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Der Start für die reguläre Saison 2020/21 in der NHL ist für den 13. Januar vorgesehen. Zur Einstimmung präsentiert NHL.com/de eine Serie mit den drei wichtigsten Fragen, mit denen sich die 31 Teams auseinandersetzen müssen. Zunächst beschäftigen wir uns mit den sieben Mannschaften, die sich nicht für die Postseason qualifiziert hatten.
In dieser Ausgabe: Detroit Red Wings

Die gute Nachricht für die Red Wings lautet: Viel schlechter als in der vergangenen Saison kann es nicht mehr werden. Mit einer Matchbilanz von 17-49-5 belegten sie den letzten Platz im NHL-Klassement. Der Rückstand auf den Vorletzten in der Tabelle, die Ottawa Senators, betrug satte 23 Punkte. Detroit schoss die wenigsten Tore (142) aller 31 Teams und kassierte zugleich die meisten Gegentreffer (265). Äußerst dürftig fiel auch die Erfolgsquote im Powerplay (14,9 Prozent, Platz 29) und Penalty Killing (74,3 Prozent, Platz 31) aus.
Trotz des schlechten Abschneidens durfte Trainer Jeff Blashill seinen Job behalten. Damit es 2020/21 mit den Red Wings bergauf geht, sorgte General Manager Steve Yzerman in allen Mannschaftsteilen für ein Upgrade. Neu im Team sind Torwart Thomas Greiss, die Verteidiger Jon Merrill, Marc Staal und Troy Stecher sowie die Angreifer Bobby Ryan und Vladislav Namestnikov. Die sechs Routiniers sollen dem gebeutelten Team mehr Stabilität verleihen.
Im Hinblick auf die neue Saison kreisen die Gedanken der Klubverantwortlichen um einige wichtige Fragen.
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1. Halten Greiss und Bernier den Laden hinten dicht?
Nach fünf Jahren bei den New York Islanders schlägt Thomas Greiss ein neues Kapitel in seiner NHL-Karriere auf. Der 34 Jahre alte Füssener unterschrieb für zwei Jahre bei den Red Wings und konkurriert dort mit Jonathan Bernier um den Posten als Nummer eins. Sein Mitstreiter geht bei Detroit in die dritte Saison.
Eine Situation, wie Greiss sie in Detroit vorfindet, dürfte ihn nicht allzu sehr schrecken. Bei den Islanders war er zwischendurch ebenfalls allerlei Kummer gewöhnt. In der regulären Saison 2017/18 war das Team aus Long Island mit 296 Gegentoren die Schießbude schlechthin in der NHL.
Zwölf Monate später ergab sich dann jedoch ein völlig anderes Bild. Greiss sicherte sich mit seinem Kollegen Robin Lehner die William M. Jennings Trophy für das Torhüterduo mit den wenigsten Gegentreffern in der Liga (196). Der Allgäuer hätte sicherlich nichts dagegen, wenn sich so eine steile Aufwärtsentwicklung innerhalb kurzer Zeit auch bei den Red Wings vollziehen würde.
Greiss will jedenfalls alles in seiner Macht stehende dazu beitragen. "Detroit ist eine tolle Hockey-Stadt und die Red Wings sind eine großartige und äußerst professionelle Organisation. Ich werde für die jungen Spieler da sein und der Mannschaft helfen, so erfolgreich wie möglich abzuschneiden", sagte er.

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2. Bekommt Larkin das Kapitänsamt übertragen?
Seit der Saison 2018/19 ist das Kapitänsamt bei den Red Wings verwaist. Der letzte Spieler, der das C auf der Brust trug, war Henrik Zetterberg. Er fungierte von 2012 bis 2018 als Kapitän und musste die Schlittschuhe wegen hartnäckiger Rückenbeschwerden an den Nagel hängen. Im Anschluss blieb die Position unbesetzt. Nach Angaben von General Manager Yzerman soll jetzt aber ein neuer Kapitän ernannt werden.
Die logische Wahl wäre Dylan Larkin. Der Erstrundenpick der Red Wings beim NHL Draft 2014 (Position 15) gehört seit Jahren zu den besten Akteuren des Teams. In den zurückliegenden drei Spielzeiten war er jeweils der erfolgreichste Scorer der Red Wings. Larkin ist der unumstrittene Top-Center der Mannschaft und verbreitete zuletzt bereits die Aura eines Kapitäns. Es wäre daher höchst verwunderlich, wenn er nicht den Zuschlag bekäme.

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3. Welche Talente sichern sich einen festen Platz im Kader?
Dank der zahlreichen Neuzugänge besteht bei den Red Wings keine Notwendigkeit, die Talente zu früh in die Pflicht zu nehmen. Dennoch machte Yzerman deutlich, dass er keinem jungen Spieler einen festen Platz im Kader verwehren wird, wenn dieser sich im Trainingscamp aufdrängen sollte.
Zu den Nachwuchskräften, denen am ehesten zugetraut wird, sich dauerhaft im NHL-Aufgebot zu etablieren, gehören Evgeny Svechnikov und Dennis Cholowski. Beide wurden nicht wie andere Talente der Organisation bei europäischen Klubs geparkt, sondern blieben in den USA.
Svechnikov hatten die Red Wings beim NHL Draft 2015 in der ersten Runde an Gesamtposition 19 ausgewählt. In der Saison 2019/20 absolvierte der 24 Jahre alte Flügelstürmer seine ersten vier NHL-Einsätze und blieb dabei ohne Scorerpunkt.
Cholowski wurde von Detroit beim NHL Draft 2016 in der ersten Runde an 20. Stelle gezogen. Der 22-jährige Verteidiger stand in der abgelaufenen Saison in 36 Partien für die Red Wings auf dem Eis und sammelte acht Punkte (zwei Tore, sechs Vorlagen).
Weiterhin auf sein NHL-Debüt warten muss dagegen der frühere Mannheimer Moritz Seider. Der Erstrundenpick beim NHL Draft 2019 (Position 6) ist an den schwedischen Erstligisten Rögle BK ausgeliehen. Aufgrund der Vertragsvereinbarungen kann der 19-jährige Verteidiger erst nach Detroit zurückkehren, wenn für sein Team die Saison in Schweden beendet ist.