Cozens HC

Am Sonntag (21 Uhr MEZ) steigt mit dem Tim Hortons Heritage Classic das nächste Freiluftspiel in der NHL: Im eigentlichen Football-Stadium Tim Hortons Field genießen die Buffalo Sabres gegen die Toronto Maple Leafs. Tags zuvor konnten sich beide Teams im Training an die außergewöhnlichen Bedingungen gewöhnen. Sabres-Stürmer Dylan Cozens fühlte sich an seine Kindheit zurückerinnert und kann mit ein paar Hinterhof-Trick aufwarten.

Premiere für die Sabres und die Provinz Ontario
Es ist die sechste Ausgabe des Freiluft-Formats Heritage Classic, und die erste in der kanadischen Provinz Ontario (zuvor schon zweimal in Alberta sowie je einmal in British Columbia, Manitoba und Saskatchewan). Die Stadt Hamilton liegt genau zwischen Buffalo im Süden und Toronto im Norden. Die Sabres sind überhaupt das erste Team aus den USA, das an einem Heritage Classic teilnehmen wird (insgesamt das vierte NHL-Outdoor-Game). Entsprechend groß ist die Vorfreude.
"Diese Spiele sind etwas Besonderes", sagte Buffalos Trainer Don Granato. "Die Familien der Spieler sind da. Es war viel Energie in der Mannschaft. Ich wollte sicher gehen, dass sie diesen Moment genießen. Es ist für alle eine großartige Möglichkeit, diese Veranstaltung als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung zu behalten. Insbesondere für unsere jungen Spieler, die zum ersten Mal in einem Freiluftspiel auflaufen."
Einer dieser jungen Spieler ist der 21-jährige Sabres-Center Dylan Cozens, der seinem ersten NHL-Freiluft-Spiel entgegenfiebert: "Es ist spannend, du denkst darüber nach, wie viele Leute da sein werden. Es wird Spaß machen. Ich bin super-gespannt auf dieses Spiel."

granato HC

Anpassung an außergewöhnliche Bedingungen
Anders als in anderen NHL-Spielen verändern sich für alle Beteiligten die Rahmenbedingungen: Neben der Kälte sorgen auch Wind und dicke Schneeflocken für ein eher ungewohntes Terrain. Entsprechend nutzte auch Buffalo das Training am Samstag, um sich an die äußeren Gegebenheiten zu gewöhnen.
"Das Setup ist spektakulär", sagte Granato und zählte auf: "Die Kälte, der Schnee, der Wind: Die Erfahrung, draußen zu sein, war außergewöhnlich. Das Eis war sehr gut. Die Jungs hatten Spaß.
Die NHL macht einen großartigen Job, um die gewohnten Begebenheiten wie etwa das Eis zu regulieren. Das Eis war sehr gut. Aber gibt auch Elemente, die du nicht beeinflussen kannst. Mal schauen, wie sich das im Spiel ausdrücken wird. Unsere Jungs nehmen das ernst und sind gut vorbereitet. Heute war sehr wichtig für uns. Wir sind viel Schlittschuh gefahren, wollten uns akklimatisieren. Der Wind ist ein Faktor. Es gab auch immer wieder Schatten wegen den vorbeiziehenden Wolken. Es war gut für unsere Jungs, dass sie sich daran gewöhnen und anpassen konnten. Jungs hatten Spaß."

mark pysyk

Goalie-Routinier Anderson: "Das Gefühl von Hockey übermannt dich"
Insbesondere für die Torhüter stellen Freiluftspiele eine Herausforderung dar. Für Sabres-Torwart Craig Anderson ist es bereits das dritte Outdoor-Game seiner Karriere. "Es macht viel Spaß da draußen", berichtete der 40-Jährige. "Du bist auf dem Eis, spürst die Kälte und wie der Wind weht - das Gefühl von Hockey übermannt dich. Es ist immer noch die NHL, aber es ist wie damals als Kind. Eine tolle Erfahrung."
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Doch nicht nur die Ausrüstung, sondern der eigene Körper reagiert anders als in einer überdachten Arena. "Ich habe herausgefunden, dass ich kaum mehr schwitze", so Anderson. "Sonst bist du komplett durchgeschwitzt, aber es ist so kalt, dass du das kaum merkst. Manchmal blendet auch die Sonne ein wenig. Auch der Blick ist ein anderer: Die Fans unmittelbar am Plexiglas sind jetzt weg, du hast also einen großen Abstand zu den Rängen. Das kann knifflig sein. Du musst sich so gut es geht anpassen. Wir konnten uns heute an das Eis und an die Bedingungen gewöhnen und werden bereit sein."

craig anderson

Cozens und die Trickkiste
Zweifelsohne eine Umstellung ist es auch für die Spieler. "Es ist verrückt: Der Wind bläst, es beeinflusst den Puck ein wenig. Wir müssen uns anpassen, aber das wird Spaß machen", bilanzierte Buffalos Angreifer Casey Mittelstadt nach der Trainingseinheit. "Es geht darum, Hockey zu spielen und die äußeren Gegebenheiten wie die Kälte einfach zu vergessen. Wir müssen einfach Hockey spielen und Spaß haben. Es ist ein wichtiges Spie für uns."
Mitspieler Cozens, der aus Whitehorse in der nord-westlich gelegenen Provinz Yukon stammt, ist eigentlich viel kältere Bedingungen gewohnt, fühlte sich aber sofort an seine Kindheit zurückerinnert und saugte die Atmosphäre in Hamilton komplett auf: "Ich habe früher immer bei uns im Hinterhof gespielt. Ich hoffe, dass ich ein paar Tricks von damals auch morgen im Spiel zeigen kann", lachte der 21-jährige Kanadier.