer von Sam Reinhart zum 4:1 (34.), drei von fünf Powerplays nutzten. Damit landen die Panthers über die vergangenen zwei Wochen mit elf Powerplaytoren bei 29 Gelegenheiten (37,9 Prozent) auf Platz zwei. In 28 Unterzahlsituationen ließen sie in diesem Zeitraum nur ein Tor zu und sind mit 96,4 Prozent Unterzahlquote die Spitzenreiter der Liga.

„Das ist so wichtig, die Special Teams haben uns diese Saison schon ein paar Spiele gewonnen“, betonte Maurice. „Eigentlich will man nicht, dass das Powerplay das tun muss, man will bei 5-gegen-5 gewinnen. Aber mit den Spielern, die uns fehlen, brauchen wir das. Gute Arbeit also. Die Special Teams waren fantastisch.“

Florida Panthers v Winnipeg Jets

Tkachuks führen Panthers zum Erfolg

Die Brüder Matthew Tkachuk und Brady Tkachuk sind der Motor der Offensive der Panthers. Gegen die Jets erzielten sie gemeinsam sieben Punkte. Matthew steuerte vier Assists bei, darunter eine Vorlage zum 2:0 von Niko Mikkola (9.) und zum 5:1-Endstand durch Brady (53.). Für Brady war das nach zwei Assists der dritte Punkt des Spiels.

Matthew kommt damit in 255 Spielen für die Panthers auf 203 Assists. Bis zu diesem Spiel war Keith Yandle der Spieler, der die wenigsten Spiele (369) benötigt hatte, um die Marke von 200 Vorlagen für Florida zu erreichen.

Die Tkachuk-Brüder setzten mit ihren sieben Punkten ihre starke Saison fort. Matthew führt die Panthers mit 20 Punkten (vier Tore, 16 Assists) an. Der Transfer von Brady von den Ottawa Senators im Sommer erwies sich bisher als mehr als lohnend. Er liegt mit 15 Punkten (acht Tore, sieben Assists) auf Platz zwei hinter Matthew und ist gemeinsam mit Verhaeghe der beste Torjäger der Mannschaft.

„Das sind zwei besondere Spieler“, schwärmte Verhaeghe. „Sie haben als Brüder eine gute Chemie. Sie haben zusammen ein gutes Passspiel und es macht einfach Spaß, ihnen zuzuschauen. Mir kommt es so vor, als würden sie in jedem Spiel etwas machen, was ich niemals versuchen würde, das ist echt cool.“

Für die Panthers stehen jetzt zwei spielfreie Tage an. Die Jets hoffen auf die Revanche, wenn sie am Freitag nach Florida kommen (7 p.m. ET; Samstag, 0 Uhr MEZ).

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