Western Conference Final: Colorado Avalanche v Vegas Golden Knights - Game Three

Im Western Conference Finale 2026 könnte schon am heutigen Dienstag (9 p.m. ET; Mittwoch, 3 Uhr MESZ) eine Entscheidung fallen, denn die Vegas Golden Knights führen in der Best-of-7-Serie mit 3:0 und könnten in der heimischen T-Mobile Arena den Sweep perfekt machen.

NHL.com/de blickt mit fünf Slapshots auf die Partie des Abends…

Große Personalsorgen bei Colorado

Mit Cale Makar ist zwar ein Elite-Verteidiger in die Aufstellung der Avalanche zurückgekehrt, doch die Personalsorgen in Colorado sind seitdem nicht weniger, sondern sogar noch viel größer geworden. Neben Makar (Oberkörperverletzung) sind auch Nummer-1-Center Nathan MacKinnon (Knie) sowie Power Forward Valeri Nichushkin (Unterkörperverletzung) schwer angeschlagen. Der Avalanche droht also eine ganze Achse an Schlüsselspielern wegzubrechen. Die spannende Frage für Spiel 4 wird sein, auf wie viel Prozent die medizinische Abteilung von Colorado seine Leistungsträger wiederherstellen kann.

„Tiefer kann es nicht gehen“, zeigte sich Avalanche-Trainer Jared Bednar am Montag ernüchtert. „Ich habe noch keine Neuigkeiten. Die Jungs erhalten Behandlungen und werden genauer untersucht. Vielleicht wissen wir morgen Früh mehr, vielleicht auch erst kurz vor dem Spiel. Wir planen also für alle Szenarien.“

COL@VGK, WCF, Sp. 3: Landeskog erzielt das erste Tor des Spiels

Vegas will im Hier und Jetzt bleiben

Die Golden Knights wollen erst gar keinen Gedanken an einen Sweep verschwenden. Ihr Trainer John Tortorella lebt jeden Tag vor, dass die Konzentration auf das nächste Spiel wichtiger sei als auf das übergeordnete Ziel. „Wir wissen natürlich, was auf dem Spiel steht, aber wir werden nicht zulassen, dass das unsere Einstellung beeinflusst“, betont Vegas‘ Top-Torjäger Brett Howden. „Wir wollen unser Spiel weiter verbessern und gehen mit derselben Einstellung in das nächste Spiel. Das hat er (Tortorella) heute noch einmal betont. Wir schauen nicht zu weit voraus, sondern konzentrieren uns nur auf das eine Spiel.“

Seit der Saison 2017/18 nehmen die Golden Knights am Spielbetrieb in der NHL teil. In diesen neun Jahren könnten sie nun zum dritten Mal in ein Stanley Cup Finale einziehen. Damit könnten sie mit den Philadelphia Flyers und St. Louis Blues für die zweitmeisten in der Expansion-Ära gleichziehen. Auf mehr kommen nur die Edmonton Oilers (fünf).

Ein besonderer Blick auf das grandiose Tor von Tomas Hertl in Spiel 3

Verzweiflungshockey vs. der schwierigste Sieg

Natürlich wird neben der physischen auch die psychische Komponente in diesem Spiel 4 eine entscheidende Rolle einnehmen. Aus Sicht von Colorado gilt es nun, Hockey im Mut der Verzweiflung zu spielen, was neue Kräfte freisetzen kann. Aus Sicht von Vegas ist der vierte Sieg einer Serie sprichwörtlich der Schwierigste, was den zu erklimmenden Berg ein wenig größer erscheinen lässt. Wer hat also die besseren Nerven?

„Es wird ein Gefühl der Dringlichkeit herrschen, aber wir müssen dabei clever sein und im Mut der Verzweiflung spielen. Man muss dieses Gefühl von ‚Alles oder Nichts‘ bewahren, während man bis an die Grenzen geht“, sagt Avalanche-Verteidiger Josh Manson. „Es ist eine große Herausforderung, aber darauf kann man sich freuen oder?“

„Wir müssen damit rechnen, dass sie ihr Bestes geben. Für sie geht es natürlich um Alles oder Nichts, also müssen wir von Beginn an mit derselben Intensität mithalten“, fordert Golden Knights-Verteidiger Shea Theodore. „Der vierte Sieg ist immer der schwerste, egal ob in der Ersten Runde, der Zweiten Runde oder im Conference Finale.“

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Vegas Golden Knights und den Colorado Avalanche

Namensänderung in „Vegas Comeback Knights”?

Vegas sorgte in diesem Western Conference Finale schon für zwei Überraschungen in drei Spielen: In Spiel 1 drehten die Golden Knights einen 0:1-Rückstand in einen 3:1-Sieg. In Spiel 2 zauberten sie aus einem 0:3 sogar ein 5:3. 

Mit bereits sechs Comeback-Siegen in den Stanley Cup Playoffs 2026 stellen die „Comeback Knights“ den Bestwert. Vier dieser sechs Aufholjagden passierten im Schlussdrittel. Egal wie schlecht die Chancen stehen - Vegas sollte man nie abschreiben.

Gefahr aus der Tiefe: Stone erweitert die Möglichkeiten

Natürlich sind alle Augen auf Superstars wie Colorados MacKinnon und Makar sowie Vegas‘ Jack Eichel und Mitch Marner gerichtet, doch eine entscheidende Rolle spielte in diesem Western Conference Finale bislang die Tiefe: Während die Avalanche nur auf fünf unterschiedliche Torschützen kommt, sind es bei den Golden Knights schon deren zehn. 

Bei Colorado haben elf von 20 eingesetzten Skatern mindestens einen Scorerpunkt gesammelt. Bei Vegas scorten 17 von 20 Akteuren - darunter auch Kapitän Mark Stone, der in Spiel 3 sein Comeback feierte und sich direkt mit einem Tor und einem Zwei-Punkte-Spiel (1-1-2) zurückmeldete. Während die Avalanche also von Personalsorgen geplagt werden, haben die Golden Knights ihr Arsenal sogar noch erweitern können.

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