Top-Talente aus dem DACH-Raum zuletzt sehr begehrt
Generell waren die Top-Talente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in den vergangenen fünf Jahren beim NHL Draft sehr begehrt. Bis auf 2021 wurde stets ein junger Spieler aus dem DACH-Raum in der ersten Runde gedrafted. Den Anfang machte der Schweizer Nico Hischier (Nr. 1, 2017, New Jersey Devils), gefolgt von den Deutschen Dominik Bokk (Nr. 25, 2018, St. Louis Blues), Moritz Seider (Nr. 6, 2019, Detroit Red Wings), Tim Stutzle (Nr. 3, 2020, Ottawa Senators), Lukas Reichel (Nr. 17, 2020, Chicago Blackhawks) und dem Österreicher Rossi.
Hauf darf auf späteren Aufruf hoffen
Der zweithöchste eingestufte Deutsche für den Draft in Montreal ist Luca Hauf. Der Angreifer der Krefeld Pinguine befindet sich auf Platz 65 bei den internationalen Skatern. Die Gruppe des deutschen Nachwuchses, der zur Auswahl steht, wird komplettiert von Alexander Blank (Krefeld Pinguine, Rang 131), Roman Kechter (Rögle BK, 133), Marcel Mahkovec (Krefeld Pinguine, 137), Benet Roßmy (Lausitzer Füchse, 138) und Rayan Bettahar (Swift Current Broncos, 188 bei den nordamerikanischen Skatern).
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Rohrer macht in Ottawa auf sich aufmerksam
Aus dem österreichischen Nachwuchs sind neben Kasper mit Vinzenz Rohrer (Ottawa 67´s, Platz 42 bei den nordamerikanischen Skatern) und Luca Auer (Red Bull Hockey Juniors, 129 bei den internationalen Skatern) zwei weitere Angreifer gelistet. Die weitaus größeren Aussichten, von einem Klub aufgerufen zu werden, besitzt zweifellos Rohrer. Er sammelte für Ottawa in der OHL 48 Punkte (25 Tore, 23 Assists) und war damit teaminterner Topscorer in der abgelaufenen regulären Saison.
Drei Stürmer von Schweizer Klubs in der Endauswahl
Neben Verteidiger Bichsel haben es drei junge Schweizer Stürmer in die Endauswahl bei den internationalen Skatern für den Draft geschafft. Es handelt sich um Gregory Weber (SC Bern, Position 115), Dario Allenspach (EV Zug, 123) und Joshua Fahrni (SC Bern, 130).
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Eidgenosse mit internationalen Wurzeln nominiert
Rodwin Dionicio kann man mit Fug und Recht als einen internationalen Eishockeyspieler bezeichnen. Der Defensivspieler wurde in Newark als Sohn von Eltern aus der Dominikanischen Republik geboren und wuchs in der Schweiz auf, wo er seine Eishockeykarriere startete. Zur Saison 2021/22 wechselte er vom SC Bern zu den Niagara IceDogs. Mit 31 Punkten aus 57 Begegnungen spielte er sich dort in den Fokus der NHL-Scouts, die ihn bei den nordamerikanischen Skatern auf Platz 118 der Draft-Liste setzten.
Torhüter bekommen keinen Zuwachs
Die Riege der NHL-Torhüter aus Deutschland und der Schweiz bekommt durch den aktuellen Draft-Jahrgang keinen Zuwachs. Sowohl im Ranking der nordamerikanischen Goalies als auch bei den internationalen Schlussmännern wurde niemand aus beiden Ländern berücksichtigt. Ein österreichischer Torwart ist auf beiden Ranglisten ebenso wenig vertreten.
Trost für alle, die leer ausgehen
Das Beispiel von Nico Sturm sollte all jenen Spielern aus dem DACH-Raum ein Trost sein, die in diesem Jahr nicht gezogen werden. Der Augsburger wurde nie bei einem NHL Draft berücksichtigt, schaffte dennoch den Durchbruch in der Liga und holte dieses Jahr mit den Colorado Avalanche den Stanley Cup.