Skip to main content

23. Powerranking: Toronto fällt aus den Top 10

Während sich an der Spitze keine Änderungen ergeben, rutscht Toronto erstmals in dieser Saison auf die Verfolgerpositionen

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Bestenliste ist das wöchentliche Teamranking von NHL.com/de. Es spiegelt nicht immer den aktuellen Tabellenstand wider und ist eher auf eine langfristige Sicht angelegt. Statistiken und Teambilanzen beinhalten die Spiele von Samstag auf Sonntag.

Die vergangene Woche brachte im Powerranking keine Änderungen in der Spitzengruppe. Die Tampa Bay Lightning machen weiter wie bisher und die Verfolger aus Boston, San Jose, Washington und Calgary bringen sich ebenfalls für die Stanley Cup Playoffs in Form. Erst nach den Top 5 wurden Positionen getauscht. Größter Verlierer sind die Toronto Maple Leafs, die, wie auch die New York Islanders, aus den Top 10 rutschen.

1. Tampa Bay Lightning (55-13-4, Vorwoche: 1)

Die Tampa Bay Lightning lassen trotz der sicheren Playoff-Qualifikation nicht nach. Mit Siegen gegen die Toronto Maple Leafs, die Detroit Red Wings und die Washington Capitals untermauerte der Spitzenreiter seinen Anspruch auf die Rolle des Topfavoriten in den anstehenden Playoffs.

 

[Ähnliches: Das beste Team der Liga eilt von Rekord zu Rekord]

 

Das Prunkstück der Mannschaft bleibt die Offensive. In den drei Matches der vergangenen Woche erzielte Tampa Bay 17 Tore und hat mit 283 Treffern in der Saison 24 mehr als der erste Verfolger. Doch auch die Defensive weiß zu überzeugen. 190 Gegentreffer sind der viertbeste Wert der Liga. Mit insgesamt elf Akteuren über 30 Punkten sind die Lightning auch in der Tiefe gut besetzt. Eine Schwäche des Teams konnte bisher kein Gegner konsequent aufzeigen.

In der kommenden Woche werden die Arizona Coyotes, die Capitals, die Carolina Hurricanes und die St. Louis Blues versuchen, den Siegeslauf der Lightning zu beenden. Außer gegen Arizona am Montag muss Tampa sich in der Fremde beweisen.

2. Boston Bruins (43-20-9, Vorwoche: 2)

Die Boston Bruins setzten alles daran, den Divisions-Rivalen aus Tampa als erster Klub in die Playoffs zu folgen. In der vergangenen Woche musste Boston jedoch einen Rückschlag hinnehmen und drei Niederlagen in Serie einstecken. Bei den Misserfolgen gegen die Pittsburgh Penguins (2:4), die Columbus Blue Jackets (4:7) und die Winnipeg Jets (3:4) machte den Bruins besonders die Defensivleistung zu schaffen. Ein ungewohntes Problem für die drittbeste Verteidigungsformation der Liga.

Video: CBJ@BOS: Marchand trifft in der Verlängerung

Mit der 2:1-Overtime-Revanche gegen die Blue Jackets fanden die Bruins wieder zu ihrem Spiel. Aus einer sicheren Defensive heraus, nutzte Boston die sich bietenden Chancen. Erstmals seit sechs Partien konnten die Bruins durch den Powerplaytreffer von Patrice Bergeron wieder in Führung gehen.

Nächste Woche reisen die Bruins zu drei Auswärtsspielen. Mit den New York Islanders wartet am Dienstag der härteste Prüfstein. Gegen die New Jersey Devils und die Florida Panthers sind Siege fast Pflicht, um die Playoff-Qualifikation schnell zu besiegeln.

3. San Jose Sharks (43-21-8, Vorwoche: 3)

Die in der vergangenen Woche gewonnene Tabellenführung in der Pacific Division mussten die San Jose Sharks wieder an die Calgary Flames abgeben. Zu Wochenbeginn sah es für San Jose noch nach erfolgreichen sieben Tagen aus. In Back-to-Back-Spielen am Montag und Dienstag besiegten sie die Minnesota Wild (3:0) und die starken Winnipeg Jets (5:4).

Mit zwei 2:4-Niederlagen gegen die Florida Panthers und die Nashville Predators zum Ende der Woche verspielten die Sharks jedoch ihre gute Ausgangslage. Besonders die Torhüter Aaron Dell und Martin Jones konnten mit Fangquoten um 85 Prozent in den beiden Partien nicht überzeugen. Beide liegen im Saisonverlauf unter 90 Prozent und stellen damit die Schwachstelle des Titelkandidaten dar. Auch der Ausfall von Erik Karlsson wiegt schwer. Der Verteidiger sollte den Sharks allerdings noch vor den Playoffs wieder zur Verfügung stehen. 

