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Titelkampf der Pacific

In der Pacific Division kämpfen mit den San Jose Sharks, Edmonton Oilers und Anaheim Ducks drei sehr unterschidliche Teams um Platz eins

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Das Rennen um die Plätze in den Stanley Cup Playoffs 2017 bleibt weiter spannend. Einige Plätze scheinen bereits klar vergeben, andere sind noch offen. Im Westen haben sich fünf Teams genügend Vorsprung herausgearbeitet, um kaum noch aus der Endrunde wegzudenken zu sein. In der Central Division kämpfen die Minnesota Wild und die Chicago Blackhawks um den Divisiontitel, haben aber genug Abstand auf ihre Verfolger um entspannt nach hinten blicken zu können. Die direkte Qualifikation über den dritten Platz der Division ist allerdings noch hart umkämpft. Anders sieht es in der Pacific Division aus. Hier hat auch der Dritte der Division bereits einen komfortablen Vorsprung.

Doch der Kampf um den Divisiontitel ist hier enger als in jeder anderen Division. Die San Jose Sharks stehen mit 77 Punkten an der Spitze, doch nur drei Punkte dahinter liegen die Anaheim Ducks und die Edmonton Oilers Kopf an Kopf auf der Lauer. Auch am Mittwoch blieben die beiden den Sharks im Gleichschritt auf den Fersen, als beide Verfolger ihr Spiel noch im letzten Drittel für sich entschieden. Die Oilers schlugen die Florida Panthers durch Kris Russels Tor acht Minuten vor Spielende mit 4-3, die Ducks trafen beim Stand von 3-3 zwei Mal in den letzten drei Minuten gegen die Bruins.

Doch in den letzten Spielen hat der Dreikampf etwas an Fahrt verloren. Die Sharks holten in den letzten 10 Spielen nur vier Siege, eine Niederlage und verloren ganze fünf Mal nach Verlängerung. Die Ducks kamen auf vier Siege, fünf Niederlagen nach regulärer Spielzeit und eine Niederlage nach Verlängerung. Die Oilers sind das einzige Team, das wenigstens die Hälfte der letzten 10 Spiele gewinnen konnte, verlor aber die restlichen fünf Spiele in regulärer Spielzeit. Damit sieht die Punktausbeute aus den letzten zehn Partien aus wie folgt: San Jose holte 13 von 20 möglichen Punkten, Edmonton 10 und Anaheim 9. Die Sharks sind damit das einzige der drei Teams, das den gleichen Anteil der möglichen Punkte holte, wie über die gesamte Saison gesehen.

Was das Rennen der Drei Teams noch deutlich interessanter macht ist, dass die Teams so unterschiedlich aufgebaut sind. Das Team der San Jose Sharks ist um einen Kern aus Veteranen aufgebaut, die Spiel für Spiel die Leistungsträger des Teams sind. Vier der fünf Topscorer des Teams, Brent Burns, Joe Pavelski, Joe Thornton und Patrick Marleau sind mehr als 30 Jahre alt. Der einzige der Top fünf unter 30 Jahren ist Logan Couture mit 27. Thornton und Marleau sind bereits 37 Jahre alt. Das Team verdankt seinen Erfolg vor Allem der Erfahrung seiner Routiniers. Das brachte die Sharks bereits letzte Saison auf den dritten Platz der Division und am Ende sogar ins Finale der Playoffs, wo sie gegen die Pittsburgh Penguins unterlagen. Diese Erfahrung könnte sich auf der Zielgeraden der regulären Saison, unter dem Druck der Tabellensituation, der Medien und der Fans als entscheidend erweisen.

Eine komplett gegensätzliche Zusammensetzung hat das Team der Edmonton Oilers. Die Kanadier haben in ihrem gesamten Team nur sechs Spieler, die 30 oder älter sind. Unter den fünf Topscorern sind Milan Lucic und Patrick Maroon mit 28 Jahren die ältesten Spieler. Die beiden absoluten Leistungsträger sind sind Connor McDavid, mit 20 Toren zweitbester Torschütze des Teams und mit 48 Assists und 68 Punkten bester Vorbereiter und Scorer der Liga, so wieder Deutsche Leon Draisaitl, mit 22 Toren und 53 Punkten zweitbester Vorbereiter und bester Torschütze des Teams. Die Oilers sind sicherlich der Überraschungskandidat auf die Tabellenspitze, nachdem sie die letzte Saison auf dem letzten Platz der Western Conference beendet hatten. Nach diesem Sprung und mit der Geschwindigkeit und dem Talent der jungen Stars ist ihnen alles zuzutrauen.

Die Ducks liegen mit ihrer Philosophie irgendwo dazwischen. Sie haben eine gesunde Mischung aus erfahrenen Veteranen und jungen Talenten in ihren Reihen, die alle zum Erfolg des Teams beitragen. Unter den Leistungsträgern und Topscorern sind zum einen Routiniers wie Ryan Getzlaf, Ryan Kesler und Corey Perry, aber auch jüngere Spieler, wie der Toptorschütze Rickard Rakell, oder der 21-jährige Nick Ritchie, der diese Saison bisher auf 22 Punkte und drei Spielentscheidende Tore kommt. Letzte Saison holten die Ducks noch den Divisiontitel, den sie dieses Jahr auch wieder verteidigen wollen.

Es bleibt mit Spannung zu erwarten wer das Rennen machen wird, ob sich die Schnelligkeit, Ausdauer und Fitness der jungen Oilers durchsetzen wird, die Erfahrung, Routine und Ruhe der Sharks, oder die ausgeglichene Struktur der Ducks.

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