sturm 11-2

Am Montag rückte die NHL mit allen 32 Remix Jerseys heraus. Dabei griffen viele Teams tief in den Farbtopf und wagten aufregende neue Designs. Das Echo aus der Fanszene ist gewaltig - doch nicht nur dort.

„Ich liebe sie. Braun, das College-Thema, die Geschichte, das Old-School-Bruins Ich würde am liebsten sofort spielen…“, sagte Bostons deutscher Trainer Marco Sturm zum neuen Outfit. „Manchmal muss man die Trikots erst getragen auf dem Eis sehen, aber im Moment finde ich sie echt der Hammer. Ich liebe unsere aktuellen Trikots, beide, das tue ich wirklich. Mir gefallen alle unsere drei Trikots.“

Ein goldener „BRUINS“-Schriftzug (deutsch: „Braunbären“) in breiten College-Buchstaben prangt auf der Brust des neuen Trikots, die in der Grundfarbe Braun gehalten sind. Hinzu kommen breite goldene Streifen auf Armen und am unteren Abschluss.

Boston ist aber bei weitem nicht das einzige Team, das eine neue Farbpalette wagt: Die Chicago Blackhawks etwa haben sich in Anlehnung an den St. Patrick’s Day für eine grüne Arbeitskleidung entschieden. Die Florida Panthers sorgen für einen Eyecatcher in Knallpink mit Applikationen in Orange und Sand, dazu krasse Kontraste mit breiten schwarzen Flächen im Schulterbereich und am Ärmelabschluss. Beim Rundlogo kommt das Sekundärwappen der Panthers zum Einsatz: Ein Hockeyschläger kreuzt eine Palme.

„Sie sehen Hammer aus“, schwärmt Floridas Center Anton Lundell. „Ganz anders als alles, was wir bisher gesehen haben. Mein erster Gedanke war: ‚Be a Pro‘ in NHL26, wenn man einen Spieler erstellt und die Trikots gestaltet. So ein Jersey hätte ich als Kind auf jeden Fall getragen. Niemand sonst hat diese Farben. Es hat definitiv einen Süd-Florida- und ‚Miami Vice‘-Charakter. Ich finde, dass sie in natura sogar noch besser aussehen. Das hier ist Florida - man kann tragen, was man will, und einfach man selbst sein. Es ist ein einzigartiger Ort. Man kann dieses Trikot auf jeden Fall anziehen und damit den Las Olas Boulevard entlanglaufen.“

Andere Teams gingen einen ganz anderen Weg. Carolina Hurricanes und Philadelphia Flyers probieren es clean und modern in der Trendfarbe Grau. Die San Jose Sharks entschieden sich dagegen für ein strahlendes Hellblau, legten ihr Design aber im Arcade- oder Comic-Stil so an, dass Haifisch-Zähne in weiß sowie deren Zahnfleisch in Rosa zu sehen sind. Die Vegas Golden Knights spielen in Jade - der Farbe der Spieltische in den zahlreichen Casinos. Eine echte Umstellung - auch für die Spieler.

„Ich persönlich war schon immer eher ein Fan der traditionellen Trikots“, sagte Vegas-Mittelstürmer Jack Eichel. „Aber wenn man etwas macht, das nur für eine bestimmte Zeit zu sehen sein wird, ist es vielleicht keine schlechte Idee, ein bisschen Einzigartigkeit und Flair hineinzubringen. Sie spielen mit dem Vegas-Thema, mit Casinos und Spieltischen, den Farben und all dem - ich finde, sie sind gut gelungen. Die Hosen sehen gut, und die Handschuhe cool aus.“

Einige Klubs spielten nicht so sehr mit der Grundfarbe, dafür aber mit ihrem Logo. Stanley Cup Champion Carolina setzt statt auf den Hurrikan auf sein Maskottchen Stormy, ein Eis-Schwein. Die Columbus Blue Jackets machen die Bürgerkriegs-Kanone zum Hauptdarsteller ihres Jerseys. Die St. Louis Blues integrieren mit dem Gateway Arch das Markenzeichen ihrer Stadt. Der Tampa Bay Lightning setzt auf einen von einem Blitz gespaltenen Totenkopf mit Zahnlücke. Utah entschied sich für den Buchstaben „U“ samt Mammut-Zahn. Der Seattle Kraken setzt auf einen Anker. Und die Washington Capitals brachten das Capitol-Logo zurück.

„Ich finde es toll“, so Washingtons Stürmer Alex Tuch. „Ein anderes Farbschema. Das ist ziemlich cool. Mir gefällt das Logo. Es macht Spaß. Es ist aufregend.“ Teamkollege Tom Wilson kann da nur zustimmen: „Es ist cool, dass dieses Logo wieder da ist.“

Doch nicht alle Hometown Remix Jerseys suchen das aufregende Neue - andere setzen auf einen klassischen Retro-Charme wie etwa die Toronto Maple Leafs, die in Creme auflaufen, oder die Detroit Red Wings, die ihren Spruch „Hockeytown“ zurückbringen.

„Ich finde sie alle cool“, sagt Bruins-Torwart Jeremy Swayman. „Es ist cool zu sehen, was jede Region an Einzigartigem zu bieten hat - das ist einfach großartig!“

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