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Huberdeau: Panthers haben nötige Verstärkungen

Floridas Stürmer ist optimistisch, dass mit Quenneville, Bobrovsky, Stralman wichtige Elemente hinzukamen

von NHL.com/de @NHLde

NHL.com/de hat sich im Rahmen der European und North American Player Media Tours mit einigen der besten Spieler aus der NHL zu längeren Gesprächen getroffen. Mit diesen Exklusivinterviews werden wir euch im September auf die bevorstehende Saison 2019/20 einstimmen.

In dieser Ausgabe Jonathan Huberdeau von den Florida Panthers.

Du sagtest letzte Saison, dass du es leid wärst, nicht in die Playoffs zu kommen. Wie wichtig wird es sein, sich in diesem Jahr zu qualifizieren?

Nun, ich meine, in sieben Jahren haben wir es einmal geschafft, aber ich habe das Gefühl, dass wir immer näherkommen. Wir haben uns einmal qualifiziert, das ist jetzt schon eine Weile her, vor drei Jahren war es der Fall. Ich habe das Gefühl, dass wir in Florida eine Siegerkultur aufbauen müssen. Natürlich wollen wir auch mehr Fans haben. Ich denke nur, dass man hierfür in die Playoffs kommen muss. Ich denke, man schätzt es mehr, wenn man anfängt, es durchzuziehen, und das ist es, was wir wollen. Ich denke, dass jeder in seiner Karriere den Stanley Cup gewinnen will, und ich sage immer, dass ich ihn mit Florida gewinnen möchte. Das hatte ich alles letztes Jahr gemeint. Ich hatte nicht vor, es über die Medien zu sagen, aber es geht dabei nicht nur um mich. Jeder in unserem Team will die Playoffs erreichen, vor allem wenn die Organisation dem Kern vertraut. Wir waren zusammen; sie hätten uns trennen können, aber sie haben die meisten von uns gehalten. Also denke ich, dass wir ihnen deshalb beweisen sollen, dass sie Recht hatten. Wir wollen es für die Organisation tun.

Darum denkst du, dass es an der Zeit ist, oder? Ihr habt diesen Kern, jetzt bekommt ihr Joel Quenneville, Sergej Bobrovsky, Anton Stralman.... das ist es.

Ich denke, wir brauchten Tiefe, und die haben wir diesen Sommer hinzugefügt. Wir haben gute Arbeit geleistet, denke ich. Natürlich muss man hierfür Geld ausgeben. (Panthers Eigentümer) Vinny Viola hat es diesen Sommer gemacht und es ist cool, das mitzukriegen. Das bedeutet, dass er es wirklich will und ich denke, er hat alles in seiner Macht Stehende getan. Jetzt liegt es an uns, es auf dem Eis umzusetzen und in jedes Spiel zu gehen mit dem Wissen, dass wir jedes von ihnen gewinnen können. Eine solche Einstellung brauchen wir.

Wann hast du Quenneville zum ersten Mal getroffen?

Auf der Pressekonferenz (8. April zur Einführung). Gleich danach traf er sich mit uns allen gemeinsam und er sagte, dass wir jenes Gefühl, das wir hatten (letzte Saison), nicht mehr haben werden. An diesem Tag hätten wir trainieren und uns auf unser erstes Playoff-Spiel vorbereiten können, und wir waren auf seiner Pressekonferenz. Das ist es also, was er irgendwie wollte, die Art verbessern, wie wir denken. Es sollte (das letzte Mal) sein. Jedes Jahr willst du in den Playoffs dabei sein und vor deiner (ersten) Playoff-Partie trainieren. Das ist die Mentalität, die wir im Trainingscamp und zu Saisonbeginn haben werden.

Hast du ihn überhaupt persönlich getroffen?

Nicht persönlich. Wir haben telefoniert. Vermutlich hat er alle angerufen, um zu erfahren, wo wir stehen.

Kannst du etwas von dem verraten, worüber ihr gesprochen habt?

Ich bin offensichtlich einer der Führungsspieler in Florida. Er hat mir gesagt, dass wir zusammen Gutes tun können. Er scheint ein Typ zu sein, der will, dass man arbeitet, und er wird einem etwas zurückgeben. Er wirkt wie ein Playoff-Coach. Ich habe viel Gutes über ihn gehört, und ich freue mich wirklich darauf, für ihn zu arbeiten.

