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NHL.com/de blickt in seiner Serie "International Ice" jeden Sonntag auf das Geschehen außerhalb Nordamerikas und berichtet über Themen oder Spieler aus den europäischen Ligen.
In dieser Ausgabe: Vorschau auf das Playoff-Viertelfinale in der PENNY DEL

Die Saison 2021/22 in der PENNY DEL geht in ihre heiße Phase. Am heutigen Sonntag beginnt das Playoff-Viertelfinale. Die vier Paarungen sind allesamt reizvoll. Die Eisbären Berlin treffen auf die Kölner Haie, der EHC Red Bull München bekommt es mit der Düsseldorfer EG zu tun, die Grizzlys Wolfsburg müssen sich mit den Fischtown Pinguins auseinandersetzen und die Straubing Tigers messen sich mit den Adler Mannheim. Gespielt wird nach dem Best-of-5-Modus - nicht nur in dieser Runde, sondern auch anschließend im Halbfinale und im Finale.
Die beiden großen Favoriten auf die Meisterschaft sind Titelverteidiger Eisbären Berlin und die Red Bulls aus München. Beide Teams belegten nach der Hauptrunde die Plätze eins und zwei. Während die Berliner die Spielzeit über weite Strecken dominierten, schoben sich die Münchner erst auf den letzten Metern an den Wolfsburgern vorbei. Außenseiterchancen auf den Titel besitzen die Grizzlys, die voriges Jahr erst in der Finalserie gegen die Eisbären den Kürzeren zogen, und die Adler, die sich nach dem Trainerwechsel unmittelbar vor den Playoffs wieder im Aufwind befinden.

Eisbären-Trainer Serge Aubin freut sich auf den Auftakt der Playoffs für sein Team. "Wir haben eine unglaublich starke und talentierte Mannschaft. Der Hauptteil der Arbeit liegt aber mit den Playoffs noch vor uns. Bei den Eisbären gibt es jedes Jahr nur ein Ziel und das ist der Gewinn der Meisterschaft", ließ er auf Webseite der Berliner selbstbewusst verlauten.
Dass die Eisbären das erste Duell zu Hause in der Mercedes Benz Arena austragen können, ist für Aubin ein Pluspunkt. "Wir wollten diesen Heimvorteil unbedingt, dafür haben wir hart gearbeitet. Unsere Fans sind perfekt und wir brauchen sie. Sie geben uns unheimlich viel Energie", sagte er vor dem Aufeinandertreffen mit den Haien und ihrem Coach Uwe Krupp.
Ebenso offensiv wie die Eisbären gehen auch die Red Bulls mit ihren Ambitionen um. "Man muss sich hohe Ziele setzen. Und wir wollen Meister werden", wird Trainer Don Jackson auf der Klubwebseite zitiert. Für ihn wäre es die neunte Deutsche Meisterschaft. Fünf Titel holte er bisher mit den Eisbären und drei mit den Red Bulls.
Nach Ansicht von Münchens Kapitän Patrick Hager ist es notwendig, in allen Runden vom ersten Moment an hellwach zu sein. "In den Playoffs verzeiht einem der Best-of-5-Modus vielleicht eine Niederlage, aber keine zweite, denn dann steht man sofort unter Druck. Man muss auf den Punkt da sein", sagte er in einem Interview für die Teamseite.
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Die Duelle zwischen den Red Bulls gegen die DEG stellen übrigens eine Premiere dar. Noch nie standen sich beide Kontrahenten in einer Playoff-Serie gegenüber.
Optimismus im Hinblick auf die Endrunde herrscht auch im Lager der Grizzlys. Nach Ansicht von Verteidiger Dominik Bittner brauchen sie sich vor keinem Gegner fürchten. "Wir können einen langen Weg gehen, müssen unser Spiel aber auch durchziehen. Dann können wir jedes Team schlagen, das haben wir auch in der Hauptrunde gezeigt. Wir haben gutes Eishockey gespielt und müssen in den Playoffs genau da weitermachen. Das Ziel ist es, das letzte Spiel der Saison zu gewinnen", gab er auf der Webseite der Wolfsburger zu Protokoll.
Ähnlich äußerte sich dort auch Sportdirektor Charly Fliegauf. "In den Playoffs lebt man im Heute. Es gilt, den ersten Sieg einzufahren - und das am besten schon am Sonntag. Ich traue unserer Mannschaft Großes zu, sie hat in dieser Saison gut gespielt und wird alles daransetzen, in den Playoffs ebenfalls tolles Eishockey zu spielen und das Viertelfinale zu überstehen", sagte er vor dem ersten Vergleich der Grizzlys mit den Fischtown Pinguins, die in der Endabrechnung auf Rang sechs landeten.
Im Gegensatz zu Berlin, München und Wolfsburg hat sich Mannheim als Tabellenfünfter nicht das Heimrecht für die erste Begegnung im Viertelfinale gesichert. Sie müssen nach Niederbayern reisen und fürs Weiterkommen den Straubing Tigers auf jeden Fall ein Heimspiel stehlen.
Adler-Stürmer Jordan Szwarz erwartet ein zähes Ringen. "Das wird ein harter Kampf. Die Tigers arbeiten hart, haben offensiv große Durchschlagskraft und das über eigentlich alle Reihen. Sie mögen das Körperspiel. Aber da wollen wir dagegenhalten. Wir wollen es Straubing jeden Abend aufs Neue so schwer wie möglich machen, ihr Spiel aufs Eis zu bringen", betonte er in einem auf der Webseite der Adler veröffentlichten Interview. Mit 37 Punkten aus 48 Einsätzen war der frühere NHL-Profi der zweitbeste Scorer der Adler in der Hauptrunde, nach seinem Reihenkollegen Nigel Dawes (42), der ebenfalls eine NHL-Vergangenheit hat.
Für Szwarz sind die Playoffs die schönste Zeit des Jahres. "Ich liebe Playoff-Hockey. Jeder legt nochmals eine Schippe drauf, geht bis an seine absoluten Grenzen. Alles wird intensiver, es geht körperlich in jedem Zweikampf und in jeder Situation an der Bande hart zur Sache. Jedes Detail gewinnt an Bedeutung. Die Fans, die Spieler - alle haben nur noch eines im Kopf. Der Vibe, der von den Playoffs ausgeht, ist ein ganz besonderer", sagte er vor dem Viertelfinal-Auftakt gegen die Tigers.