ARI@EDM: Draisaitl nutzt McDavids Pass im Powerplay

Die Edmonton Oilers haben die Arizona Coyotes am Mittwochabend im Rogers Place mit 8:2 vom Eis gefegt. Acht Tore in einem Spiel hatte es für die Oilers in dieser Saison bislang noch nicht gegeben, nur zwei Gegentore hatte Edmonton seit dem 12. November nicht mehr kassiert. Unter den sechs Torschützen und sieben Multi-Punkte-Spielern waren mit Leon Draisaitl (1-1-2) und Connor McDavid (2-2-4) natürlich auch die beiden Superstars.

Gute Balance zwischen Offensive und Defensive
Beim Kantersieg zeigten die Oilers eine hervorragende Balance zwischen geschossenen und kassierten Toren. Hinten gab es mit nur zwei Gegentreffern die wenigsten seit dem 12. November 2022. In den letzten acht Partien schlug es hinten mindestens dreimal ein. Der in Edmonton geborene Torwart Stuart Skinner aber stoppte an diesem Abend 16 von 18 Schüssen (88,9 Prozent Fangquote).
"Wir haben nicht viel zugelassen, haben einen guten Start hingelegt, unsere Special Teams und unsere Torhüterleistung waren gut", sagte Trainer Jay Woodcroft. "Wir hatten das Spiel bis zum Ende unter Kontrolle, diese Identität wollen wir weiterentwickeln. Es war auch schön zu sehen, dass jede Reihe gescort hat und jeder etwas dazu beigetragen hat. Das ist gut für das Selbstvertrauen."
Vorne lief die Torfabrik so richtig heiß: Nachdem die Oilers zuvor in vier von acht Spielen nur drei oder weniger Treffer markiert hatten und in diesem Zeitraum auch nur die Hälfte ihrer Spiele gewinnen konnten (4-4-0), platzte nun der Knoten. Edmonton hatte gegen Arizona sechs verschiedene Torschützen und sieben Multi-Punkte-Spieler. Darunter natürlich die beiden Superstars McDavid (2-2-4) und Draisaitl (1-1-2), aber auch Ryan Nugent-Hopkins (2-1-3), Derek Ryan (1-1-2), Klim Kostin (1-1-2), Kailer Yamamoto (0-2-2) und Tyson Barrie (0-2-2) halfen fleißig mit. Unter den Torschützen war mit Brett Kulak (1-0-1) übrigens ein weiterer Lokalheld - der in Edmonton geborene Verteidiger erzielte seinen ersten Saisontreffer und sein erstes Tor seit dem 29. April 2022.
"So viele Tore zu schießen passiert nicht häufig", sagte Ryan. "Toreschießen ist für unsere Mannschaft aber kein Problem. Es geht eher darum, hinten weniger zu kassieren. Wir brauchen Unterstützung von allen Spielern in der Aufstellung, müssen aber auch in anderen Bereichen auf dem Eis einen Unterschied machen. Heute haben wir über die vollen 60 Minuten gespielt und sind auf dem Gaspedal stehengeblieben."
"Unsere Einstellung war, von Anfang an hart zu arbeiten", ergänzte Nugent-Hopkins. "Jeder war in der Offensive involviert, ich finde, wir waren auch in der Defensive über die meiste Zeit ziemlich soldie und wenn nicht, dann war Stu da, um uns zu helfen."

ARI@EDM: McDavid verwertet Puck zum 7. Tor der Oilers

McDavid baut Toreserie aus, Draisaitl punktet wieder
Herausragend präsentierte sich einmal mehr NHL-Top-Scorer McDavid, der sein Punktekonto in einem Vier-Punkte-Spiel (2-2-4) auf 52 aufstockte (24-28-52). Der 25-Jährige baute seine Toreserie damit auf sechs Spiele aus und ist damit erst der vierte Spieler in der Franchise-Geschichte der Oilers, der Toreserien von mindestens sechs Spielen verzeichnen konnte. Zuvor gelangen das nur Wayne Gretzky (siebenmal), Jari Kurri (viermal) und Glenn Anderson (viermal). In diesem Zeitraum markierte McDavid acht Tore und acht Assists (8-8-16). Es war sein 15. Multi-Punkte-Spiel in der laufenden Saison.
Draisaitl, der im Spiel zuvor erst zum vierten Mal in der aktuellen Spielzeit ohne Scorerpunkt geblieben war, traf per Direktabnahme aus spitzem Winkel von rechts zum zwischenzeitlichen 3:0 im Powerplay (29.). Im dritten Drittel servierte der 27-jährige Kölner auch noch das 7:1 für McDavid (46.), wodurch er sein 12. Multi-Punkte-Spiel in dieser Saison ablieferte. In der ligaweiten Scorerwertung ist Draisaitl mit 44 Punkten (18-26-44) Zweiter hinter McDavid und vor Jason Robertson (Dallas Stars, 23-18-41) und Tage Thompson (21-19-40), die ebenfalls die Marke von 40 Scorerpunkten erreicht haben.
Gegen die Coyotes spielte Draisaitl als Linksaußen in der Top-Reihe neben McDavid und Zach Hyman und erhielt 17:40 Minuten Eiszeit (davon 4:12 im Powerplay, ein Torschuss, 57 Prozent gewonnene Faceoffs, +2).

GettyImages-1245450506

Gordie-Howe-Hattrick für Kostin
Mit Kostin machte außerdem ein Viertreihen-Spieler mit einem Gordie-Howe-Hattrick (Tor, Assist, Faustkampf) auf sich aufmerksam. "Seitdem er hier ist, spielt er großartig. Er hat einen großen Körper, spielt physisch und kann den Puck gut schießen. Schön, dass er sich heute belohnen konnte", lobte Nugent-Hopkins.
Kostin bildete eine ungewohnt produktive Reihe mit Devin Shore und Ryan. "Ich spiele gerne mit ihm", betonte Ryan. "Er spielt hart, hält die Pucks und leitet gute Spielzüge ein. Shoresy und ich sind sehr direkte Spieler, es ist schön noch ein wenig Größe, Griffigkeit und Puckverteidigung von ihm zu bekommen. Ich liebe es, mit ihm zu spielen."
Auch Woodcroft fühlte sich bestätigt, seine vierte Reihe so lange zusammengelassen zu haben, um nun auch den Lohn in Form von Scorerpunkten zu ernten. "Sie spielen stark in der Defensive und ergänzen sich gut", so der Trainer. "Klim hat einen großen Körper und er ist ein guter Forechecker. Wenn er es einfach hält, dann ist das seine Erfolgsformel. Er muss physisch spielen. Ryan ist intelligent, kämpft um die Pucks und ist als Rechtsschütze eine Option für Faceoffs. Shore hat auch einen guten Hockey-IQ."