Skip to main content

Ryan Getzlaf, Corey Perry getrennt für die Ducks

Anaheim erhofft sich mit ihren Sturmveteranen in verschiedenen Reihen ein Ende ihrer Offensivprobleme

von Lisa Dillman @reallisa / NHL.com Redakteur

ANAHEIM -- Bisherige Versuche Anaheim Ducks Stürmer Ryan Getzlaf und Corey Perry in getrennten Reihen aufzustellen, sorgten für Beunruhigung. In anderen Worten ausgedrückt, es profitierte schier niemand.

Bis zur vergangenen Saison.

Ducks' Trainer Bruce Boudreau stellte Getzlaf und Perry in unterschiedliche Reihen auf. Perry spielte mit Rickard Rakell als Center. Damit sollten nicht nur Getzlaf und Perry einen Schub bekommen, sondern der Funke sollte auf die gesamte Offensive der Ducks überspringen, die zur Weihnachtspause auf dem letzten Platz in der Pacific Division gelegen waren.

Das war eine richtige Krise.

In dieser Saison schaut die Sache etwas anders aus. Die Ducks profitieren von den starken Leistungen der Andrew Cogliano-Ryan Kesler-Jakob Silfverberg Reihe. Sie liegen nach der Partie gegen die Calgary Flames am Donnerstag nur zwei Zähler hinter dem Erstplatzierten. Der Erfolg dieser Sturmformation verdeckt schon länger die Offensivprobleme an anderer Stelle.

Getzlaf und Perry haben seit dem 13. Dezember ein Tor erzielt. Perry kam zu zwei Assists in den letzten sieben Spielen und Getzlaf kam im gleichen Zeitraum zu einem Tor und zwei Vorlagen. Zwischen dem 28. Oktober und 4. Dezember war Perry 18 Spiele lang ohne Treffer geblieben. Es war die zweitlängste Torflaute in seiner Karriere.

Jetzt, da Perry erneut nicht trifft, versuchen die Ducks ihn wieder in die Spur zu bringen. Coach Randy Carlyle nutzte am Mittwoch das Morgentraining im Honda Center, um an seinen Reihen herumzubasteln, stellte Perry neben Rakell und Antoine Vermette. Und Getzlaf stürmte in der Mitte neben Nick Ritchie und Rookie Ondrej Kase.

Die Ducks spielen in aufeinanderfolgenden Tagen auswärts gegen die Flames und am Freitag gegen die Vancouver Canucks. Verteidiger Clayton Stoner hatte eine Bauchmuskeloperation Anfang dieses Monats und wird für vier bis sechs Wochen ausfallen, sagte Carlyle.

Auch auf die Dienste von Verteidiger Sami Vatanen (Grippe) mussten die Ducks in Calgary verzichten, somit kam Verteidiger Brandon Montour, 22, zu seinem NHL-Debüt.

Sie erhoffen sich, dass Rakell Perry helfen kann, so wie es ihm in der vergangenen Saison gelang, als sie zusammen spielten. Wer weiß, was ein Jahr später möglich ist, da Rakell um ein Jahr erfahrener ist und bereits 21 Punkte (14 Tore, sieben Assists) in 25 Spielen auf seinem Konto hat?

Hinzukommt, dass Vermette vergangene Saison nicht dabei war, um die Last am Bullykreis auf seine Schultern zu nehmen. Kesler gewinnt die meisten Bullys (473) in der NHL und Vermette weist die beste Erfolgsquote (66,0%) unter allen Center mit mehr als 25 Bullys aus.

"Ich habe schon häufiger gesagt, dass wir glaubten, dass Rakell manchmal auf der Center-Position spielen sollte", sagte Carlyle. "Ich weiß nicht, ob der Abend [Donnerstag] nun gekommen ist oder nicht. Wir haben diese Option."

"Wir haben mit dem Gedanken schon häufiger gespielt und wir werden sehen, wozu wir uns entscheiden."

Getzlaf wies darauf hin, dass sie durch die Tiefe der Ducks das Luxusproblem haben, die richtige Kombination zu finden. Sie suchen wer ideal zusammenpasst, damit sie nicht nur auf Keslers Reihe angewiesen sind, die, wie er sagte "perfektes Eishockey" spielt.

"Wir müssen mehr Tore schießen", sagte Getzlaf. "… Unsere Reihe muss torgefährlicher werden. Wir haben am Mittwoch den Schalter umgelegt und wir werden sehen, wie es ausgeht."

Das was sich in der Vergangenheit bewährt hatte, hat nicht geliefert. Doch Carlyle sieht nicht die Notwendigkeit alles zu verändern. Erneut, das Auf und Ab in dieser Saison ist nicht mit dem schlechten Saisonstart im vergangenen Jahr zu vergleichen.

"Wir möchten weiterhin wettbewerbsfähig bleiben und auf die fünf Spiele über der 50 Prozent Punktequote aufbauen. Wenn wir einen Weg finden würden, wie wir diese Overtimespiele reduzieren können, dann wären wir deutlich glücklicher", sagte Carlyle über die Ducks' Bilanz von 1-7 in Overtime und Shootouts. "Hätten wir 50 Prozent der Spiele gewonnen, die in die Verlängerung gegangen sind, dann stünden wir jetzt auf dem ersten Platz. Das ist der Unterschied."

Ihnen bieten sich nun mehrere Möglichkeiten, die sie testen können. Vermette, ein Unrestricted Free Agent, unterschrieb am 15. August bei Anaheim. Kase wurde von San Diego in der American Hockey League ins Team berufen und gab am 2. November sein NHL-Debüt.

"Diese Liga ist für ihn besser als [die AHL]", sagte Ducks General Manager Bob Murray. "Hier geht es strukturierter zu und er ist ein sehr strukturierter Junge. Er ist stark am Puck, er arbeitet und er wird nicht hektisch."

Trotz seiner Punktemisere ist Perry mit 28 Punkten zusammen mit Getzlaf Anaheims zweitbester Scorer, drei Zähler hinter Kesler. Perry erzielte sieben Tore, 21 Assists und weist einen +/-Wert von -5 aus. Getzlaf kommt auf vier Tore, 24 Assists und einen +/-Wert von -8.

"Noch einmal. sie sind unsere großen Spieler, unsere Vertrauenspersonen", sagte Carlyle. "Ich sehe nicht alles nur in Schwarz und Weiß. Ob wir daran glauben, dass sie sich steigern werden? Ja. Ob wir glauben, dass die Kesler-Silfverberg-Cogliano in manchen Situationen zu häufig aufs Eis muss? Ja."

"Der Spielplan zwingt uns das auf und wir sind in diesem Geschäft, um zu gewinnen. Du musst das machen, was du machen musst, um Spiele zu gewinnen. Ob wir versuchen werden die anderen Reihen zu festigen? Ja."

Mehr anzeigen