PIT-WSH

Am 9. Oktober beginnt um 12 Uhr (ET) / 18 Uhr (MESZ) die Free Agency in der NHL. NHL.com/de bringt euch eine umfassende Berichterstattung über einige der aufregendsten Tage des Jahres. In dieser Ausgabe: Bedürfnisse der Teams aus der Metropolitan Division.

Carolina Hurricanes
An der blauen Linie und in der Offensive sind die Hurricanes gut aufgestellt. Wenn es einen Bereich gibt, der ein Upgrade vertragen könnte, ist das die Torhüter-Position. Petr Mrazek und James Reimer spielten eine solide, aber eben keine herausragende Saison. Doch ohne einen Torhüter der Extraklasse wird es für Carolina schwer, kurz- bis mittelfristig nach dem Stanley Cup zu greifen. Die Gelegenheit, sich bei der Free Agency einen Top-Schlussmann zu sichern, ist günstig wie nie. Die Hurricanes dürften deshalb zugreifen, auch wenn Mrazek und Reimer jeweils noch ein Jahr unter Vertrag stehen. Dieses Problem ließe sich mit einem Trade oder Buyout lösen.
Offen ist noch, was mit Justin Williams passiert. Dem Vernehmen nach ist es durchaus denkbar, dass der Angreifer und frühere Kapitän der Hurricanes seine 20. NHL-Saison in Angriff nimmt. Vergangene Saison unterzeichnete er im Januar einen Vertrag bis zum Ende der Spielzeit für ein Grundgehalt von lediglich 700.000 US-Dollar. Sollte er wiederum für einen Schnäppchenpreis zu haben sein, wären die Hurricanes gut beraten, einen Deal mit dem erfahrenen Haudegen einzugehen.

Top-10-Spielzüge der Hurricanes …bis jetzt

Columbus Blue Jackets
Die Blue Jackets drückt der Schlittschuh vor allem im Angriff. Händeringend gesucht wird ein Center für die zweite Angriffsformation. Allerdings sind Leute, die dem Team aus Ohio ad hoc weiterhelfen, bei der Free Agency dünn gesät. Deshalb könnten sie gezwungen sein, die Lücke mit einem Trade zu schließen. Als Tauschobjekte kämen Stürmer und Restricted Free Agent Josh Anderson oder einer der beiden Torleute Elvis Merzlikins und Joonas Korpisalo in Frage.
Falls sich kein Center findet, der den Ansprüchen genügt, werden die Blue Jackets ihre Fühler wohl nach einem Top-Torjäger ausstrecken, selbst wenn der auf den Flügeln zu Hause ist. Patrik Laine von den Winnipeg Jets ist ein Spieler, dessen Name in diesem Zusammenhang kursiert. Ob die Blue Jackets tatsächlich einen dicken Fisch wie ihn an Land ziehen können und wollen, wird sich in den nächsten Tagen erweisen.

CBJ@TBL, Sp5: Wennberg bringt Jackets im 2. in Front

New Jersey Devils
Hektische Betriebsamkeit in Sachen Free Agency ist bei den Devils nicht zu erwarten. General Manager Tom Fitzgerald machte im Vorfeld deutlich, dass er eine langfristige Strategie verfolgt und in der Entwicklung hin zu einem Spitzenteam voll auf hochveranlagte junge Spieler wie Nico Hischier oder Jack Hughes setzt. Sie sollen Stück für Stück in Führungsaufgaben hineinwachsen. Eine Einigung dürften die Devils sicherlich mit Verteidiger und Restricted Free Agent Mirco Müller erzielen. Der Winterthurer brachte es in den beiden zurückliegenden Spielzeiten auf 103 Einsätze und 18 Scorerpunkte.
Was der jungen Devils-Garde gut zu Gesicht stünde, wäre der ein oder andere erfahrene Spieler für die Offensive. Sollte Kyle Palmieri getradet werden, besteht dort erst recht Handlungsbedarf. Der Flügelstürmer war mit 45 Punkten der Top-Scorer der Devils in der Saison 2019/20.

