dal stars 1 7 2026

Die Dallas Stars sind am Mittwochabend in der Capital One Arena mit einem 4:1-Auswärtssieg bei den Washington Capitals in die Erfolgsspur zurückgekehrt und habe eine Niederlagenserie von sechs Spielen beendet.

Gulutzan freut sich über die Rückkehr zum Geiz

Für Dallas war es die längste Niederlagenserie in der laufenden Saison (0-3-3). Angesichts eines Torverhältnisses von 16:25 war vor allem die Defensive zum Problem geworden. An diesem Abend ließen die Stars aber nur 24 Torschüsse (nur deren elf in den ersten zwei Dritteln) und einen Gegentreffer zu.

„Wir sind ein wenig zu unserer Identität zurückgekehrt. Nach Weihnachten hat es uns viel Aufwand gekostet, um diese wiederzufinden. Wir haben zu viele Tore zugelassen, was es schwierig macht, Spiele zu gewinnen“, sagte Dallas-Trainer Glen Gulutzan. „Wir wissen, was wir tun müssen und sind so viel besser, wenn wir geizig sind. Heute waren wir es wieder. Wir haben heute einen guten Job gemacht, um gegnerische Chancen zu limitieren.“

„Er wäre leicht gewesen, in Panik zu verfallen. Wir hatten heute früh aber ein gutes Meeting und haben ein paar Dinge geradegerückt. Wir wussten, was wir tun müssen und haben es gut umgesetzt“, freute sich Stürmer Sam Steel. „Das war wichtig. In dieser Liga kannst du dich nicht zurücklehnen. Wenn du sechs Spiele in Folge verlierst, dann fühlt es sich so an, als würde alles zusammenbröseln. Wir hatten aber eine gute Stimmung und haben es heute gut gemacht.“

„Wir haben gegnerische Chancen und Schüsse limitiert“, attestierte auch Torwart Casey DeSmith (23 Saves, 95,8 Prozent Fangquote), der selbst einen souveränen Abend aufs Eis gelegt hatte. „Wir haben einen guten Aufbau gespielt, womit wir zuletzt ein paar Probleme hatten, und haben hart verteidigt. Wir haben die richtigen Dinge gemacht, insbesondere im dritten Drittel die Pucks einfach tief gespielt, um die Führung zu verteidigen. Von Anfang bis Ende waren wir richtig gut.“

„Wir haben nicht viel zugelassen“, lobte auch Rookie Justin Hryckowian die Abwehrarbeit. „Wenn dir das gelingt, dann wird der Gegner frustriert und macht hinten auf.“

Faksa legt den Grundstein in Unterzahl

Offensiv brachte Radek Faksa den Stein ins Rollen. Die Stars hatten sich zwar vorgenommen, weniger Strafen zu kassieren (Gulutzan: „Wir wollten es unter drei Strafen halten“), doch nach nur 164 Sekunden wurde Ilya Lyubushkin wegen Haltens für zwei Minuten in die Kühlbox geschickt. Die Texaner aber machten aus der Not eine Tugend: Nach einem Puckverlust von Washington im Aufbau beschäftigte Faksa gleich drei Capitals-Spieler, schoss den Puck aufs Tor und staubte selbst zum 1:0 ab (4.).

„Das war eines der Dinge, die wir verbessern wollten. Aber manchmal passieren solche Dinge eben. Darauf haben wir gut reagiert. ‚Faksy‘ hat ein wichtiges Tor geschossen. Das hat uns viel Momentum gegeben. Darauf konnten wir aufbauen“, so Steel.

„Das war ein toller Start und hat die Bank mit belebt“, freute sich auch DeSmith. „Unsere Penalty Killers waren die ganze Saison gut, es ist schön, wenn sie sich dafür belohnen können.“

DAL@WSH: Faksa staubt in Unterzahl auf seinen eigenen Schuss ab

Tiefe zahlt sich aus

Nach Viertreihen-Center Faksa traf mit Steel (23.) auch der Mittelstürmer der dritten Reihe. Steel war es auch, der das 3:0 von Wyatt Johnston stark vorbereitete, weil er aggressiv forecheckte, den Zweikampf um den Puck gewann und dann perfekt für seinen Mitspieler servierte (54.).

„Es ist schön, wenn sich die Jungs aus den hinteren Reihen belohnen können. Es braucht jeden einzelnen“, unterstrich Gulutzan die wichtige Bedeutung von Tiefe und Secondary Scoring im Kader.

Der zweite Stars-Treffer wurde übrigens von Matt Duchene vorbereitet, wodurch er die Schallmauer von 900 NHL-Scorerpunkten durchbrach. Duchene ist nach John Tavares (1152 Punkte) erst der zweite Spieler aus dem Draft-Jahrgang 2009, dem dieses Kunststück gelang.

Johnston (24-26-50) erreichte beim 3:0 als dritter Spieler seiner Mannschaft nach Mikko Rantanen und Jason Robertson die Marke von 50 Scorerpunkten in der laufenden Spielzeit.

DeSmith hält den Auswärtssieg fest

Erst spät im Spiel machte Washingtons Kapitän Alex Ovechkin den Shutout für DeSmith zunichte, als er mit einer Schlagschuss-Direktabnahme auf 1:3 verkürzte.

„Er trifft eigentlich immer gegen mich“, nahm es DeSmith mit Humor und erntete ein Sonderlob von seinem Trainer: „Es macht etwas mit deiner Bank, wenn dein Torwart so ruhig und gelassen aussieht. Wenn der Gegner mal eine hochkarätige Torchance hatte, hat er es gut gemacht, er hat solide gespielt.“

Mit dem Auswärtssieg erreichte Dallas (26-10-8) die Marke von 60 Punkten in gerade einmal 44 Spielen. Dies ist der fünftschnellste Wert in der Franchise-Geschichte. Der Rekord liegt bei 40 Spielen in der Saison 2015/16.

In der Tabelle rangieren die Stars im Grunde genommen da, wo sie schon vor ihrer Niederlagenserie gestanden hatten: auf Platz zwei in der Central Division sowie auch in der gesamten NHL. Legen die Texaner auf den Etappen drei bis sechs auf ihrem Sechs-Spiele-Roadtrip nach, dürfte die kleine Durststrecke in der Jahresrückschau nur als kleiner kosmetischer Fehler betrachtet werden.

DAL@WSH: Johnston wird von Steel angespielt und erhöht aus der Nahdistanz auf 3:0

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