Vor den Sharks liegt eine Divisions-Duell-Woche. Erst empfangen sie am Montag die Vegas Golden Knights im SAP Center, dann reisen sie zu direkt aufeinanderfolgenden Spielen zu den Los Angeles Kings und den Anaheim Ducks.

4. Washington Capitals (42-23-7, Vorwoche: 4)

Acht Siege aus den vergangenen zehn Partien haben die Washington Capitals eingefahren. Die beiden Niederlagen stammen aus der vergangenen Woche, gegen die Penguins (3:5) und die Lightning (3:6). Washington siegte in den zurückliegenden sieben Tagen auch zweimal. Der Erfolg gegen das Top-Team aus Winnipeg zeigt die starke Form der Capitals.

Video: WSH@TBL: Ovechkin trifft und schließt zu Esposito auf

Nach vier Spielen ohne eigenen Treffer konnte Superstar Alex Ovechkin gegen die Tampa Bay Lightning seine persönliche Torflaute mit einem Doppelpack beenden. Der Torjäger steht damit bei 48 Treffern in dieser Spielzeit und schielt auf die achte Saison mit 50 oder mehr Toren.

Das Match gegen Tampa Bay am kommenden Mittwoch dürfte für Washington das Highlight der Woche werden. In der Capital One Arena können die Capitals dann zeigen, dass sie dem Ligaprimus gewachsen sind. Am Vortag gastiert Washington bei den New Jersey Devils um dann, nach dem Topspiel, am Freitag die Minnesota Wild zu empfangen.

5. Calgary Flames (44-21-7, Vorwoche: 5)

In Torschusslaune präsentierten sich die Calgary Flames bei ihren vier Partien der vergangenen Woche. Bei den Siegen gegen Vegas (6:3), New Jersey (9:4) und die New York Rangers (5:1) trafen die Flames 20 Mal. Einzig am Samstag gegen die Winnipeg Jets (1:2) hatte die Offensive der Flames Ladehemmungen.

 

[Ähnliches: Tkachuk und Gaudreau führen Calgary an die Spitze]

 

Herausragende Akteure in dieser Woche waren Matthew Tkachuk und Johnny Gaudreau. Tkachuk erzielte gegen Vegas einen Hattrick und traf in Summe sechs Mal. Gaudreau schoss gegen die Devils ebenfalls drei Tore in einem Match und steuerte gegen die Rangers einen weiteren Treffer bei.

Nach dem Gastspiel der Columbus Blue Jackets am Dienstag stehen für Calgary noch zwei Duelle mit NHL-Kellerkindern auf dem Plan. Erst empfangen sie die Ottawa Senators am Donnerstag, dann reisen sie am Samstag zu den Vancouver Canucks.

6. Winnipeg Jets (42-25-4, Vorwoche: 7)

Vier Top-Gegnern mussten sich die Winnipeg Jets in der vergangenen Woche stellen. Gegen die Washington Capitals (1:3) und die San Jose Sharks (4:5) zogen sie zu Wochenbeginn den Kürzeren. Mit Siegen gegen die Boston Bruins (4:3) und die Calgary Flames (2:1) bewiesen die Jets jedoch, dass sie dabei sind, ihre Form wiederzufinden.

Vor den beiden Erfolgen konnten die Jets aus den vorangegangenen 17 Partien lediglich 14 Punkte sammeln. Dies würde nur für Rang 24 in der Liga genügen. Durch starke Leistungen im Powerplay schafften es die Jets, sich aus der Misere zu befreien. In den vergangenen 12 Partien konnten sie bei 41 Überzahlsituationen 12 Treffer erzielen. Das entspricht einer fantastischen Quote von 29,3 Prozent.

Nach der harten Vorwoche reisen die Jets am Montag zu den Los Angeles Kings und am Mittwoch zu den Anaheim Ducks. Mit den Vegas Golden Knights und den Nashville Predators stehen zum Ausklang der Woche erneut zwei schwierige Aufgaben an.

7. Nashville Predators (41-27-5, Vorwoche: 10)

Die Nashville Predators setzten ihre Achterbahnfahrt der Gefühle fort. Einer unnötigen Niederlage gegen die in dieser Spielzeit schwachen Anaheim Ducks (2:3) folgten Siege gegen die Los Angeles Kings (3:1) und die San Jose Sharks (4:2).

