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Flames unerwartet Heimstark

Die Calgary Flames machten ihre Heimschwäche mit Siegen gegen die Maple Leafs und Wild vergessen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Die Aussichten hätten für die Calgary Flames besser sein können, als sie nach der 2-1 Niederlage nach Overtime am Montag im Gastspiel bei den New York Islanders im Barclays Center ihre Serie von drei Heimspielen in Folge im Blick hatten. Nach einem kräftezehrenden Roadtrip mit sechs Spielen in acht Tagen gegen Teams der Eastern Conference, hatten sie zwar eine zufriedenstellende Ausbeute von sieben Punkten im Gepäck, doch die Heimbilanz in der aktuellen Saison trübte die Vorfreude auf den heimischen Scotiabank Saddledome.

Denn die dort ausgetragenen Spiele waren bis dato seltener ein Zuckerschlecken als ein Desaster für die Flames. Ihre Bilanz aus zehn Spielen lag bei 3-7-0. Es war die zweitschlechteste der Liga.  

"Wir müssen unsere Heimbilanz auf Vordermann bringen", urteilte Flames Headcoach Glen Gulutzan vor der Rückreise. "Es ist kein Geheimnis. Wir sind 3-7-0 zuhause. Wenn das weiterhin so bleibt, werden wir scheitern. Auswärts liegen wir bei 7-6-2. Das ist angemessen. Wir müssen das jetzt auch in unserer Arena hinbekommen."  

Und sie haben es hinbekommen.

All denen, die sich vor einigen Tagen noch erdreistet hatten, zu behaupten, dass ein Gastspiel bei den Flames lockere zwei Punkte sind, hat Calgary Lügen gestraft. Mit einem glatten 3-0 Sieg gegen die Toronto Maple Leafs am Mittwoch und einem 3-2 Shootoutsieg gegen die Minnesota Wild am Freitag, stehen die Flames kurz davor, eine perfekte Heimserie hinzulegen.

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"Wir wachsen zusammen. Wir hatten eine Diskussion nach der anderen. Wir fühlen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben einige neue Jungs. Sie haben gedacht, wenn sie die Dinge richtigmachen, werden wir besser ...wir wachsen als Gruppe zusammen und werden besser", erklärte Gulutzan nach dem Sieg gegen Minnesota.

In seinen Augen lieferten die Flames eines der komplettesten Spiele der Saison ab: "Wir hatten nur wenige Chancen. Wir haben sehr strukturiert gespielt und haben uns an den Gameplan gehalten. Wir wussten, dass es ein Kampf wird und wir haben das Spiel an uns gerissen."

Die Partie gegen die Wild war zwar, wie Gulutzan erklärte, ein Kampf, doch die von vielen Seiten antizipierte "Schlacht" blieb aus. Am 15. November behielten die Flames in ihrem Gastspiel in Minnesota mit 1-0 die Oberhand. Es war eine ruppige, bisweilen schmutzig geführte Partie im Excel Energy Center und die bislang letzte von Flames Topstar Johnny Gaudreau. Wilds Eric Staal setzte dem linken Flügelstürmer mit einem Stockschlag so gehörig zu, dass dieser seit nun fast drei Wochen an einem Fingerbruch laboriert. Flames-Fans dürsteten nach Rache.

Weniger emotionsvorbelastet ist die letzte Partie der Heimserie. Am Sonntag werden die Flames mit den Anaheim Ducks eher die Schläger als die Fäuste kreuzen (3:30 am MESZ). Sollten sie auch dieses Spiel siegreich gestalten, haben sie ihre Heimausbeute der ersten zehn Spielen (sechs Punkte) verdoppelt.

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