Ein 3:4 nach Verlängerung gegen die Toronto Maple Leafs, dann ein 3:7 gegen die Nashville Predators – das war nicht das, was die Colorado Avalanche nach eigenem Selbstverständnis den eigenen Fans in der Ball Arena zu Denver präsentieren wollen. Da tat es gut, dass die Mannschaft mit dem 5:2-Sieg vor eigenem Publikum am Montagabend (Ortszeit) die Anhänger wieder versöhnt hat und selbst wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hat. Der Erfolgsgarant in Denver hieß dabei einmal mehr Nathan MacKinnon, der – selbstverständlich – auch wieder einen Meilenstein erreicht hat.
„Alles, was man braucht …“
„Manchmal ist alles, was man braucht, Nathan MacKinnon.“ Die Worte des TV-Kommentators von TNT Sports drücken es aus, wie sehr die Avalanche eine gute Leistung ihres Superstars gebraucht haben, um nach zwei Spielen in Folge ohne doppelten Punktgewinn auch wieder dem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Es war die Reaktion auf die 2:1-Führung der Gastgeber (28.), als MacKinnon in Überzahl den Puck in der neutralen Zone bekam, mit sehr viel Geschwindigkeit in die Verteidigungszone der Capitals kam, Verteidiger Martin Fehervary als Deckung benutzte und dann unhaltbar für Charlie Lindgren (39 Saves) im Tor der Gäste abzog. Es war MacKinnons 37. Saisontor, womit er jetzt schon die Marke von 32 aus der vergangenen Spielzeit weit übertroffen hat. Im Kampf um die Rocket Richard Trophy als bester Torschütze der Liga in der Saison liegt er mit 38 Toren acht Treffer vor Connor McDavid (Edmonton Oilers).
Die Reihe um MacKinnon, Artturi Lehkonen und Martin Necas war im weiteren Verlauf der Partie auch hauptsächlich dafür verantwortlich, dass der Abend für die Avalanche einen versöhnlichen Ausgang nahm. Lehkonen erzielte auf Vorlage von MacKinnon das 4:2 (53.), und der „Chef“ selbst machte mit dem 5:2 (57.) auf Zuspiel von Necas alles klar. Mit dem zweiten Treffer an diesem Abend hat MacKinnon als zehnter aktiver Spieler die Marke von 1100 Scorerpunkten in seiner Karriere erreicht. In der Geschichte der Colorado Avalanche/Quebec Nordiques ist er nach Joe Sakic (1641) erst der zweite Spieler, der diese Marke knackt. MacKinnon hat mit der Performance gegen die Capitals auch Peter Stastny (313) in der Statistik für die meisten Partien mit zwei oder mehr Scorerpunkten hinter sich gelassen. Bis Sakic (473) ist es allerdings selbst für MacKinnon noch ein gutes Stück.



















