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Heiße Saisonphase in der EBEL angebrochen

Outside the NHL: Österreichs Top-Klubs fiebern der Endrunde entgegen und kämpfen in der Zwischenrunde um eine gute Ausgangslage

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Willkommen bei Outside the NHL. Während der Saison 2018/19 wird euch NHL.com/de jeden Samstag mit Einblicken und Stories über die Eishockey-Welt außerhalb der NHL versorgen. In dieser Ausgabe geht es um die österreichische Topliga EBEL und wie sich die Teams für die heiße Saisonphase rüsten.

Seit zwei Wochen ist der Grunddurchgang in der österreichischen Top-Liga EBEL absolviert und die Teams kämpfen nun um eine möglichst gute Ausgangslage für das anstehende Saisonfinale. Dabei bauen sie auch auf ihre Nordamerika-erfahrenen Akteure.

Die Platzierungsrunde, in der die besten sechs Clubs der 44 Spiele umfassenden Hauptrunde um das Wahlrecht ihres Playoff-Gegners spielen, wird von den Graz 99ers und Vienna Capitals dominiert. Die Hauptrunden-Primi aus Graz und Wien setzen ihre Erfolgsserie auch in der sechs Mannschaften umfassenden Platzierungsrunde fort. 

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Beide Teams gaben sich bislang keine Blöße und starteten mit zwei Siegen in die sogenannte Pick-Round. Die Hauptstädter jubelten am Freitag über einen 3:2-Erfolg nach Penaltyschießen gegen den EC Red Bull Salzburg und die Grazer behaupteten mit einem 4:2-Sieg gegen Vorjahresmeister Bozen ihre Tabellenführung. 

Wiens Erfolgsgarant heißt Peter Schneider. Der Rechtsschütze sammelte in bislang 46 Saisonspielen beeindruckende 61 Punkte (29 Tore, 32 Assists). Auch gegen Salzburg avancierte der gebürtige Österreicher, der acht Jahre lang auf US-amerikanischem Eis seine Brötchen verdiente und im Laufe der vergangenen Saison vom ECHL-Team Kalamazoo Wings zu den Capitals wechselte, zum Matchwinner. Erst schoss er die Capitals in der 23. Spielminute zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung, dann verwandelte er im Penaltyschießen den entscheidenden Versuch.

Angeleitet werden die Capitals seit der laufenden Saison von Dave Cameron, einem in der NHL nicht unbekannten Mann. Von 2014 bis 2016 fungierte er als Headcoach der Ottawa Senators, danach bis zum April 2018 unter Glen Gulutzan als Assistenztrainer der Calgary Flames.

 

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Cameron und die Capitals legten im Herbst einen regelrechten Blitzstart hin. Sie begannen die Saison mit einer zwölf Spiele währenden Siegesserie und waren drauf und dran, zum dritten Mal in Folge Hauptrundenmeister zu werden. Auch wegen einer kurzen Negativphase im November wurden sie jedoch am letzten Spieltag noch von den 99ers eingefangen.

Die 99ers sind es auch, die den Capitals in der laufenden Pick-Round den Rang ablaufen könnten. Angeführt von ihrem ungedrafteten Topscorer Colton Yellow-Horn (23 Tore, 30 Assists) haben sie sich an der Tabellenspitze eingenistet. Für die leidgeplagten Fans der 99ers eine echte Sensation. In den vergangenen fünf Jahren erreichte Granz nur ein einziges Mal die Playoffs. Bei der Endrunde-Teilnahme in der Saison 2016/17 schieden sie jedoch bereits in der ersten Runde mit 1:4 gegen den EC Red Bull Salzburg aus. Hinter Wien und Graz kämpfen in der Pick-Round der EC KAC, der EC Red Bull Salzburg, der Fehervar AV 19 und der HC Bozen um die Plätze.

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Während die sechs Platzierungs-Runden-Teams ihr Ticket für die bevorstehenden Playoffs schon gelöst haben, geht es in der Qualifikationsrunde noch um die sprichwörtliche Wurst. Fünf Teams kämpfen um die zwei verbleibenden Endrunden-Plätze.

Beste Chancen haben dabei der tschechische Club HC Orli Znojmo und der EHC Liwest Black Wings Linz. Als in der Hauptrunde bestplatzierte Mannschaften gingen sie mit Bonuspunkten in die Qualifikationsrunde. Die Black Wings mussten am Donnerstag jedoch schon Federn lassen. Gegen den EC VSV aus Villach kassierten sie eine deftige 2:5-Niederlage.

Gefährlich nahe rücken ihnen in der Tabelle die Dornbirn Bulldogs. Sie starteten mit einem Shootout-Sieg gegen Innsbruck in die Qualifikationsrunde und haben pünktlich zum Transferschluss noch einmal auf der Torhüterposition nachgelegt.

 

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Weil sich gegen Innsbruck der gerade erst wiedergenesene Goalie Rasmus Rinne verletzte, musste das Teammanagement kurzfristig handeln. Mit Miroslav Svoboda lotsten die Bulldogs am Donnerstag einen interessanten Mann nach Vorarlberg. Im Vorjahr noch sicherer Rückhalt des HC Pilsen aus der Extraliga, folgte Svoboda im Sommer dem Ruf der Nashville Predators. In der Predators-Organisation konnte sich Svoboda jedoch nicht festspielen. Der Tscheche kam lediglich auf 14 Spiele für die Atlanta Gladiators aus der ECHL ehe er im Januar nach Europa zurückkehrte.

Auf der anderen Seite des Eises sorgen bei den Bulldogs andere Männer für Durchschlagskraft. Neuzugang Alexandre Picard gelangen in seinen ersten fünf Saisonspielen bereits fünf Punkte (drei Tore, zwei Assists). Mit der Erfahrung aus 67 NHL- und weiteren 351 AHL Spielen (111 Tore, 121 Assists) belebt er die Offensive. Picard, der beim NHL Draft 2004 von den Columbus Blue Jackets in der ersten Runde (Nummer acht) gezogen wurde, ist mit einem Vertrag bis zum Saisonende ausgestattet und soll die verletzungsgeplagten Dornbirner neben den teaminternen Topscorern Brock Trotter und Brendan O'Donnell noch in die Playoffs schießen. 

In der laufenden Spielzeit sammelte das Duo Trotter/O'Donnell bereits über 100 Scorerpunkte. Beide Stürmer wechselten in dieser Saison zu den Bulldogs. Dem ehemaligen Sechstrundendraftpick O'Donnell (2010, Tampa Bay Lightning) gelangen in 38 Spielen stolze 31 Torerfolge. Trotter, der auf die Erfahrung aus 218 AHL-Spielen (174 Punkte) zurückgreifen kann, markierte 52 Punkte (13 Tore, 39 Assists) in 35 Partien für die Bulldogs.

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