 

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Was ändert sich, wenn ein großer Name wie Quenneville ins Spiel kommt?

Man kann auf seinen Background zählen. Ich glaube, er hat die Playoffs 18 Mal in [22] Saisons erreicht. Man kann also durchaus behaupten, dass er gerne gewinnt. Ich glaube nicht, dass es eine Rolle spielt, wie man gewinnt. Er ist ein Gewinner und er will gewinnen. Das ist es, was wir brauchen. Ich denke, wir müssen eine Siegerkultur in Florida aufbauen, und ich denke, er ist der Typ, der uns dabei helfen wird.

Wie sehr beeinflusst das die Erwartungen der Spieler selbst, bis hin zum Versuch, ein höheres Level zu erreichen?

Es gibt einem einen zusätzlichen Schub. Wir sind den ganzen Sommer über aufgeregt. Wenn man mitbekommt, da passiert etwas, erkennt man, dass das Team und man selbst vorankommen will. Die letzten Jahre waren hart. Wir haben um einen Punkt (2017/18) die Playoffs verfehlt. Letztes Jahr war ein schweres Jahr. Ich denke, man geht einfach in den Sommer und arbeitet hart, aber wenn man all diese Veränderungen sieht, erkennt man, dass das Team an einen glaubt. Dadurch wird das Team noch besser. Wir sind nun begeistert und bereit, loszulegen.

 

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Was bedeutet die Ankunft von Bobrovsky, wenn man berücksichtigt, dass man der Zielort für einen der größten Namen auf dem Spielermarkt geworden ist?

Natürlich ist er ein Top-Torwart in der NHL, es ist immer gut, einen solchen Torwart zu bekommen. Es tut weh, (Roberto) Luongo zu verlieren; er war ein großartiger Teamkollege, ein großartiger Freund. Das ist nie einfach, aber ich bin der Meinung, dass Bobrovsky in seinen besten Jahren ist. Manchmal spielt man nicht sein bestes Spiel, aber er wird uns helfen. Das ist es, was wir dieses Jahr brauchen werden, und ich bin sicher, dass er für diese Herausforderung bereit sein wird.

Wie aufgeregt bist du, wenn am 7. März im Spiel gegen Montreal Luongos Trikotnummer retired wird?

Es wird wirklich cool werden. Er verdient es und es ist eine solche Ehre, der erste in einer Organisation zu sein, dessen Trikot retired wird. Ich denke, er ist ein Mann, der es verdient hat und viel Herzblut in den Sport und auch in diese Organisation gesteckt hat. Es ist schön, das zu sehen. Er spielte die meiste Zeit seiner Karriere in Florida, und es wird ein besonderer Abend für ihn werden.

Der Name Aleksander Barkov wird immer als einer der am meisten unterschätzten Spieler der NHL genannt. Wie ist er als Anführer und als Teamkollege?

Er ist ein ruhiger Kerl. Es hat eine Weile gedauert, bis wir uns kennengelernt haben und wir lachen noch immer darüber, weil wir nebeneinandersaßen und wir auf Englisch gesagt haben, dass wir uns manchmal nicht verstehen. Aber wenn wir zusammenspielen, dann stimmt die Chemie, auch wenn unterschiedliche Sprachen sprechen. Manchmal unterhalten wir uns und ich sage, egal. Es ist lustig, es bringt uns zum Lachen. Er ist ein lustiger Kerl. Ich versuche, jeden Tag Spaß zu haben, und er ist ein Anführer. Als er letztes Jahr das 'C' bekam, fing er an, ein wenig mehr zu reden, aber er zeigt es auf dem Eis - er ist schon ein Leader. Er arbeitet so hart auf und abseits des Eises. Er ist ein Typ, dem man folgen möchte. Er spielt jedes Spiel gut und jeder will ihm folgen.

Glaubst du, dass du unterschätzt wirst, wenn man bedenkt, welche Saison du gerade hattest?

Das habe ich im Sommer ein paar Mal gehört. Es ist mir egal, ich habe nie darüber nachgedacht. Ich will nur spielen. Ich erzielte letztes Jahr [92] Punkte, aber wir haben die Playoffs nicht erreicht, also spielt es keine Rolle. Es ist eine Leistung, aber ich habe jedes Jahr meine Punktausbeute gesteigert. Das muss ich einfach beibehalten und auch die Playoffs erreichen. Das ist es, was man sich vornimmt. Ich möchte dem Team in der Offensive helfen und auch defensiv gut sein, aber es ist egal, ob ich unterschätzt werde. Es ist Teil des Spiels und ich will nur mein Bestes auf dem Eis geben.

