"Es war schön wieder in die Spur zu finden und ein paar Punkte zu ergattern", freute sich auch Noel selbst über die starke Phase. "Ich hatte eine kleine Periode, eine Durststrecke, in der ich keine Punkte gemacht habe. Da freut man sich natürlich darüber, wenn es wieder klappt. Ich habe einfach keinen Weg ins Tor gefunden, habe den Schläger etwas zu verkrampft gehalten. Am Freitag habe ich dann endlich getroffen und bin wieder selbstbewusster geworden."
Seine Stärke ist und bleibt bisher jedoch seine große physische Präsenz auf dem Eis, sowohl im eigenen Drittel, als auch im gegnerischen. Mit seiner harten Spielweise erobert er Pucks, kann die Scheibe auch halten und zieht immer wieder mehr als einen Gegner auf sich, was seinen Mitspielern Zeit und Raum gibt zu punkten. Er übernimmt für einen jungen Spieler ungewöhnlich viel Verantwortung in der Defensive und wirkt sowohl auf dem Eis, als auch im Umgang mit den Medien reifer, als es sein Alter vermuten lassen würde. Seiner Stärken im Spiel ohne den Puck ist er sich auch durchaus bewusst, was er im Interview auch im Hinblick auf den NHL Draft 2018 bestätigte.
"Ich mache mir keinen Druck, was die Punkte und Tore angeht. Ich will mein Spiel einfach neutral halten, kämpfen und arbeiten, mich auf die Abwehr konzentrieren. Und daraus entsteht dann hoffentlich weiterhin die Offensive."
Dabei hat er auch durchaus Talent in der Offensive, welches er bisher vielleicht noch nicht ausreichend genutzt hat und das seine Chancen im Draft früh gezogen zu werden entscheidend verbessern könnte. Mit seiner Schnelligkeit, seiner Stabilität auf den Kufen und vor allem seinem starken Schuss, kann er eine echte Gefahr für jeden Torhüter darstellen, was er nun ja auch bewiesen hat. Trotz seiner hervorragenden Arbeit und Qualität in der Abwehr, würde es ihm vielleicht gut tun, sich in Zukunft etwas mehr auf den Angriff zu fokussieren. Immerhin hat er sie höchste Schussausbeute der gesamten OHL, was ihm auch half seine acht Tore und 21 Punkte aus 63 Spielen in der vergangenen Saison dieses Jahr bereits nach 22 Spielen zu überbieten.
"Vergangene Saison haben mir die Trainer ständig gepredigt, dass ich öfter schießen soll. Ich hatte nicht viele Torschüsse, also versuche ich dieses Jahr einfach mehr Pucks auf das Tor zu bringen."
Ein weiser Rat der Trainer, denn die Teams der NHL suchen in der ersten Runde des Drafts nach Athleten, die Punkten und Spiele entscheiden können, nicht unbedingt nach Arbeitern, die ein Spiel verwalten. Doch wenn Noel sich weiterhin an den Rat der Trainer und die Kritik der Scouts hält und mehr Zug zum Tor zeigt, dann hat er mit der zusätzlichen Qualität in der Abwehr und im körperbetonten Spiel einen Vorteil gegenüber Spielern mit vergleichbaren Scorerqualitäten und kann so eine interessante Option für viele Teams der NHL sein.