Foligno brothers split MIN

Der Wechsel von Nick Foligno zu den Minnesota Wild hat für eine der besonderen Geschichten der aktuellen NHL-Saison gesorgt. Seit dem 6. März steht der 38-jährige Stürmer erstmals gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Marcus Foligno in einem  NHL-Kader – ein Moment, auf den beide lange gewartet haben.

„Normalerweise kam ich immer nur als Gegner in die Stadt und schaute kurz bei ihm vorbei“, erzählte Nick über seine früheren Besuche in Minnesota. „Aber diesmal war ich gestern bei ihm und dachte: Ich kann morgen wiederkommen. Und übermorgen auch. Das ist ziemlich cool.“

Nick wurde von den Chicago Blackhawks zu den Wild transferiert und gab am 10. März sein Debüt für Minnesota. Sein Bruder musste die Partie allerdings von der Tribüne aus verfolgen, weil er seit Anfang März wegen einer Unterkörperverletzung pausiert.

Für die Brüder ist die gemeinsame Zeit dennoch etwas Besonderes. „Man nimmt so etwas nicht als selbstverständlich“, erklärte Nick. „Wir spielen beide schon lange in der National Hockey League. Die Chance zu bekommen, zusammen mit deinem Bruder zu spielen, ist ein unglaubliches Gefühl.“

Auch Marcus reagierte begeistert, als er die Nachricht erhielt. „Als er mir sagte, dass er getradet wurde, dachte ich zuerst, er geht zu einem anderen Team“, sagte er lachend. „Aber als er meinte, dass er nach Minnesota kommt, war ich total aus dem Häuschen. Wie cool ist es bitte, mit seinem Bruder zu spielen?“

Bislang standen sich die Folignos in der NHL 29-mal als Gegner gegenüber. Nun hoffen sie, bald gemeinsam auf dem Eis zu stehen – vielleicht sogar in einer Reihe. „Es wird großartig sein, auf die Bank zu schauen und ihn dort zu sehen“, sagte Marcus.

Neben dem sportlichen Aspekt engagieren sich die Brüder weiterhin gemeinsam für den Kampf gegen Krebs. Mit ihrer Benefizaktion „Foligno Face-Off“ sammeln sie Spenden für Krebsforschung – eine Herzensangelegenheit, nachdem ihre Mutter 2009 an Brustkrebs gestorben war.

Trotz aller Emotionen bleibt das sportliche Ziel klar: Gemeinsam wollen die Folignos mit Minnesota um den Stanley Cup kämpfen. „Es ist eine tolle Geschichte“, sagte Nick. „Aber am Ende geht es darum, dieser Mannschaft zu helfen, erfolgreich zu sein.“