Video: NSH@SJS: Forsberg mit seinem 300. NHL-Punkt

Der Erfolg gegen die Sharks zeigt, dass mit den Predators auch in den Stanley Cup Playoffs zu rechnen ist. Der grandiose Saisonstart Nashvilles bewies, was in der Mannschaft steckt und ein ähnlicher Lauf zum Ende der Spielzeit könnte einige Teams überraschen.

Drei Top-Duelle stehen für die Predators in den nächsten Tagen auf dem Spielplan. Am Dienstag gastieren die Toronto Maple Leafs in Nashville, gefolgt von den Pittsburgh Penguins am Donnerstag. Am Samstag steigt dann in Winnipeg das Spitzenspiel der Central Division.

8. Vegas Golden Knights (39-27-5, Vorwoche: V)

Eine 3:6-Niederlage gegen die Calgary Flames und ein 2:1-Erfolg gegen die Dallas Stars waren die Ergebnisse der Woche für die Vegas Golden Knights. Der letztjährige Stanley Cup Finalist kämpft mit Formschwankungen und schafft es nicht, eine langfristige Siegesserie zu starten, obwohl die Qualität dazu nachweislich vorhanden ist.

Paul Stastny punktete in den neun Partien seit dem 22. Februar zehn Mal. Er schoss zwei Tore selbst und legte acht weitere auf. Im Gegensatz zum formstarken Center leidet Jonathan Marchessault unter gravierender Punktelosigkeit. Nach einem guten Saisonstart fiel er in ein Loch und konnte sich bisher nicht daraus befreien. In den vergangenen 15 Partien traf er nur einmal und in den 50 Partien seit dem 19. November steuerte er nur in sieben Begegnungen einen Treffer bei.

Drei Heimspiele, unterbrochen von der Reise zu den San Jose Sharks am Montag, stehen für Vegas auf dem Kalender. Am Sonntag kommen die Edmonton Oilers in die T-Mobile Arena. Am Donnerstag steigt das Spitzenspiel gegen die Winnipeg Jets und am Samstag empfangen die Golden Knights noch die Detroit Red Wings.

9. Pittsburgh Penguins (39-24-9, Vorwoche: V)

Drei Siege zu Wochenbeginn, darunter ein 5:0-Shutout-Erfolg gegen die Buffalo Sabres sowie eine Niederlage gegen die St. Louis Blues (1:5) am Samstag, lautet die Bilanz der Pittsburgh Penguins. Mit der starken Woche konnten sich die Penguins etwas Luft im Playoff-Rennen verschaffen.

 

[Ähnliches: NHL.com/de über 100-Punkte-Saison]

 

Sidney Crosby punktete in dieser Saison 64 Mal bei ausgeglichener Spielerzahl und liegt damit gleichauf mit dem drittbesten Wert seiner Karriere. Acht weitere Punkte fehlen dem Center, um seinen Karrierebestwert einzustellen, der aus der Saison 2009/10 stammt.

Die beiden divisionsinternen gegen die Philadelphia Flyers und die Carolina Hurricanes am Sonntag und Dienstag sind im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation für die Penguins von großer Bedeutung. Mit den Nashville Predators und den Dallas Stars warten noch zwei starke Gegner am Donnerstag und Samstag.

10. Carolina Hurricanes (39-25-7 Vorwoche: 9)

Auf einen 3:0-Sieg gegen die Colorado Avalanche am Montag ließen die Carolina Hurricanes am Freitag eine 0:3-Niederlage gegen die Columbus Blue Jackets folgen. Das 4:2 gegen die Buffalo Sabres rettete den Canes den zehnten Rang im Power Ranking.

85 oder mehr Punkte nach 71 Partien hatten die Hurricanes bisher erst einmal in ihrer Franchise-Geschichte auf dem Konto. 2005/06 waren es nach dieser Anzahl an Partien 100 Punkte (47-19-6). Am Ende stand für die Hurricanes der Titelgewinn, ein Ziel, das in diesem Jahr trotz der guten Leistung kaum in Reichweite scheint.

Mit Partien gegen die Pittsburgh Penguins (Dienstag) und die Tampa Bay Lightning (Donnerstag) stehen die Hurricanes vor großen Herausforderungen. Erst am Samstag, wenn die Minnesota Wild in Carolina gastieren, wird die Prüfung kleiner ausfallen.

Die Verfolger: Toronto Maple Leafs (6), New York Islanders (8), Dallas Stars (V), Arizona Coyotes (-), Chicago Blackhawks (-)

Von der Vorwoche nicht mehr gelistet: St. Louis Blues (V), Columbus Blue Jackets (V)

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.