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Bis zum Start der NHL-Saison 2021/22 dauert es noch eine Weile. Um die Wartezeit zu verkürzen, präsentiert NHL.com/de eine Serie mit Bestenlisten in verschiedenen Kategorien im Hinblick auf die kommende Spielzeit.
In dieser Ausgabe: Die Top 10 der Faceoff-Spezialisten

Die Zahl der gewonnenen Faceoffs ist ein häufig unterschätzter Faktor, denn Bullygewinn bedeutet Scheibenbesitz. Dieser ist in verschiedenen Zonen auf dem Eis wichtig: Etwa, ob in der Offensivzone oder im Powerplay Druck zu machen - oder diesen in der Defensivzone oder in Unterzahl vom Kessel zu nehmen. Wir stellen die zehn besten Faceoff-Spezialisten für die Saison 2021/22 vor…
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1. Patrice Bergeron (Boston Bruins)
Bergeron gewann in der Vorsaison 62,3 Prozent seiner Anspiele, was einen herausragenden Wert bedeutet. Immerhin schickten die Bruins ihren Kapitän zu insgesamt 1147 Bullys - die fünftmeisten in der Liga. Oftmals auch in den wichtigen Situationen, denn auf den 36-jährigen Kanadier ist an jedem Faceoff-Punkt auf dem Eis Verlass: Bergeron gewann 65,1 Prozent in der Offensivzone sowie 59,6 Prozent in den Defensivzone. Das Powerplay befeuerte er mit 68,5 Prozent gewonnener Bullys in Überzahl. Gleichzeitig sorgte er im Penalty Killing für Stabilität und Sicherheit mit 58,9 Prozent gewonnener Faceoffs in Unterzahl. Diese Qualität am Bullypunkt sowie auch die Nervenstärke und Erfahrung machen Bergeron zum wohl besten Faceoff-Spezialisten in der NHL.

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2. Claude Giroux (Philadelphia Flyers)
Philadelphias Giroux wurde 2020/21 zu 812 Faceoffs geschickt und gewann starke 59,6 Prozent davon. Dabei war der 33-jährige Kanadier insbesondere in den Special Teams besonders dominant: Der Center gewann 64,1 Prozent der Bullys im Powerplay sowie 65,9 Prozent in Unterzahl. Hinzu kommt eine beeindruckende Quote in der Defensivzone mit 64,0 Prozent gewonnener Anspiele. Nicht ohne Grund landeten die Flyers in den letzten vier Jahren stets unter den drei besten Faceoffs-Teams der NHL: Ein Mitspieler von Giroux schaffte es auch in diese Rangliste.
3. Pierre-Edouard Bellemare (Tampa Bay Lightning)
In der Free Agency 2021 haben sich die Tampa Bay Lightning die Dienste von Bellemare gesichert und damit nicht nur eine Menge NHL-Erfahrung, sondern auch einen Faceoff-Experten dazu geholt. Der 36-jährige Franzose gewann im Vorjahr für die Colorado Avalanche 60,8 Prozent seiner Anspiele, war dabei in allen drei Zonen stark (62,1 Prozent Offensiv-, 60,2 Prozent neutrale-, 60,6 Prozent Defensivzone) und kam auf einen starken Wert im Penalty Killing (63,6 Prozent). Heraus sticht seine Quote im Powerplay: 87,5 Prozent in Überzahl gewonnene Faceoffs sind beeindruckend - allerdings spielt der Bellemare nur ganz selten im Powerplay und nahm daher auch nur acht Anspiele in Überzahl.
4. Luke Glendening (Dallas Stars)
Glendening stellte sich bei den Detroit Red Wings als Faceoff-Spezialist ins Schaufenster und wechselte als Free Agent in den Lone Star State. Bei den Texanern soll der 32-jährige US-Amerikaner wieder das tun, was er mit am besten kann: Bullys gewinnen! Glendening gewann in der Vorsaison starke 60,9 Prozent seiner Anspiele, überragte in Überzahl (84,6 Prozent bei 13 Faceoffs) und war verlässlich in seinem Kerngebiet, der Defensivzone (62,2 Prozent bei 490 Faceoffs).

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5. Ryan O'Reilly (St. Louis Blues)
Auch Ryan O'Reilly trainiert Faceoffs immer und immer wieder und zählt nicht zuletzt auch deshalb zu den besten Defensiv-Stürmern in der Liga. Der 30-jährige Kanadier gewann zuletzt 58,8 Prozent seiner Anspiele und zeigte sich insbesondere bei "Offensiv-Bullys" griffig. Das bestätigen 60,3 Prozent im Powerplay sowie 62,7 Prozent in der Offensivzone.
6. Anze Kopitar (Los Angeles Kings)
Anze Kopitar ist der Bully-Spieler Nummer 1 bei den Los Angeles Kings (1154 Faceoffs). Der 33-jährige Slowene gewann in der Vorsaison 57,3 Prozent seiner Anspiele. Dabei zeigte sich Kopitar insbesondere bei Offensivfaceoffs erfolgreich: Er gewann 59,6 Prozent der Bullys in der Offensivzone und 61,1 Prozent im Powerplay.
7. Jordan Staal (Carolina Hurricanes)
Jordan Staal von den Carolina Hurricanes bestritt genau 58 Prozent seiner 1083 absolvierten Faceoffs in der Vorsaison erfolgreich. Ähnlich wie Kopitar wird auch beim 32-jährigen Kanadier eine Stärke bei Offensiv-Bullys klar sichtbar: Gewann Staal in Unterzahl nur 44,3 Prozent, waren es in Überzahl stolze 69,3 Prozent. Seine stärkste Zone war das Offensivdrittel mit 62,9 Prozent gewonnenen Anspielen dort.
8. Steven Stamkos (Tampa Bay Lightning)
Steven Stamkos spielte in der Vorsaison nur selten als Center, sondern eher auf dem Flügel. Zu den Faceoffs schickten ihn die Lightning trotzdem immer wieder gerne. Warum? Von 416 Bullys gewann der 31-jährige Kanadier 57,2 Prozent. Eine kleine Delle in dieser Bilanz zeigt die neutrale Zone auf (47 Prozent), doch dort wo es brennt, in der Offensiv- (60,4 Prozent) und Defensivzone (57,5) war Stamkos als zuverlässiger Bully-Spieler zur Stelle.

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9. Sean Couturier (Philadelphia Flyers)
Sean Couturier ist insbesondere ein Faceoff-Spezialist in der Defensive. Der 28-jährige US-Amerikaner von den Philadelphia Flyers gewann insgesamt 56,9 Prozent seiner Anspiele, jedoch starke 59 Prozent in der Defensivzone. Als Zwei-Wege-Stürmer können sich jedoch auch seine Offensivzahlen am Faceoff-Punkt sehen lassen: Couturier gewann 65 Prozent seiner Bullys im Powerplay sowie 58,2 Prozent in der Offensivzone.
10. Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins)
Mit der Anzahl an gewonnenen Faceoffs ragt Sidney Crosby mit 53,6 Prozent nicht heraus. Beeindruckend ist aber die schiere Anzahl an Bullys, für die der Kapitän der Pittsburgh Penguins verantwortlich zeichnet: Kein anderer NHL-Spieler spielte mehr Faceoffs als der 33-jährige Kanadier: unglaubliche 1262! Crosbys Bilanz ist dabei positiv in allen drei Zonen (Offensiv: 53,8; Neutral: 52,1; Defensiv: 55,0).