Video: FLA@OTT: Huberdeau, Barkov gemeinsam zum Tor

Sagst du dir selbst, dass den Panthers der nächste Schritt gelingt mit all den Neuverpflichtungen und wenn du wieder eine solche Saison hinlegst?

Sicherlich wollen wir den nächsten Schritt machen, und in diesem Jahr werden wir ihn tun. Ich bin zuversichtlich. Ich bin einer der Leader im Team und ich möchte jedes Mal auf dem Eis ein Anführer sein. Das ist es, was ich mir dieses Jahr vornehme.

Wird durch die Verstärkungen der Panthers die Rivalität mit den Lightning zunehmen?

Ja, ich bin sicher, dass die Aufeinandertreffen wirklich gut werden. Wir treten in der Preseason oft gegeneinander an, plus die [Home-and-Home Serien] zu Saisonbeginn. Wir werden sie also oft zu sehen bekommen. Sie sind ein gutes Team, aber dieses Jahr haben wir uns verstärkt und ich denke, so werden wir auch spielen. Mit der Siegerkultur denken wir anders, also werden wir auf dem Eis anders auftreten.

Was steht für dich persönlich in dieser Saison an? Was hoffst du zu erreichen?

Manchmal spielt man nicht sein bestes Spiel, aber dann muss ich da draußen den Unterschied ausmachen - das ist es, was ich in jedem Spiel tun will. Sei beständig, sage ich mir selbst. Das letzte Jahr war schon besser, und dieses Jahr muss es noch besser werden. Jedes Jahr will ich besser werden. Man ist vorbereitet, also muss man gut sein und jeden Abend etwas bewegen.

Wer muss der MVP sein, damit die Panthers erfolgreich sind?

Selbstverständlich Barkov, wir wissen, dass er MVP wird - wir wissen, dass er bei jedem Spiel da sein wird. Aber auch Verteidiger wie (Keith) Yandle, (Aaron) Ekblad müssen das ganze Jahr über gut sein, und ich weiß, dass es ihnen gelingt. Bobrovsky.... es ist der Torwart, der für einen Spiele gewinnt und vielleicht ist er der Kerl, der uns vier, fünf Siege (mehr) beschert. Das ist es, was wir brauchen.

Video: Top 10 Spielzüge aus 2018/19: Jonathan Huberdeau

Worauf wartest du noch, wenn die Saison beginnt?

Man sieht die Aufstellung, man sieht das Team, man will nur das System sehen und es tatsächlich auf dem Eis umsetzen. Man kann reden, man kann den ganzen Tag reden, aber bis es soweit ist gibt es keine Garantie. Ich freue mich, aufs Eis zu gehen und das erste Spiel zu bestreiten.

Wie siehst du die Herausforderung, in der Atlantic Division zu spielen?

Ich denke, es ist gut für uns. Es wird nicht einfach werden, aber ich glaube nicht, dass das etwas ausmacht. Jedes Spiel ist schwer, aber wir wissen, dass wir mit jedem Team konkurrieren können. Man spielt gegen jedes Team in der Liga, Tampa Bay, Boston - es ist schwer, aber wenn man zuversichtlich ist, spielt es keine Rolle, gegen welches Team man antritt.

Nimmst du etwas von dem mit, was die Blues im letzten Jahr erreicht haben, nachdem sie die Playoffs in der Saison zuvor verpasst hatten?

Ihre Geschichte ist unglaublich. Wir wollen aber nicht Ende Januar der Tabellenletzte sein. Es zeigt nur, dass jeder den Stanley Cup gewinnen kann, sobald man in die Playoffs kommt. Das Ziel ist es, in die Playoffs zu kommen, und danach kann alles passieren. Man hat gesehen, dass sie ein gutes Team waren, das füreinander spielte, und dafür wurden sie belohnt. Irgendwann muss man Veränderungen vornehmen, und wir haben diesen Sommer einige Dinge geändert, aber im Grunde genommen, haben wir die gleiche Gruppe von Jungs, also sollte es gut ausgehen.

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