Vom Kontrahenten aus seinem finnischen Heimatland spricht Honka mit höchstem Respekt. "Sie haben eine tolle Mannschaft, eine der besten in Europa. Wir werden uns entsprechend vorbereiten. Ich habe grundsätzlich ein gutes Gefühl, weil wir jetzt schon so weit gekommen sind, doch ein wenig aufgeregt bin ich natürlich trotzdem. Wir haben in dieser Saison noch nicht gegen Tappara gespielt, es wird also interessant werden", erläuterte er.
Vorsicht vor dem finnischen Rekordmeister ist auf jeden Fall angebracht. Tampere gewann fünf von sechs Auswärtsspielen in dieser CHL-Saison und konnte sich darüber hinaus im Viertelfinale bei Rögle für die Finalniederlage aus dem Vorjahr revanchieren. Im Halbfinale schaltete Tappara den amtierenden Schweizer Meister EV Zug aus.
Das Prunkstück von Tampere ist die Defensive um Torhüter Christian Heljanko. Vier Shutouts bei elf Einsätzen, ein Gegentorschnitt von 1,27 pro Spiel und eine Fangquote von 95,21 Prozent stehen für ihn zu Buche. Eine weitere Topleistung des Goalies in Luleå dürfte Tamperes Titelchancen deutlich erhöhen.
Hinzu kommt, dass die Finnen nach ihrer Finalniederlage im zurückliegenden Jahr bis in die Haarspitzen motiviert sind, endlich den Pokal der europäischen Königsklasse in die Höhe zu stemmen. "Wir haben noch eine Rechnung offen", betonte Verteidiger Valtteri Kemiläinen. "Es gibt eine Gruppe von Spielern, die in der letzten Saison auf der Verliererseite stand, sodass der Hunger auf einen Sieg nun noch größer ist."
Den Goldmedaillengewinner mit Finnland bei den Olympischen Spielen von 2022 stört es nicht, dass Tappara auswärts antreten muss. "Es ist auf jeden Fall besser, als wenn das Spiel auf neutralem Eis stattfindet. Das macht die ganze Sache viel interessanter. Wir werden alles dafür tun, um im Finale in der bestmöglichen Form zu sein", ließ Kemiläinen verlauten.