Top-10-Spielzüge der Devils … bis jetzt

New York Islanders
Die Islanders müssen den Blick bei der Free Agency mehr nach innen als nach außen richten. Mit Mathew Barzal, Ryan Pulock und Devon Toews haben sie drei Restricted Free Agents in ihren Reihen, die in der letzten Saison eine wichtige Rolle im Team spielten. Die Verantwortlichen werden sicherlich alles dafür tun, um ihnen ein interessantes Angebot zu machen. Einzige Schwierigkeit: Der Cap-Space der Islanders ist ziemlich begrenzt.
Das liegt auch daran, dass sie sechs Stürmer an Bord haben, die noch drei Jahre Vertrag haben und den Finanzrahmen jährlich mit mindestens fünf Millionen US-Dollar belasten. Selbst wenn General Manager Lou Lamoriello es wollte: Zusätzlicher finanzieller Freiraum lässt sich unter diesen Voraussetzungen nur schwer schaffen. Doch Lamoriello ist ein ausgebuffter Geschäftsmann, der womöglich das ein oder andere Ass im Ärmel hat. Fraglich ist auch, ob Torhüter Thomas Greiss bleibt. Ansonsten benötigen sie einen neuen Backup.

TBL@NYI, Sp6: Toews trifft von hinter dem Tor

New York Rangers
Bei den Rangers liegt der Fokus zunächst einmal auf dem NHL Draft 2020. Sie haben dort das erste Zugriffsrecht und werden sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für Alexis Lafreniere entscheiden. Mit ihm hätten sie ein Mega-Talent in ihren Reihen, das der Offensive einen weiteren Energieschub verleihen sollte.
Im Tor gehört die Zukunft Igor Shesterkin und Alexandar Georgiev. Franchise-Legende Henrik Lundqvist wurde aus seinem Vertrag herausgekauft. Ein wichtiger Punkt, den es zu klären gilt, ist die Weiterbeschäftigung der beiden Restricted Free Agents Tony DeAngelo und Ryan Strome. Geld genug, ihnen eine qualifizierte Offerte zu unterbreiten, ist vorhanden.

New York Rangers: Wer wird glänzen?

Philadelphia Flyers
Mit dem Karriereende von Matt Niskanen hat sich eine Baustelle in der Defensive aufgetan. Der 33 Jahre alte Veteran bildete über weite Strecken zusammen mit Ivan Provorov das erste Verteidiger-Paar. Mit ihm verliert Philadelphia einen starken Mann an der blauen Linie und noch dazu einen Stanley Cup Champion (2018 mit den Washington Capitals). Die Flyers werden daher den Verteidiger-Markt genauestens unter die Lupe nehmen. Einen Fehlgriff an dieser zentralen Stelle können sie sich nicht erlauben.
Darüber hinaus besteht für Philadelphias Management kein Investitionsdruck. Die Flyers überzeugten in der zurückliegenden Saison als Kollektiv. Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass die Free Agents Philippe Myers (restricted), Tyler Pitlick, Derek Grant und Nate Thompson (alle unrestricted) unbedingt gehalten werden sollen.

Pittsburgh Penguins
Bei den Penguins steht zur neuen Saison ein Umbruch an. Patric Hornqvist, Jack Johnson, Justin Schultz und vermutlich auch Conor Sheary gehören künftig nicht mehr zum Team. Wie umfassend die Veränderungen insgesamt ausfallen, hängt davon ab, ob es zu weiteren Abgängen kommt. Als Kandidat für einen Trade wird immer wieder Torhüter Matt Murray genannt. Die Penguins könnten versucht sein, ihn gegen einen Defensivspieler zu tauschen und sich bei der Free Agency nach einem passenden Nachfolger umzusehen. Gleichwertiger Ersatz für Murray ist in diesem Jahr ohne Zweifel vorhanden.
Wie jedes Mal in jüngerer Vergangenheit wird auch in dieser Offseason über einen möglichen Trade von Evgeni Malkin gemunkelt. Und wie jedes Mal beeilte sich General Manager Jim Rutherford, das Gerücht frühzeitig zu zerstreuen.

MTL@PIT, Sp2: Crosby bezwingt Price durch die Beine

Washington Capitals
Bei den Rangers wurde eine Torwart-Legende bereits verschiedet, bei den Capitals steht dies unmittelbar bevor. Weil Ilya Samsonov die neue Nummer 1 zwischen den Pfosten der Hauptstädter sein soll, macht sich Braden Holtby bei der Free Agency auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber.
Washington wiederum wird den Markt nach einem Backup für Samsonov abklopfen. Sein Anforderungsprofil: Er sollte Erfahrung mitbringen, sich klaglos als Nummer 2 in der Mannschaft einfügen, Samsonov bei seiner Entwicklung helfen und das Zeug haben, ihn im Notfall längerfristig zu ersetzen. Unweigerlich landet man da bei einem Mann namens Lundqvist, zumal der sicherlich gerne zu einem Klub wechseln würde, mit dem er sich seinen Traum vom Triumph im Stanley Cup doch noch erfüllen kann. Aber auch Greiss wäre eine gute Option.

WSH@NYI, Sp4: Ovechkin gleicht per PPG das Spiel aus