Etwas gedulden musste sich zunächst John-Jason Peterka, der im Vorfeld des Drafts ebenfalls als Erstrunden-Pick gehandelt worden war. Doch aufgrund der enormen Leistungsdichte der Talente in diesem Jahr fiel der Name des Rechtsaußen vom EHC Red Bull München erst zu Beginn des zweiten Durchgangs. Die Buffalo Sabres sicherten sich die Rechte an ihm. Sie fädelten extra einen Trade mit den San Jose Sharks ein, um Peterka noch zu bekommen. Eigentlich währen die Sabres erst an Position 38 am Zug gewesen.
"Ich freue mich auf diese Chance", betonte Peterka. "Es ist ein gutes Gefühl, dass sie mir so viel Vertrauen entgegenbringen und mich unbedingt haben wollten." Er sei stolz darauf, mit zwei weiteren Deutschen so früh gedraftet worden zu sein. Und auch einen gewissen Ehrgeiz ließ der Angreifer erkennen: "Es kommt darauf an, wie ich mich entwickle, aber mein Ziel ist, so schnell wie möglich in der NHL zu spielen und mit den Sabres den Stanley Cup zu gewinnen."
Alles andere als ein Platz im NHL-Kader der Red Wings zur neuen Saison wäre für Moritz Seider eine Enttäuschung. Seit Wochen arbeitet er intensiv auf dieses Ziel hin. "Im ersten Spiel der regulären Saison von Detroit will ich auf dem Eis stehen und danach hoffentlich meine erste komplette Saison in der NHL bestreiten", machte er deutlich.
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Bereits im Vorjahr hinterließ der Verteidiger, als frischgebackener Deutscher Meister mit den Adler nach Nordamerika gekommen, in der Vorbereitung einen guten Eindruck. Seider wurde jedoch überraschend im letzten Cut ins Farmteam zu den Grand Rapids Griffins geschickt, wo er die gesamte AHL-Saison bis zum Abbruch verbrachte.
Dominik Bokk hofft ebenfalls, dass er in der kommenden Saison sein Debüt in der NHL feiern wird. Nach drei Jahren in Schweden will er auf jeden Fall den Sprung nach Nordamerika wagen. "Die Camps werden sehr wichtig. Dort muss ich mich ordentlich präsentieren. Dann bekomme ich hoffentlich meine Chance bei den Hurricanes." Carolina ist seit September 2019 der Arbeitgeber von Bokk. Der Klub aus Raleigh erwarb ihn als Bestandteil eines Trades mit den Blues.
Falls es nicht auf Anhieb mit einem Platz im NHL-Team klappt, nimmt er nach eigenen Worten gerne den Umweg übers Farmteam in Kauf. "Wenn man sich dort gut schlägt, ist es einfacher in die NHL zu kommen, als wenn man in Europa spielt", gab sich Bokk pragmatisch.