Die gute Nachricht für die Red Wings lautet: Viel schlechter als in der vergangenen Saison kann es nicht mehr werden. Mit einer Matchbilanz von 17-49-5 belegten sie den letzten Platz im NHL-Klassement. Der Rückstand auf den Vorletzten in der Tabelle, die Ottawa Senators, betrug satte 23 Punkte. Detroit schoss die wenigsten Tore (142) aller 31 Teams und kassierte zugleich die meisten Gegentreffer (265). Äußerst dürftig fiel auch die Erfolgsquote im Powerplay (14,9 Prozent, Platz 29) und Penalty Killing (74,3 Prozent, Platz 31) aus.
Trotz des schlechten Abschneidens durfte Trainer Jeff Blashill seinen Job behalten. Damit es 2020/21 mit den Red Wings bergauf geht, sorgte General Manager Steve Yzerman in allen Mannschaftsteilen für ein Upgrade. Neu im Team sind Torwart Thomas Greiss, die Verteidiger Jon Merrill, Marc Staal und Troy Stecher sowie die Angreifer Bobby Ryan und Vladislav Namestnikov. Die sechs Routiniers sollen dem gebeutelten Team mehr Stabilität verleihen.
Im Hinblick auf die neue Saison kreisen die Gedanken der Klubverantwortlichen um einige wichtige Fragen.
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1. Halten Greiss und Bernier den Laden hinten dicht?
Nach fünf Jahren bei den New York Islanders schlägt Thomas Greiss ein neues Kapitel in seiner NHL-Karriere auf. Der 34 Jahre alte Füssener unterschrieb für zwei Jahre bei den Red Wings und konkurriert dort mit Jonathan Bernier um den Posten als Nummer eins. Sein Mitstreiter geht bei Detroit in die dritte Saison.
Eine Situation, wie Greiss sie in Detroit vorfindet, dürfte ihn nicht allzu sehr schrecken. Bei den Islanders war er zwischendurch ebenfalls allerlei Kummer gewöhnt. In der regulären Saison 2017/18 war das Team aus Long Island mit 296 Gegentoren die Schießbude schlechthin in der NHL.
Zwölf Monate später ergab sich dann jedoch ein völlig anderes Bild. Greiss sicherte sich mit seinem Kollegen Robin Lehner die William M. Jennings Trophy für das Torhüterduo mit den wenigsten Gegentreffern in der Liga (196). Der Allgäuer hätte sicherlich nichts dagegen, wenn sich so eine steile Aufwärtsentwicklung innerhalb kurzer Zeit auch bei den Red Wings vollziehen würde.
Greiss will jedenfalls alles in seiner Macht stehende dazu beitragen. "Detroit ist eine tolle Hockey-Stadt und die Red Wings sind eine großartige und äußerst professionelle Organisation. Ich werde für die jungen Spieler da sein und der Mannschaft helfen, so erfolgreich wie möglich abzuschneiden", sagte er.