Dank auch Nico Hischier feierten die New Jersey Devils am Mittwoch in der Nationwide Arena gegen die Columbus Blue Jackets einen versöhnlichen Jahresabschluss 2025. Die Devils, die zu Beginn des Schlussdrittels bedrohlich mit 0:2 im Hintertreffen lagen, drehten die Partie innerhalb von 1:56 Minuten mit drei Treffern. Der erste davon gelang dem Schweizer Kapitän. Am Ende stand ein 3:2-Auswärtssieg. Nach zuvor vier Niederlagen in Serie endete das Kalenderjahr für New Jersey damit doch noch positiv.

Die Devils feierten in Columbus ihren ersten Comeback-Sieg mit mehreren Toren in der NHL seit dem 29. November 2024 (5:4 bei den Detroit Red Wings). Zudem waren es ihre schnellsten drei Tore seit dem 6. Februar 2023, als sie innerhalb von 0:50 Minuten erfolgreich gewesen waren.

Hughes im Rampenlicht, Hischier als Initialzünder

Am Ende stand Teamkamerad Luke Hughes besonders im Mittelpunkt. Ihm gelang in der 45. Minute der Siegtreffer für die Gäste. Doch es war Hischier, der das Comeback mit seinem elften Saisontreffer 2025/26 einleitete. Hughes steuerte zudem eine Vorlage bei, während Arseny Gritsyuk für den dritten Treffer verantwortlich zeichnete.

Die Bilanz New Jerseys verbesserte sich durch den Erfolg auf 21-17-2, nachdem die Mannschaft zuvor eine Durststrecke von vier sieglosen Spielen (0-3-1) erlebt hatte. Torhüter Jake Allen parierte am Silvesterabend in Ohio 33 Schüsse.

NJD@CBJ: Devils starten Comeback-Sieg mit 3 Toren in 1:56

Keefe lobt Moral nach schwierigen Phasen

„Es lief nicht gut, und es lief nicht nach unseren Vorstellungen“, zog Devils-Trainer Sheldon Keefe trotz des erfolgreichen Comebacks zunächst ein eher ernüchterndes Fazit. Anschließend hob er jedoch das Positive hervor: „Die Jungs hätten einfach da rausgehen und das dritte Drittel überstehen können, anstatt zu versuchen, ein Zeichen zu setzen. Wir hatten darüber gesprochen und waren fest davon überzeugt, dass wir, wenn wir einen Treffer erzielen, auch zwei erzielen würden.“

Enttäuschung bei Columbus nach starkem Auftritt

Auf der anderen Seite reichten die Treffer von Mason Marchment und Charlie Coyle den Blue Jackets (17-16-6) nicht zum Sieg. Ihre Serie von drei Erfolgen in Serie endete unsanft. Die 2:0-Führung nach 40 Minuten brachte aufgrund des Blitz-Comebacks der Devils am Ende keine Punkte. Goalie Jet Greaves konnte mit 30 Paraden die Niederlage ebenfalls nicht verhindern.

„Ehrlich gesagt dachte ich, wir hätten mehr verdient“, sagte Verteidiger Dante Fabbro. „Wir müssen irgendwie Punkte holen, und drei Gegentore in weniger als fünf Minuten sind inakzeptabel. Irgendwann müssen wir diese Art von Blutung stoppen. Ich fand, dass wir den Großteil des Spiels kontrolliert und wirklich gut gespielt haben. Aber wir brauchen Ergebnisse.“

Drei Tore in unter zwei Minuten entscheiden das Spiel

Naturgemäß war die Stimmung im Devils-Lager nach den drei Treffern binnen 1:56 Minuten eine völlig andere. „Wir haben diesen Sieg als Team wirklich gebraucht, um wieder zusammenzufinden“, freute sich Hughes. „Wir haben zuletzt nicht viele Tore geschossen. Dass wir im dritten Drittel drei Treffer erzielen konnten, ist enorm wichtig für die Moral.“

Hischier verkürzte nach 2:49 Minuten im Schlussabschnitt per Überzahltor auf 1:2, als er im Slot einen Schuss von Hughes abfälschte. Nur 55 Sekunden später glich Gritsyuk aus, nachdem er einen Pass von Timo Meier annahm und aus dem rechten Anspielkreis per Handgelenksschuss traf. Hughes stellte schließlich nach 4:45 Minuten auf 3:2, nachdem Connor Brown einen Zweikampf gewonnen und ihn bedient hatte.

„Unser zweites Drittel war nicht besonders gut“, beklagte Allen. „Das war nicht akzeptabel, aber man muss den Jungs in der Kabine ein Lob aussprechen. Sie haben vor dem dritten Drittel miteinander gesprochen und erkannt, dass dies ein wirklich ernster Moment ist, in dem wir reagieren müssen, also Hut ab vor ihnen.“

Marchment stark, doch Hischier prägt den Abend

Rückblickend konnten die Devils auch den frühen Rückstand verkraften. Marchment hatte Columbus bereits in der 7. Minute in Führung gebracht, als er einen Abpraller von Kirill Marchenko verwertete. Der Angreifer sammelte damit in seinen ersten fünf Spielen für die Blue Jackets seit seinem Wechsel von den Seattle Kraken sechs Punkte (vier Tore, zwei Vorlagen). Er übertraf damit zugleich Zach Werenski (vier Spiele in der Saison 2016/17) und Antoine Vermette (vier Spiele in der Saison 2008/09) und erzielte die längste Punkteserie zu Beginn einer Karriere als Spieler der Blue Jackets.

Coyle erhöhte in der 34. Minute auf 2:0, nachdem ein Schlagschuss von Cole Sillinger über Boone Jenner bei ihm gelandet war und er den Puck über den gefallenen Allen hinweg ins Tor beförderte. „Es ist hart, ein Spiel so zu verlieren“, beklagte Coyle nach der Partie. „Es wirkte, als hätten sie im letzten Drittel etwas mehr Gas gegeben.“

Dass den Devils dieses Blitz-Comeback gelang und sie das Jahr dadurch versöhnlich abschließen konnten, lag nicht zuletzt an ihrem ruhigen Schweizer Anführer Hischier, der den großen Moment nach der Schlusssirene lieber dem Siegtorschützen Hughes überließ.

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